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Vegane Metzger, blutige Beile und Geheimnisse aus Hefners Playboy-Mansion: Bauer startet Maennersache.de

Männersachen-Macher: Jenny Yohannes und Markus Hüssmann
Männersachen-Macher: Jenny Yohannes und Markus Hüssmann

Was für Medien will der moderne Mann? Die aktuellen Antworten zweier Verlage könnten unterschiedlicher kaum sein. Gute eine Woche nach dem neuen Zeit Magazin Mann startet Bauer am heutigen Montag sein frisches Web-Portal Maennersache.de. Der maskuline Neuling hat sich deutlich von US-Angeboten wie Buzzfeed inspirieren lassen und will "unkonventionell, direkt und immer authentisch" sein.

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Der Start in die Welt von Männersache ist jedoch etwas holprig, was nicht nur dem Angebot, sondern auch den Tücken der deutschen Sprache geschuldet ist. Die Web-Adresse mit einem “ä” in Männersache funktioniert nicht. Interessierte Leser müssen auf die “ae”-Variante, also Maennersache.de ausweichen.

Ist die Hürde überwunden, grüßte erst einmal ein Beil, Blut und viel schwarz. Denn die Grundfarbe der Seite ist nicht wie den meisten Nachrichtenangeboten ein helles weiß, sondern eben ein dunkles schwarz. Das Blut gehört zum aktuellen Aufmacher “Jetzt gibt es vegetarische Metzger für Soja-Jünger”. Weitere Themen aus der Top-Story-Rotation: “Die zehn meistgesuchten US-Verbrecher der Geschichte”, “10 geheime Regeln der Playboy-Mansion” und “Zwei Tassen von diesem Espresso können tödlich sein”.

Die Themen-Auswahl zeigt. Die Macher schielen wohl eher auf viel Traffic aus den sozialen Netzwerken und weniger auf Direktbesuche der Seite. Damit folgen sie einer Strategie, die bereits von Buzzfeed oder auch Heftig sehr erfolgreich beschritten wird. Beim Klick in die Playboy-Story zeigen sich noch mehr Ähnlichkeiten mit den US-Buzz-Experten. Die Geschichte besteht aus sehr kurzen Text-Happen, die jeweils mit mehr oder weniger passenden Instagram-Postings bebildert wird.

Wie wichtig offenbar das Social-Web für die Macher ist, zeigt sich auch beim Blick auf die Facebookseite der Hamburger. Denn obwohl Männersache.de gerade erst on Air gegangen ist, verzeichnet der FB-Auftritt über 106.000 Fans. Einige Postings knacken dabei auch schon die Marke von 1.000 Likes. Das Heißt: Nicht wenigen scheinen die Inhalte zu gefallen.

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Auch beim Vermarktungskonzept orientiert sich das neue Bauer-Angebot an den US-Vorbildern und plant, überwiegend auf Native Advertising setzen.

Bauer betritt mit dem Angebot publizistisches Neuland. Erstmals wenden sich die Hamburger mit einem General-Interest-Portal an eine männliche Zielgruppe zwischen 18 und 35 Jahren: “Bei unseren starken Frauenmarken beweisen wir bereits unsere Expertise in der Ansprache von Zielgruppen auf Augenhöhe”, erklärt Markus Hüssmann, Managing Director Bauer Xcel Media Deutschland. “Mit dieser Kompetenz erschließen wir jetzt auch die Männersache-Zielgruppen. Unser Ziel ist es, das General Interest Männerportal Nummer 1 zu werden.”

Der Stil der neue Seite soll “unkonventionell, direkt und immer authentisch” sein, wie es in der Verlagsmitteilung heißt: “Keine schweren Themen, keine großen Dramen, sondern schneller Content, der Spaß macht und den Man(n) am liebsten direkt seinem Kumpel zeigen möchte”, sagt Jenny Yohannes, Digital Business Director Men & Special Interest.

Mit diesem Konzept betritt Yohannes Neuland in der deutschen Medienlandschaft. Es wird spannend zu beobachten, ob das Kalkül der Business-Direktorin aufgeht und sich der deutsche Mann und sein Kumpel für diese Form des Journalismus interessiert.

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