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Zehn Jahre Männer-TV: kernige Bilanz zum DMAX-Geburtstag

Am 1. September 2006 ging DMAX an den Start – wie schlägt sich der Sender zehn Jahre später?

Als der Männer-Kanal DMAX am 1. September 2006 den Sendebetrieb aufnahm, war man fast geneigt zu sagen: Der Flop ist programmiert. Als ersten Free-TV-Kanal von Discovery Communications einen reinen Männer-Sender ins Leben zu rufen, war mutig. Doch das Programm ausschließlich mit Non-Fiction-Formaten zu füllen – das war mindestens wagemutig. Nun feiert DMAX zehnten Geburtstag. Eine Bilanz.

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Keine Serien. Keine Spielfilme. Aber Dokumentationen, Reportagen, hier und da ein Lifestyle-Magazin – rund um Themen wie Abenteuer, Motor und Wissen. „Die Idee, einen Sender für die männliche Zielgruppe an den Start zu bringen, dessen Programm sich zu 100 Prozent aus Non-Fiction-Content zusammensetzt, war nicht frei von Risiken.“, räumt auch Susanne Aigner-Drews ein, Geschäftsführerin Discovery Networks Deutschland. Doch: „Heute können wir mit gutem Recht konstatieren, alles richtig gemacht zu haben.“ Und die Zahlen geben ihr Recht.

Seit dem Sendebeginn am 1. September 2006 hat der erste Free-TV-Kanal von Discovery Communications seinen Marktanteil glatt verdoppelt – von insgesamt 0,5 auf 1,1 Prozent Marktanteil (MA) im Gesamtpublikum. In der jungen Zielgruppe knackt der Männer-Sender sogar regelmäßig die 2,0-Prozent-Marke. Für einen Spartenkanal mit derart zugespitzter Zielgruppe zweifellos als Erfolg zu verbuchen. Immerhin liegt DMAX damit komfortabel zwischen den Spartensendern ProSieben Maxx (0,6 Prozent MA im Gesamtpublikum) und RTLs Männerkanal RTLnitro (1,4 Prozent) – wobei dieser auch mit Spielfilmen auffährt. Stellt sich nur die Frage: Wie hat sich DMAX in der Männer-Nische etabliert? Der Sender hat seine vermeintlich größte Schwäche zu einer Tugend gemacht. Der Kanal will wirklich für Kerle sein – und richtet seine Marke auch demonstrativ danach aus.

So prescht der Sender mit Sitz im München immer wieder mit vollem Anlauf in die Männerwelt vor. Etwa mit einem hauseigenen Magazin im Mai 2013 mit Titelthemen wie „Die Mafia als Geschäftsmodell“, „Der Motor in Perfektion“ und „Die Könige der Custom Bikes“. Oder mit dem DMAX-Shop, auf den sich wohl jeder „echte Kerl“ einigen kann – wo sonst lässt sich schon echter Moonshine (schwarz gebrannter Schnaps) aus den USA oder eine Machete finden? Die Community dankt: Auf Facebook hat DMAX mittlerweile 1,5 Millionen Likes – bei Sender-Riese RTL sind es eine halbe Million weniger (insgesamt ca. 980.000 Follower). Kein Wunder, dass DMAX seinen zehnten Geburtstag unter dem Hashtag #dankemann feiert.

Aber natürlich nicht zu vergessen: Mutterkonzern Discovery gibt jedes Jahr rund eine Milliarde Euro für neue Programme aus – und davon fällt selbstverständlich auch etwas für DMAX ab. Das kann man natürlich auch sehen: Nicht zuletzt haben Eigenproduktionen mit Kult-Charakter wie „Die Ludolfs – 4 Brüder auf’m Schrottplatz“ (von 2006 bis 2010) oder die US-Produktionen „American Chopper“ und Survival-Experte „Bear Grylls“ für die offenbar treue Männerschar gesorgt. Und mit diesen „alten Helden“ will DMAX nun auch in die nächste Dekade starten.

Heute, also pünktlich zum zehnten Geburtstag, startet DMAX eine viertägige Geburtstags-Sonderprogrammierung. Dabei lässt der Sender noch einmal alle aktuellen und vergangenen Helden der letzten Jahre hochleben – und präsentiert dem Zuschauer eine Auswahl der erfolgreichsten Formate. Darunter die „Auction Hunters – Zwei Asse machen Kasse“, „Die Schatzsucher – Goldrausch in Alaska“ oder eben „Die Ludolfs“ und „American Chopper“. Zudem stehen täglich zur Primetime Erstausstrahlungen der neuesten Programmhighlights an. So werden heute zur Feier des Tages die beiden finalen Folgen von „Mythbusters – Die Wissensjäger“ präsentiert, während an den drei folgenden Tagen im Rahmen der „10 Jahre DMAX: Sneak Previews“ jeweils die ersten Folgen von komplett neuen Formaten zu sehen sein werden, die regulär erst im späteren Verlauf des Jahres geplant sind. Neben internationalen Non-Fiction-Formaten sollen auch erste Einblicke in neue deutsche Eigenproduktionen gewährt werden.

Auf Anfrage von MEEDIA wollte uns der Sender noch keine konkreten Titel oder Namen nennen – hat aber zumindest etwas zu den neuen Formaten verraten: So sollen am 2. September zwei neue deutsche Eigenproduktionen zu sehen sein. Im ersten neuen Format (um 20.15 Uhr) gehe es um die Suche nach wahren Traumautos, während um 21.15 Uhr eine „Legende des Extrem-Rennsports“ Geschwindigkeitsrekorde brechen soll. Am 3. September treten zur Primetime „ehemalige NASA-Ingenieure, Computer- und Mechanik-Freaks“ zum Duell an – mit dem einzigen Ziel, den Gegner in seine Einzelteile zu zerlegen. Um 21.15 Uhr soll eine „absolute DMAX-Ikone“ zurückkehren, am 4. September werden zwei neue Shows vorgestellt – eine begleite mutige Männer auf der Jagd nach „ganz besonderen Bodenschätzen“, andere versuchen ihr Glück auf der Jagd nach „flüssigem Gold“. Klingt ganz danach, als könnte Man(n) sich darauf freuen.

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