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Right Livelihood Award: türkische Zeitung Cumhuriyet bekommt Alternativen Nobelpreis

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Diese Auszeichnung dürfte Erdogan nicht gefallen. Der Alternative Nobelpreis, der Right Livelihood Award, geht in diesem Jahr an die türkische Zeitung Cumhuriyet, deren Chefredakteur Can Dündar unlängst wegen kritischer Berichte zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde. Weitere Preisträger sind die Feministin Mozn Hassan, die Menschenrechtlerin Swetlana Gannuschkina und Syriens Weißhelme.

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Die Jury entschied sich für die Zeitung, weil sie für „furchtlosen investigativen Journalismus“ stehe. „Ungeachtet der Unterdrückung, der Zensur, der Verhaftungen und der Todesdrohungen setzt sich die Zeitung für die Meinungs- und Pressefreiheit ein”.

Die Zeitung, dessen bekanntestes Gesicht der zurückgetretenen Chefredakteur Can Dündar ist, gilt als regierungskritisch, links-kemalistisch, intellektuell. Trotz ihrer Auflage von nur 75.000 Exemplaren gilt sie als sehr einflussreich innerhalb der Türkei. Immer wieder sorgten ihre Berichte und Recherchen für große – auch internationale Aufmerksamkeit.

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Die Auszeichnung ist mit drei Millionen Schwedischen Kronen (315.000 Euro) dotiert. Zudem sind die Macher davon überzeugt, dass die Preisträger durch den Right Livelihood Award auf etwas mehr Sicherheit hoffen können. “Viele frühere Preisträger haben uns erzählt, dass sie glauben, dass der Preis ihr Leben gerettet hat”, erzählt der Geschäftsführer der Right Livelihood Stiftung Ole von Uexkull.

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