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Entlassung der Donna-Redaktion: DJV kritisiert Verleger Hubert Burda

DJV-Sprecher Hendrik Zörner (r.) fragt sich, wie die Entlassungen in der der Donna-Redaktion zur Außendarstellung des Verlegers Hubert Burda passen

Der Deutsche Journalistenverband kritisiert die Auslagerung von Burdas Donna-Redaktion an einen externen Dienstleister sowie die damit verbundenen Kündigung der Belegschaft und nimmt dabei vor allem Hubert Burda selbst in die Verantwortung. Der Verband fragt, wie das Outsourcing mit einem Manager zusammenpasse, der sich gerne als „Verlegerpräsident, Mäzen“ und „Wohltäter“ präsentiere.

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Um diesen Widerspruch deutlich zu machen, zitiert der DJV von der Homepage des Verbandes Deutscher Zeitungsverleger, dem Burda als Präsident vorsitzt. Dort werden vor allem die Engagements Burdas hervorgehoben, unter anderem sein Einsatz für den Schutz der Presse- und Werbefreiheit sowie soziale Tätigkeiten.

„Bei festlichen Anlässen steht Burda gern in der ersten Reihe. Und warme Worte über sein Mäzenatentum oder sein Engagement in der Region Offenburg, wo sein Konzern zu Hause ist, hört er auch gern. Warum auch nicht? Wer Gutes tut, darf darüber reden und reden lassen“, kommentiert DJV-Sprecher Hendrik Zörner. Die Kündigungen der gesamten Donna-Redaktion stimmten damit allerdings nicht überein. „Wie passt das zu den Zielen des Verbandes, an dessen Spitze Burda steht? Der VDZ ist immerhin Tarifpartner des DJV. Ob die Hommage auf den Präsidenten mal aktualisiert werden könnte?“

Der Schritt, die Redaktion von Burdas Frauenmagazin an einen Dienstleister auszulagern und die Donna-Redaktion zu entlassen, wurde am Donnerstag bekannt. Wie MEEDIA berichtete, sind 14 Mitarbeiter betroffen, die noch in diesem Monat ihre Kündigung erhalten sollen. Eine Weiterbeschäftigung bei anderen Objekten werde allerdings geprüft, heißt es.

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