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Petry spricht von einem „Wunder“: „Tagesschau“ nennt die AfD nicht mehr „rechtspopulistisch“

"Tagesschau"-Chef Kai Gniffke will die AfD nicht mehr "rechtspopulistisch" nennen – Frauke Petry freut das.

Die „Tagesschau“ will ihre Berichterstattung über die Alternative für Deutschland (AfD) wertfreier gestalten und sich abgewöhnen, die Partei als „rechtspopulistisch“ zu bezeichnen. Das erklärte der ARD aktuell-Chef Dr. Kai Gniffke auf dem Evangelischen Medienkongress in Hamburg. Die Partei begrüßte die Entscheidung: Sprecherin Frauke Petry sprach sogar von einem „Wunder“.

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Der Chefredakteur erklärte die Entscheidung damit, dass Zuschauer den Zusatz „rechtspopulistisch“ als belehrend empfunden hätten, schreibt die Evangelische Nachrichtenagentur. Die Redaktion müsse lernen, die AfD als eine demokratisch legitimierte Partei zu behandeln. Via Twitter ergänzte Gniffke, dass er persönlich die AfD nach wie vor für rechtspopulistisch halte. „Das bedeutet aber nicht, dass wir permanent das Attribut ‚rechtspopulistisch‘ vor dem Parteinamen AfD nennen müssen.“ Mittlerweile sei die Partei den meisten Menschen bekannt, so der Journalist.

Bei der AfD wurde die Entscheidung freilich begrüßt. Vorstandssprecherin Frauke Petry wählte die Bezeichnung „Wunder“ und erklärte den Schritt als „lange überfällig“.

Alexander Gauland kommentierte, dass die „Tagesschau“ zurecht erkannt habe, „dass die Menschen es seit langem satthaben, von den Medien bevormundet zu werden“. Es sei an der Zeit, dass andere Medien diesem Beispiel folgen, so der AfD-Politiker weiter. „Das sollten sie allein schon in ihrem ureignen Interesse tun.“

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