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Spiegel-Bericht: Krebshilfe muss für Spendengala 600.000 Euro ans ZDF zahlen

Moderatorin Nebel, Programmchef Himmler: Spenden-Gala für Hilfsorganisationen nicht gratis
Moderatorin Nebel, Programmchef Himmler: Spenden-Gala für Hilfsorganisationen nicht gratis

Benefizgalas im ZDF bringen Millionen an Spenden, doch nicht jeder Cent wird für den guten Zweck verwendet. Wie der Spiegel in seiner neuen Ausgabe berichtet, lässt der Sender Hilfsorganisationen für die Ausrichtung von Shows bezahlen. Für die Gala zugunsten der Deutschen Krebshilfe muss diese 600.000 Euro ans ZDF entrichten. Weder Sender noch Spendensammler haben damit aber offenbar ein Problem.

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Die von Carmen Nebel moderierte Sendung wird an diesem Samstag aus Berlin übertragen. Auch die kirchlichen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt müssen Geld als Produktionskosten-Beteiligung geben, damit Nebel in einer weiteren Show im November für sie Spenden sammelt.

ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler sagte auf Anfrage des Nachrichtenmagazins, das ZDF engagiere sich mit insgesamt drei Benefizshows „mehr als alle anderen Sender“. Gerd Nettekoven, Vorstandschef der Deutschen Krebshilfe, rechtfertigte die Finanzierung der Nebel-Sendung damit, dass die Einnahmen „ein Vielfaches“ über den Kosten liegen. Seit 1994 habe man 77 Millionen Euro erlöst.

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Alle Kommentare

  1. Das Spendensiegel schaut auf die Kosten.
    Bei CNBC wurden auch ein paar Veteranen-Organisationen kritisiert wo die Verwaltungs-Prozente wohl auch recht hoch waren.

    Nett wäre ein SpendenPLUS-Siegel wo man in bestimmten Punkten freiwillig besser sein kann und man nach 2-3 Jahren beschliesst, das für das normale Spendensiegel vorzuschreiben. Bei Radrennen könnte man ja auch die Unfälle bei kleinen Rennen beobachten und die Räder jedes Jahr 100 Gramm leichter machen. Früher hatten Handies 1 Core, dann 2 Core dann 4 Core und aktuell sind wohl 8 Core normal.

    Bei Sylt wird wohl auch gerne jedes(?) Jahr irgendeine angeblich “teure” Sache mit dem Sand oder so kritisiert und manche fordern vielleicht sogar, die Insel vom Meer weg-schwemmen zu lassen. Dann muss der Bürgermeister (immer ?) in TV-Interviews erzählen wie viel Steuer Sylt ans Festland bezahlt.

    https://meedia.de/2016/05/23/weil-die-bayern-150-000-euro-forderten-br-streicht-liveschaltung-von-double-party/
    Eine gute Data-Journalism-Redaktionen mit wahren Wirtschafts-Profis (welche uns schon nicht vor Ost-Immobilien, Neuem Markt, Lehman-Banking-Immobilien-Weltwirtschafts-Krise, Benziner-Sterben, Tankstellen_Sterben, Staats-Schulden-Krise weil Erdölstaaten die Zinsen nicht mehr zahlen können wenn die E-Autos sich ausbreiten usw. gewarnt haben) könnte ausrechnen, wie viel jede Sende-Minute pro Zuschauer-Aufmerksamkeits-Minute kostet. Daraus kann man dann ausrechnen (man kennt ja die Zuschauerzahlen der letzten Jahren) ob ZDF pro Minute mehr oder weniger bezahlt als im Schnitt und daher der Zuschuss in Ordnung geht oder vielleicht nicht, weil viele superviele Rentner zuschauen und die Sendung daher mehr Zuschauer(Zuschauer-Minuten) einbringt als wenn man für dasselbe Geld etwas anderes gezeigt hätte.
    Sowas ist vermutlich nur Dreisatz und vielleicht noch Inflation.
    Vielleicht gibts auch andere Sendungen wo alle kostenlos auftreten weil das Werbung für ihre Schallplatten ist und welche ein besseres Kosten-ZuschauerMinuten-Verhältnis haben.

    Zuschauerminuten=Von allen Zuschauer dieser Sendung alle gesehenen Minuten für die jeweilige Sendung zusammengezählt. Aufmerksamkeits-Minuten ist schliesslich die Metrik der Werbe-Industrie und man bezahlt GEZ um möglichst viel davon zu gucken statt sich auf den PrivatSendern umschauen zu müssen.

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