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Penetrante Saft-Säcke: Warum die Samenstau-Kampagne von True Fruits mittlerweile nur noch nervt

True Fruits-Gründer und Marketing-Chef Nicolas Lecloux
True Fruits-Gründer und Marketing-Chef Nicolas Lecloux

Provokante Werbung erzeugt Aufmerksamkeit und ist oftmals durchaus auch unterhaltsam. Allein unter diesem Gesichtspunkt funktionierte die Idee mit den Samenstau-Slogans von True Fruits durchaus. Das Problem: Die Kampagnen-Macher wollen einfach nicht aufhören, obwohl der Höhepunkt längst passé ist. Spätestens mit ihrem Antwort-Video auf einen Brief des Werberates nerven die Saftpresser nur noch.

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Via Facebook wendet sich der True-Fruits-Mitgründer und -Marketingchef Nicolas Lecloux diesmal an die Fans der Marke und arbeitet sich an einem Schreiben des Werberates ab. Es ist leider alles andere als lustig zuzusehen, wie Lecloux sich größte Mühe gibt, auch wirklich kein Wortspiel – wie schlecht es auch immer ist – auszulassen. Es geht schon mit dem Versprecher „Sehr geehrte Samen und Herren” los.

Mit der Grundidee haben die Bonner tatsächlich auf lustig-provokante Weise viel Aufmerksamkeit erzeugt. Auch wenn Slogans wie „Bei Samenstau schütteln“ oder Oralverzehr: Schneller kommst Du nicht zum Samengenuss“ von Anfang an darum bettelten, kontrovers diskutiert zu werden.

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Nach dem Plakat-Verbot der Stadt-München und noch immer ganz fluffigen Reaktion von True Fruits hätte man es aber dann doch damit bewenden lassen sollen.

Die ganzen Samen-Wortspiele sind wirklich kein Genuss mehr. Beispiel aus dem „Samen-Verhör“ der Bildzeitung mit Lecloux. Frage: „Warum sind Sie zu spät zum Interview gekommen, standen Sie im Samenstau?“
Antwort: „Nein, ich hatte bloß zäh fließenden Verkehr.“

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Alle Kommentare

  1. Das ist alles mittlerweile nur noch peinlich.
    Allerdings ist die Wahl von Facebook als Plattform zur Verbreitung des Videos gut gewählt. Versammeln sich doch dort die alten Stammtisch-Leute um diesen billigen Schenkelklopfer zu feiern.

    1. Ja, das eben nicht. darum geht es doch bei der ganzen Diskussion.
      Wer will, kann das ja mit seinen Leuten abfeiern, aber der Rest der Welt braucht das nicht an den Wänden kleben zu sehen.

  2. Das ist nur lustig, solange es mit Männern, den genitalisierten B–Menschen gemacht wird.
    Der Werberat ist ja auch mehr oder weniger eine nur für Frauen agierende Institution,die mit zweierlei Maß misst.
    Sehr aufschlussreich und entlarvend ist auch die Tatsache, das der hier auch bei Xing gleichzeitig aufgeführte Artikel über den deutschen Presserat nur den Sexismus in Bezug auf Frauen thematisiert.
    Würde nur ein Tag lang das, was mit Männern und ihrem Geschlecht veranstaltet wird mit dem Geschlecht der Frauen passieren ( zum Spaß zwischen die Beine treten , der Kinofilm “Voll auf die Nüsse” ist ab 6 Jahre !, Pornosprache für ihre Genitalien etc. etc.),wäre die Hölle los.
    Doch hört bei Frauen der Spaß unter Gürtellinie wegen ihrer Würde definitiv auf,
    während er bei den Männern erst richtig anfängt.
    Das ist unser ganz normaler medialer und institutionalisierter Doppelstandard, unfreiwillig dokumentiert hier auf einer einzigen Seite.

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