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Rückrufaktion, Software-Update gegen Explosionsgefahr: die Fakten zum Akku-Gate von Samsungs Galaxy Note 7

Samsungs Galaxy Note 7 ist zum Krisengerät geworden
Samsungs Galaxy Note 7 ist zum Krisengerät geworden

Verkaufsstopp, Rückrufaktion, Warnung vor dem eigenen Produkt: Defekte Akkuzellen, die zu Überhitzung und sogar Brand- und Explosionsgefahr neigen, machen das neue Galaxy Note 7 für Elektronikhersteller Samsung zum Desaster. Statt Milliardenumsatz entsteht dem südkoreanischen Konzern voraussichtlich ein ebenso großer Schaden. MEEDIA erklärt, wie Samsung reagiert und was Nutzer nun machen können.

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Brand- oder Explosionsrisiko: Wie gefährlich ist das Galaxy Note 7?

Brandgefährlich: Vor allem in den USA und im Heimatmarkt Südkorea, wo das Gerät bereits vor Wochen ausgeliefert worden ist, kommt es immer wieder zu Berichten über brennende Geräte. Nach Angaben des kanadischen Verbraucherschutzes sind allein in den USA 70 Fälle gemeldet worden, in denen das Galaxy stark überhitzte. Insgesamt sind mittlerweile mehr als 100 Fälle bekannt. Ob es in allen Fällen auch in Flammen aufging, ist nicht geklärt. Einem Bericht der New York Post zufolge habe sich ein Sechsjähriger bei der Nutzung des Smartphones sogar Brandverletzungen an den Händen zugezogen. Anders als zu Beginn von Samsung berichtet, treten die Probleme nicht mehr nur beim Aufladen des Akkus auf, sondern auch während der Nutzung. Deshalb hat der Hersteller bereits dazu aufgerufen, das Gerät herunterzufahren und schnellstmöglich auszutauschen.

Wie viele Geräte sind in Deutschland im Umlauf?
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In Deutschland sind bislang keine Brandfälle bekannt geworden. Erste Geräte wurden Ende August ausgeliefert. Eine genaue Zahl ist nicht bekannt, allerdings dürften es nicht viele Handys sein, da die Auslieferung kurz vor dem offiziellen Verkaufsstart gestoppt wurde. Wie eine Unternehmenssprecherin erklärte, sollen die in Umlauf befindlichen Geräte ebenfalls ausgetauscht werden. Über den Umfang des weltweiten Rückrufs ist nichts bekannt. Angeblich wurden über verschiedene Länder hinweg unterschiedliche Akku-Typen verbaut.

Wie geht Samsung mit dem Akku-Gate um?

Die Probleme mit dem neuen Flaggschiff-Handy kann Samsung nicht mehr kleinreden. Mittlerweile hat der Konzern eine weltweite Rückrufaktion gestartet, die insgesamt mehr als eine Milliarde Euro kosten könnte. Doch diese läuft nur schleppend: In Deutschland soll es nach Unternehmensangaben erst ab dem 19. September Austauschgeräte geben, in anderen Ländern wollen Nutzer offenbar gar nicht umtauschen. In Südkorea hat der Konzern nun in Zeitungs-Anzeigen ein Software-Update angekündigt. Mit diesem soll die Akkuleistung reduziert werden, um so das Risiko zu mildern. Dieser Schritt werde auch für andere Länder geprüft. Darüber hinaus sollen Nutzer mithilfe eines IMEI-Checks feststellen können, ob ihr Gerät gefährdet ist. Trotz dieser Maßnahmen empfiehlt der Hersteller aber, das Rückruf-Programm in Anspruch zu nehmen.

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