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Für 8,5 Milliarden US-Dollar: Liberty Media steht vor Formel-1-Übernahme

Der Machtkampf um die Formel 1 scheint entschieden: Bernie Ecclestone (l.) wurde auf Betreiben von Medienunternehmer John Malone abgesetzt
Der Machtkampf um die Formel 1 scheint entschieden: Bernie Ecclestone (l.) wurde auf Betreiben von Medienunternehmer John Malone abgesetzt

Die Formel 1 könnte bald einen neuen Hauptaktionär bekommen: Einem Bericht von auto motor sport zufolge soll sich der Medienunternehmer John Malone für den Rennzirkus interessieren. Investieren könnte er über seinen Konzern Liberty Media. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone soll die Verhandlungen bestätigt haben. Für mindestens 35,1 Prozent der Anteile könnte Liberty 8,5 Milliarden US-Dollar zahlen.

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So viel Prozent an der Formel 1 hält derzeit CVC Capitals. Laut dem Bericht von auto motor sport könnten aber auch weitere Anteile den Besitzer wechseln. An der Formel 1 ebenfalls beteiligt sind Waddel & Reed mit 20,9 Prozent sowie Bernie Ecclestone mit 5,3 und sein Bambino Trust (8,5 Prozent). Stimmberechtigt ist allerdings nur der Hauptaktionär CVC. Ein erster Teil des Deals könnte bereits am heutigen Dienstag über die Bühne gehen. 

Welche Rolle Ecclestone, der die Formel 1 seit den 70er Jahren kommerzialisiert und aufgebaut hat, zukünftig spielen wird, ist noch nicht geklärt. Er selbst habe sich zu Gerüchten nicht äußern wollen. Möglich ist, dass Malone die Geschäftsführung austauscht, um das Geschäft umzukrempeln. Wie es weiter heißt, soll die Vermarktung der Formel 1 eine größere Rolle spielen. So sollen die Bewegtbildrechte für Übertragungen mehr Geld einbringen. Was das für die Preise bedeutet, ist noch nicht abzusehen. Im deutschen Fernsehen wird die Formel 1 seit Jahren vom Privatsender RTL  übertragen. Aufgrund einer rückläufigen TV-Quotenentwicklung wurde die Sendezeit der Formel 1 zuletzt aber zurückgefahren, auch wollte RTL weniger für die Rechte ausgeben. Den Rennsport ebenfalls im Programm hat der Bezahlsender Sky. Er soll an exklusiven Rechten interessiert sein.

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Alle Kommentare

  1. 4k-360-Kameras wurden auf der IFA wohl für nur hundert Euro vorgestellt.

    Wenn Crashkids oder kleine Rennen realtime in 4k-360 mit Kamera-Drohnen und Kamera-Helmen usw. von Klein-Rennen am Wochen-Ende berichten können, werden diese Luxus-Rennen vielleicht immer weniger wichtig und relevant.
    Bezahlt man nicht 20 oder 30 Euro um einmal den Nürburgring fahren zu können ? Gibts schon einen Youtube-Video-Kanal dafür und natürlich Leih-Kameras und natürlich best-of-Heatmaps wo man die besten Szenen (Überholen ist beliebt) gezielt anklicken kann und den Rest skipped oder Schnellvorlauf/Zeitraffer ? Ich würds ja machen aber die Rechtskosten machen es uninteressant. Also warten wir auf die Amerikanisierung von Formel-1 (immer nur noch im Kreis fahren aus Kostengründen) oder allen anderen Sport-Arten… und US-Startups welche dann aufgekauft und kaum noch weiterentwickelt (wie schon nach dem Aufkauf Whatsapp, ICQ, Skype, Paypal, NEST, Oculus, ARA, Google Glass…) werden weil Milliarden-Konzerne im Rücken die meisten kleinen schnellen Unternehmen anscheinend plötzlich mehr an Boni und weniger an Kunden-Disruption denken lassen. Das freie Zalando hingegen macht Profite. FinTech(Geld/Banking)-Startups hingegen kriegen Zillionen, weil anscheinend kaum wer PayPal zutraut, das – oft genug verhasste – Online-Banking endlich (wie damals die Nokia-Handies durch Smartphones oder 2006 ! also erst vor 10 Jahren die Röhren-TVs durch Flachbildschirme) abzulösen.

    Das übernahmen für den kleinen Kunden oft nicht vorteilhaft sind sagte schon Branson:
    https://meedia.de/2016/04/05/uebernahme-von-virgin-america-alaska-air-entreisst-medien-mogul-richard-branson-teil-des-lebenswerks/ (” Kundensicht ” suchen).
    Schön wie eine Fusions-Kontrolle (mit guten Pensionen und vermutlich Privatversichert) den Nutzen fürs kleine Volk oft nicht vermehrt.
    Im Gegensatz zu vielen von der Leistungs-Presse hat die EU-Komission sich aber erinnert, das Whatsapp die Telefon-Nummern nicht an Facebook geben wollte.

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