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Spiegel floppt am Kiosk mit “Steuern runter!”-Titel, Focus punktet mit “gesunden Füßen”

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Die Ausgaben 34/2016 von Spiegel, stern und Focus

Steuersenkungen interessieren eigentlich jeden. Bei den Spiegel-Käufern riss eine entsprechende Titelstory aber offenbar unterdurchschnittlich viele vom Hocker: Mit 208.648 Kiosk-Käufern fiel Der Spiegel 34/2016 laut IVW auf den schwächsten Einzelverkauf seit elf Wochen. Leicht über dem Soll landete der Focus, der stern erreichte ziemlich genau sein aktuelles Normalniveau.

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Im Vergleich zur Vorwoche verlor Der Spiegel fast 20.000 Käufer im Einzelhandel. Zudem lag man mit den 204.848 Einzelverkäufen klar unter den Normalniveau der jüngsten 12 Monate (221.800), bzw. drei Monate (217.400). Weniger Exemplare setzte das Magazin in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. zuletzt elf Wochen vorher ab – damals mit dem Titel “Geht’s noch?” und den Titelhelden Merkel und Seehofer. “Volle Kassen, geschropfte Bürger: Steuern runter!” interessierte das Spiegel-Publikum nun ähnlich wenig wie der Zank der beiden Unions-Granden. Im Gesamtverkauf, also inklusive Abonnenten, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, lag Der Spiegel 34/2016 bei 768.454 Exemplaren, inklusive 53.164 ePaper.

Über seinen aktuellen Durchschnittszahlen landete hingegen der Focus. Dafür reichen inzwischen 71.680 Einzelverkäufe aus, denn der Durchschnitt der jüngsten 12 bzw. drei Monate liegt derzeit bei 70.000 bzw. 64.300. Über diese Werten sprang das Burda-Magazin mal wieder mit einem Gesundheits-Thema: “Endlich gesunde Füß” stand groß auf dem Titel – bebildert mit nackten Männer-Beinen an einem Strand. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Er lag bei 476.836 Exemplaren, darunter 22.468 ePaper.

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Ziemlich genau zwischen seinem 12-Monats-Durchschnitt von 190.600 Einzelverkäufen und seinem 3-Monats-Durchschnitt von 186.300 landete in der aktuellen Cover-Check-Woche der stern: 188.162 Abnehmer fand er mit seinem Titel “Allahs deutsche Töchter” im Einzelhandel. Was sich dahinter verbarg? “Zwischen Burka-Streit und Selbstbestimmung, zwischen Islam und IS-Terror – muslimische Frauen in Deutschland. Wie sie leben, was sie denken”. Der Gesamtverkauf lag bei 666.919 Exemplaren, davon 17.201 ePaper.

Mit unserem Cover-Check-Tool können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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Alle Kommentare

  1. Gelungene Titelzeilen erfordern Talent und Esprit. Die „Focus”-Podologen wissen seit über 20 Jahren: cheese sells. Ist schließlich ihr Kerngeschäft.

  2. Der Spiegel muss sich eben konsequenter an sich selbst annähern ! Das Titelthema ( Geld ! Toll ! ) ist schon ok, aber die Titelgestaltung mit dem böse dreinschauenden Adler war natürlich Mist, da für die verbleibende Kernleserschaft auch intellektuell zu schwer mit dem Thema in Verbindung zu bringen ( Vogel ? Steuern ? WTF ? ). Es hätte sich eher ein Bild mit einer nackten Frau empfohlen. Überschrift : Wie der Staat uns auszieht. Versteht sofort jeder. Und mehr Spaß macht´s der Restleserschaft sicher auch. Auch wenn gerade die´s nie zugeben würden.

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