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Hamburger Startup Spottster: Privataudienz bei Richard Branson nach Flop in “Höhle der Löwen”

Bei der “Bits & Pretzels” haben die Spottster-Gründer Freya Oehle (r.) und Tobias Kempkensteffen abgeräumt – und nun?
Bei der "Bits & Pretzels" haben die Spottster-Gründer Freya Oehle (r.) und Tobias Kempkensteffen abgeräumt – und nun?

Es dürfte der wahrgewordener Feuchttraum eines jeden Gründers sein: Ein Mal bei Sir Richard Branson – Sie wissen schon: Der Selfmade-Milliardär, der Virgin groß gemacht hat – zum 1-zu-1-Pitch auf der Matte stehen. Für ein Jungunternehmen aus Hamburg wird dieser Traum nun Wirklichkeit: Der Online-Shop Spottster hat beim Branchentreff "Bits & Pretzels" ein Ticket für die begehrte Privataudienz gelöst. Wird das Wünsch-dir-was-Konzept nun zum nächsten großen Ding?

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Eigentlich könnte diese Erfolgsgeschichte auch der Feder eines Hollywood-Autors entstammen: Noch vor einem Jahr geht der Pitch von Freya Oehle und Tobias Kempkensteffen in der Gründer-Show “Die Höhle der Löwen” (Vox) nach hinten los. Ihr Konzept fällt bei der Jury um Jochen Schweizer gnadenlos durch. Am Montag haben nun die Löwen die Bühne geräumt – auf der Spottster wenige Minuten später den Startup-Pitch beim Gründer-Festival “Bits & Pretzels” in München für sich entscheiden sollte. Ihr Preis: Eine Audienz bei Gründer-Legende Sir Richard Branson, der Virgin zu einem milliardenschweren Imperium aufgezogen hat, auf seiner Privatinsel.

Aber erstmal auf Anfang: Im April 2013 gründen die Schulfreunde Freya Oehle und Tobias Kempkensteffen den Online-Shop Spottster – ein Portal, das “Shoppen zum Wunschpreis” (so der Claim) ermöglichen will. Per Plug-In für den Internet-Browser oder per App kann der Nutzer zahlreiche Produkte aus mittlerweile 5.000 Shops auf den Merkzettel setzen, einen Wunschpreis notieren – und sobald der Preis des Produktes fällt oder gar den Wunschbetrag erreicht, erhält der Nutzer eine Nachricht. Eine Idee die eigentlich so auf der Hand liegt, dass man erst einmal darauf kommen muss.

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Immerhin: Der Kunde macht (s)ein Schnäppchen, der Shop generiert Geld und betreibt ganz nebenbei Marktforschung – und Spottster kassiert für seine Analyse und Vermittlung eine Provision. Klingt nach einer hakenlosen Gelddruckmaschine? Ist es aber offensichtlich (noch) nicht: 2014 stiegen nach eigenen Angaben zwar monatlich die Nutzerzahlen um 20 Prozent, für schwarze Zahlen hätte sich dieser Wert aber verfünfzehnfachen müssen, wie OnlineMarketingRockstars berichtet. Eine knifflige Ausgangslage, die den Gründern ein Jahr später den Deal bei “Die Höhle der Löwen” vermiesen sollte. Als Oehle und Kempkensteffen in der Show offenbarten, dass sie pro Monat zwar 2.000 Euro Umsatz aber 9.000 Euro Verlust machen würden, fragte Jochen Schweizer perplex: “Und jetzt möchten Sie von mir 500.000 Euro, um weitere Verluste zu finanzieren?” Er hat sie finanziert. Wenn auch erst nach “Die Höhle der Löwen”, wie das Gründer-Magazin Gründerszene berichtet.

Das Konzept hat mittlerweile 200.000 Nutzer überzeugt – und schließlich die “Bits & Pretzels”-Jury: Im Finale des Startup-Pitches hat sich Spottster gegen fünf Konkurrenten durchgesetzt. Winken jetzt Unsummen an Investorengeldern? Vielleicht. Vor allem aber erwartet die Hamburger ein Besuch bei Sir Richard Branson auf seiner Privatinsel Necker Island (Britische Jungferninseln), wo die “Extreme Tech Challenge” des Briten über die Bühne geht. Ebenfalls ein Startup-Wettbewerb. Und wer hier gewinnt, bekommt keinen Geldpreis, sondern Beratung von Top-Unternehmen, technischen Support von IBM und Amazon sowie potenzielle Investoren – unter anderem Selfmade-Milliardär Richard Branson.

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