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Restrukturierung und Stellenabbau bei Unister: rund 100 Mitarbeiter betroffen

Unister-Insolvenzverwalter Lucas Flöther
Unister-Insolvenzverwalter Lucas Flöther

Das insolvente Internetunternehmen Unister baut Stellen ab. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter über die gesamte Gruppe hinweg, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Mittwoch mitteilte. "Alle Mitarbeiter haben in den letzten Wochen enormen Einsatz für ihr Unternehmen gezeigt. Jetzt müssen einige von Ihnen letztlich die Konsequenzen für eine Entwicklung tragen, für die sie nichts können."

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Flöther kündigte zudem an, die Unister-Gruppe neu zu strukturieren und die teils komplizierten Firmenstrukturen zu “entflechten”. Ziel sei vor allem die Konzentration auf die Kernsparten Flug und Touristik. Die Gläubiger hätten dem Kurs bereits zugestimmt, hieß es.

„Wir wollen die gute Ertragslage nutzen, um die Gruppe im Rahmen der Fortführung besser und leistungsfähiger aufzustellen“, sagte Flöther. „Damit stabilisieren wir nicht nur die wirtschaftliche Situation, sondern verbessern auch unsere Position im Investorenprozess.“ Flöther liegen nach wie vor sechs Angebote von Interessenten vor. Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich abgezeichnet, dass das operative Geschäft positive Erträge erwirtschaftet, so dass auch eine Fortführung der Gruppe im eröffneten Insolvenzverfahren möglich ist.

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Mit Material von dpa

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Alle Kommentare

  1. Man muss nicht allzuviel Mitleid mit den Beschäftigten haben. Unisters Geschäftsmodell baute vom ersten Tag an darauf auf, sich durch eine Vielzahl halblegaler oder auch illegaler Betrügereien und Rechtsbrüche Vorteile gegenüber den Wettbewerbern zu verschaffen. Das haben die Mitarbeiter auch gewusst. Es haben ja nicht wenige gekündigt deswegen.

    Hoffentlich wird das Unternehmen zerschlagen und die Marken einzeln von anderen Unternehmen übernommen, die sie in ehrliches Fahrwasser überleiten. Falls sie dann tatsächlich noch wettbewerbsfähig sind, wird es auch wieder rund laufen. Die Leistungsfähigen unter den Mitarbeitern können dann weiterarbeiten. Und vielleicht kommen dann sogar die wieder, die geflohen sind, weil sie nicht betrügen wollten.

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