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So entsteht “The Voice of Germany”: MEEDIA hinter den Kulissen der Erfolgs-Casting-Show

Am 20. Oktober (ProSieben, 20.15 Uhr) startet “The Voice of Germany” in die sechste Staffel. MEEDIA war bei den Dreharbeiten dabei.
Am 20. Oktober (ProSieben, 20.15 Uhr) startet "The Voice of Germany" in die sechste Staffel. MEEDIA war bei den Dreharbeiten dabei.

Kilometerlanger Kabelsalat, High-Tech im Wert von tausenden von Euro und eine Crew, die jede Staffel einen regelrechten Arbeitsmarathon einlegt – auch das ist die Casting-Show "The Voice of Germany", die heute bei ProSieben um 20.15 Uhr in die sechste Runde startet. MEEDIA hat sich hinter den Kulissen der taktvollen Talentsuche umgesehen.

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Studio H, Berlin. Es ist Juli. Es ist Hochsommer. Und es wird gedreht – um im Herbst wieder bis zu 3,9 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme zu locken: ProSieben und Sat.1 beginnen erneut ihre Suche nach “The Voice of Germany” (Do. bei ProSieben, So. bei Sat.1, 20.15 Uhr). Und klar: Auch zum Start von Staffel 6 buhlt die Jury um Andreas Bourani, Smudo & Michi Beck, Samu Haber und Neuzugang Yvonne Catterfeld um die größten Gesangstalente.

Nur: Wie entsteht eigentlich eine “The Voice”-Sendung? Warum schrauben ca. 260 Mitarbeiter an der Produktion der Blind Auditions? Und warum nimmt die Talentsuche in der Produktion täglich bis zu zehn Stunden in Anspruch? MEEDIA war bei den Dreharbeiten dabei und warf einen Blick hinter die Kulissen. Ein Produktionsprotokoll.

13.24 Uhr In wenigen Minuten soll die Aufzeichnung beginnen. Trotzdem wird schon geklatscht, gejubelt, getobt. Die Erklärung hat einen Namen: Christian Oberfuchshuber – einer der gefragtesten deutschen Warm-Upper. Wenn “The Voice of Germany” beginnt, ist sein Job in der Regel schon erledigt: Der amtliche Anheizer übt mit dem Publikum Applaus und Jubeln im Akkord. Und weist darauf hin, dass Popeln im Fernsehen nicht gut kommt. Die Stimmung: programmiert, aber gut.

13.38 Uhr Das Moderations-Duo Thore Schölermann und Lena Gercke betritt die Bühne. Man begrüßt das Publikum, kumpelt ein bisschen (“Sind Sie krankgeschrieben, oder warum tragen Sie eine Sonnenbrille?”) und – verabschiedet sich wieder.

13.43 Uhr Tatsächlich wird die Abmoderation zuerst aufgezeichnet. Und bei der muss (!) es krachen. Die Regie, bestehend aus insgesamt 15 Mitarbeitern, bittet aus dem Off: Beim “Bis morgen!” der Moderatoren müssen Sie, liebes Publikum, “völlig ausflippen”. Einsatz: Warm-Upper Oberfuchshuber, der wieder die gute Laune beschwört. Zehn Minuten später, bei der Anmoderation, wissen die 800 Zuschauer im Studio das vermeintliche Comeback umso ausgelassener (oder professioneller) zu feiern.

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Das Studio: Eigentlich ein einziger Kabelsalat, natürlich nahezu unsichtbar für das TV-Publikum. Insgesamt sind 7,5 Kilometer Kabel im Studio verlegt – für Kamera (3km), Ton (1km), Lichttechnik (2,5km) und Übertragung (1km Glasfaser). Da wundert es kaum, dass der Auf- und Abbau des Studios – das ca. 6 LKW-Ladungen füllt – volle 16 Tage in Anspruch nimmt.

14.02 Uhr Bevor die Jury die Blind Auditions mit einem gemeinsamen Gig eröffnet, gibt es noch ein paar Regeln vom Anheizer. Erstens: Die Jury gibt keine Autogramme! Zweitens: Die Jury kann die Kandidaten (vorerst) nicht sehen – also keine Spoiler aus dem Publikum! Drittens: Die Jury wird quasi ständig gefilmt – wer also auf Nordtribüne sitzt, darf seinen Platz nicht verlassen!

14.12 Uhr Aber dazu gibt es eigentlich auch keinen Grund: Als die Jury die Show mit dem Rock-Brett “Walk This Way” eröffnet, ist die Stimmung am Kochen. Für’s Protokoll wird die Jury noch einmal vorgestellt, bevor sie in ihren Coach-Stühlen Platz nehmen.

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Selbst die Coach-Stühle sind ein Hingucker: Jeder Drehstuhl hat etwa 15.000 Euro gekostet. Rund 18 Meter LED-Band und 15 Meter Kabel für LEDs und Lautsprecher – die in der Kopflehne verarbeitet wurden – sind in jedem der 120-Kilo-Sessel verbaut, die allesamt aus gebogenen Holzschalen handgefertigt wurden.

14.20 Uhr One, two, three: Die “The Voice”-Band, bestehend aus sieben professionellen Musikern, zählen für die erste Blind Audition an. Bei Samu, den “Fantas” und Bourani funkt es sofort: Sie buzzern und buhlen um den Kandidaten. “Was glaubst Du, ist schief gelaufen? Warum spielst Du nicht in der O2-Arena?”, schleimt Samu nach dem Auftritt in seinem grundsympathischen Denglisch.

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Das Regelwerk hat sich in Staffel 6 kaum verändert: Die Kandidaten haben je 90 Sekunden Zeit, um die Jury – die ihnen den Rücken zuwendet – von ihrer Gesangsleistung zu überzeugen. Wer buzzert, bewirbt sich um das Gesangstalent. Neu in diesem Jahr: die No-turn-Regel. Dreht sich kein Jury-Mitglied für einen Kandidaten um, verschwinden diese nicht sang- aber klanglos von der Bühne. Die Stühle drehen sich nicht noch einmal für Kritik oder Anmerkungen um.

14.30 Uhr Es wird “live” in den “Family & Friends”-Bereich geschaltet, neben dem Warteraum und Talentaufenhaltsbereich einer von zahlreichen weiteren Drehlocations abseits der Bühne. Hier können sich die Kandidaten nicht nur mit Familie und Freunden mental auf den Auftritt vorbereiten, sondern auch stimmlich. Den “The Voice”-Talenten stehen seit den fünf Vorrunden, in denen sie sich für die Blind Auditions qualifiziert haben, Vocal Coaches zur Verfügung. Es wird musiziert, gescherzt, gelacht. Und abmoderiert: Der kleine Schwenk zu Thore Schölermann und Lena Gercke ist der letzte für heute. Die Moderatoren haben abgedreht – noch bevor die Sendung zu Ende geht.

15.43 Uhr Kandidat Nummer 7 steht auf der Bühne. Mit rauchiger Stimme. Und einem Lindenberg-Song im Gepäck. Klar, dass das Publikum aufspringt und mitklatscht. Jury inklusive. Spätestens hier sei gesagt: Der Sound ist phänomenal.

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Für das Konzertfeeling sind 13 Toningenieure zuständig, die vier Mischpulte mit insgesamt 384 Kanälen steuern. Sieht nach Raketenwissenschaft aus, kommt aber nicht von ungefähr: Insgesamt sind 75 Mikrofone im Einsatz und 10 drahtlose UHF Sendestrecken für Kopfbügelmikros und In-Ear-Monitoring. Da will man nicht den Überblick verlieren.

16.48 Uhr Die Sendung ist im Kasten. Beziehungsweise: dieser Slot. Insgesamt werden der Jury 153 Talente bei den Blind Auditions an sechs aufeinander folgenden Drehtagen präsentiert. Jeden Tag wird zwei Mal (je ca. dreieinhalb Stunden) mit jeweils 17 Kandidaten gedreht. Sogar das Publikum wird ausgetauscht. Um 18.30 Uhr soll es wieder losgehen. Jetzt ist erst einmal Pause. Irgendwann müssen die rund 18.050 Portionen Essen und 9.000 Flaschen Wasser ja auch weg.

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Alle Kommentare

  1. Mich würde mal was interessieren: wenn es sechs Drehtage sind warum hat dann Yvonne immer das gleiche schwarze Outfit an? 🙂

  2. Danke für die Infos . Ich finde immer sehr spannend, was behind the scenes abgeht .
    Ich frage mich, warum die Coaches immer die gleiche Kleidung tragen.
    Es wird an 6 aufeinander folgenden Tagen gedreht, da wäre doch sicher ein Kleidungswechsel sinnvoll ?!

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