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Funny or Die: Mit diesem seltsamen, irritierenden Interview tut sich Hillary Clinton keinen Gefallen

Hillary Clinton beim Funny or Die-Format "Between Two Ferns"

Der Kampf uns Weiße Haus geht auf die Zielgerade: In 47 Tagen wählen die USA den nächsten Präsidenten. Nachdem Hillary Clintons Vorsprung in den vergangenen Wochen fast vollständig zusammengeschmolzen ist, versucht die 68-Jährige mit Humor zu punkten – und stellte sich auf der Comedy-Website Funny or Die den harten Fragen von „Hangover“-Star Zach Galifianakis. Das Ergebnis ist ein irritierendes Interview, das Hillary Clinton nicht gerade vorteilhaft erscheinen lässt.

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Showtime! Montagnacht trifft Hillary Clinton in der mit Spannung erwarteten ersten TV-Debatte auf ihren republikanischen Herausforderer Donald Trump, dem in den Umfragen in den vergangenen Wochen ein erstaunliches Comeback gelang.

Statistik-Guru Nate Silver beziffert Clintons Chancen auf die Präsidentschaft inzwischen auf 61 : 39 Prozent – doch der Abstand betrug kurz nach dem Nominierungsparteitag der Demokraten schon einmal 97 : 3 Prozent. Das Rennen ums Weiße Haus ist also andere als gelaufen – das weiß auch Clinton, die nach ihrem Schwächeanfall vor einer Woche an Vorsprung in den Umfragen eingebüßt hat.

Funny or Die-Interview: Hillary Clinton weniger eloquent als Barack Obama

Ein ungewöhnlicher Auftritt, der in den sozialen Medien viral geht, könnte da helfen, das bis heute steife und technokratische Image der ehemaligen First Lady aufzulockern, müssen sich Clintons Berater gedacht haben, als sie dem Comedy-Anbieter Funny or Die nach Vorbild von Präsident Obama ein Interview vorschlugen.

Doch Obamas Auftritt vor zwei Jahren hätte Clinton eine Warnung sein müssen – der rhetorisch so gewandte US-Präsident konnte zwar jede Frage von Zach Galifianakis aus dem Stegreif kontern, wirkte dabei jedoch seltsam gereizt.

Bei Hillary Clinton nimmt der Ex-„Hangover“-Star ebenfalls in der bekannt provokanten Art kein Blatt vor den Mund und lässt die 68-Jährige, auch wenn es ein paar halbwegs witzige Sequenzen gibt, das ein ums andere Mal nicht gerade vorteilhaft aussehen – nicht zuletzt, weil Clinton Obamas Schlagfertigkeit fehlt.

„Ich bereue, dass ich mich darauf eingelassen habe“, sagt Clinton schon nach zwei Minuten. Was ironisch gemeint war, glaubt man ihr am Ende aufs Wort…

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