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„Die Höhle der Löwen“ bei Vox: Pitch besser perfect, wenn der Jochen schweizert

Jochen Schweizer (r.) war on fire! Und wurde von "Die Höhle der Löwen"-Kollege Frank Thelen mit einem High-Five belohnt.

Sein Ding sind Erlebnisse. In der dritten Folge von „Die Höhle der Löwen“ bei Vox wurde der freundliche Stunt-Onkel selbst zu einem: Jochen Schweizer hat die richtigen (fiesen) Fragen gestellt, halbgare Geschäftsideen mit schierer Unaufgeregtheit gestraft und Kollege Frank Thelen sogar einen dicken Fisch abgejagt. Kurz: Der Jochen war on fire. Und hat mächtig geschweizert.

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Wenn Thomas Müller Bälle ins Tor stochert, dann müllert er. Wenn Jochen Schweizer beim Startup-Stochern mit einem stattlichen High-Five von Frank Thelen belohnt wird, dann hat der Löwe wirklich löwenswert geschweizert. So geschehen in der dritten Folge von „Die Höhle der Löwen“ bei Vox, wo der Manager in Mönch-Joppe mächtig auf den Busch geklopft und für großartige TV-Unterhaltung gesorgt hat.

Denn pitchen um des Pitches Willen? Ist beim Erlebnis-Ermöglicher nicht drin. Schon gar nicht, wenn die Zahlen nicht stimmen: Als ihm der erste Deal unterbreitet wird – zwei Jungunternehmer mit einem Online-Reishandel, die für schlappe 450.000 Euro ganze fünf Prozent ihres Handels abtreten würden (ein Brüller unter den Löwen) – lässt sich Schweizer das groooßzügige Angebot erst einmal mit Zahlen malen. „Ich bin kein guter Buchhalter, um ehrlich zu sein“, räumt der Rechenschieber der Firma ein. „Das habe ich schon gemerkt“, schießt Schweizer zurück. „Das ist echt ein Jammer mit Ihnen!“ Weder die Website wurde präsentiert, noch schicke Zahlen – das holt den Schweizer nicht ab. Die Löwen folgen dem Rudelführer und steigen kollektiv aus. Nicht das einzige Mal.

Auch beim zweiten hauchdünnen Konzeptchen lässt sich Schweizer nicht beeindrucken, schöne Pitch-Präsi hin oder her. Als eine Unternehmerin ihre vegane Naturkosmetik vor versammelter Mannschaft schnabuliert, weil: ist ja natürlich, zeigt sich der Gründer unbeeindruckt. „Ganz ehrlich, Hundekacke ist auch natürlich. Würde ich auch nicht probieren wollen.“ Für den Kalauer gibt’s erst einmal einen stabilen High-Five von Sitznachbar Frank Thelen. Bäm! Geschweizert!, hallt es noch die ganze Sendung nach.

Ein Ritterschlag, den Thelen wohl bereut haben dürfte. Denn kurz darauf jagt ihm Schweizer das „Next Big Ding“ ab, das Vox bereits in der Folgen-Vorschau am Fließband angeteasert hat: ein Handtuch. Natürlich mit allerlei Features. Aber um es kurz zu machen: Nach einem entwaffnenden Plädoyer von Schweizer (Stichwort: „Ich will Erlebnisse verschenken“) gleitet Thelen der Löwen-Biss aus dem Gesicht – und der Jochen hat mit Dümmel gemeinsam geschweizert. Momente, die man bei „Die Höhle der Löwen“ noch viel öfter sehen möchte.

Gekrönt wird die wahrlich unterhaltsame Gründer-Gala des Jochen Schweizer nicht nur mit hervorragenden Quoten. Vor allem der letzte Pitch-Versuch dürfte einen Haken im Gedächtnis schlagen. Das Produkt: Ein Spielteppich, der mit einer App für interaktiven Spielspaß sorgen soll. Ganz geil? Nicht für Schweizer: „Bei mir hat es einfach nicht geklickt. Solange ich atme und atmen kann, werde ich dafür eintreten, dass sich Menschen für reale Erlebnisse begeistern.“ Auf das glühende Statement folgt ein Satz, den kein Fußballer besser formulieren könnte: „Früher hieß mein soziales Netzwerk: draußen.“

Bäm, geschweizert.

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