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Wieder im Tagesgeschäft: Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer beendet Auszeit

Extrablatt vom Nachrichtenmagazin Nummer eins zur Bundestagswahl: Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer
Extrablatt vom Nachrichtenmagazin Nummer eins zur Bundestagswahl: Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer

Überraschend hatte sich Klaus Brinkbäumer Anfang April aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Der Grund: Der Spiegel-Chefredakteur wollte sich Zeit nehmen, um die Ergebnisse der "Innovations-Teams" zu bewerten. Seit August ist Brinkbäumer nun wieder an Bord und leitet die Heftproduktion. Offen ist bislang, ob wichtige Projekte wie die Webzeitung „Daily“ und der Ausbau des englischsprachiges Spiegel-Angebots nach eingehender Prüfung durch den Chefredakteur auch umgesetzt werden.

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Seit Längerem stehen im Spiegel-Verlag wichtige Themen auf der Agenda, um das Unternehmen wirtschaftlich wieder auf Kurs zu bringen. Dazu gehören etwa der Ausbau von Spiegel International, einem englischsprachigen, kostenpflichtigen Angebot oder der mobilen Tageszeitung Daily. Fieberhaft hatten sich daher diverse Teams daran gemacht, hierfür wirtschaftlich tragfähige Modelle auf die Beine zu stellen. Denn Produktinnovationen benötigt das Traditionsunternehmen dringend: Sie sollen endlich helfen, die Erlössituation des Medienhauses an der Ericusspitze zu verbessern. Ein schwaches Vermarktungsgeschäft sowie rückläufige Auflagen des Printobjektes drücken seit Jahren kräftig auf Umsatz und Gewinn. 2016 bekamen dies die stillen Gesellschafter empfindlich in ihrem eigenem Geldbeutel zu spüren. Erstmals erhielten sie für 2015 eine äußerst magere Einheitsausschüttung von rund 900 Euro brutto.

Anfang April hatte sich deshalb Brinkbäumer aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen, um die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zu bewerten und gegebenenfalls umzusetzen. Jetzt ist dieser Prozess abgeschlossen. „Klaus Brinkbäumer macht bereits seit vier Wochen wieder Heftproduktionen, beispielsweise die aktuelle Ausgabe ‘Lasst die Kinder frei'”, erklärt ein Spiegel-Sprecher auf Anfrage von MEEDIA.

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Damit dürfte nun demnächst feststehen, welche Projekte die Geschäftsleitung unter Führung von Verlagschef Thomas Hass umsetzen wird. Große Hoffnung setzt das Unternehmen vor allem auf „Daily“. Spiegel-Reporter Cordt Schnibben arbeitet bereits seit mehreren Jahren an der virtuellen Tageszeitung, die von montags bis freitags – jeweils zum Feierabend – die wichtigsten Nachrichten des Tages bringen soll. Zwar hat der Spiegel-Verlag das Web-Produkt aktuell getestet. Doch bislang soll die Geschäftsführung noch nicht entschieden haben, ob das wichtige Vorhaben umgesetzt wird, heißt es.

Ganz raus aus dem Tagesgeschäft war Brinkbäumer in den vergangenen Monaten allerdings nie. So soll der oberste Spiegel-Journalist weiterhin an Konferenzen teilgenommen und den Titel des Printprodukts final entschieden haben, heißt es aus dem Verlag. Das Blattmachen hingegen überließ er weitgehend seinen Stellvertretern Susanne Beyer und Dirk Kurbjuweit, die sich während seiner Auszeit alle zwei Wochen abwechselten.

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Alle Kommentare

  1. Das ist ja nun wirklich mal eine gute und weltbewegende neue Nachricht, das mit der Auszeit. Wie, was, wo ist doch völlig uninteressant, Hauptsache das Ergebnis stimmt und das Produkt ist ehrlich, neutral und informativ. Diese Info wäre allenfalls als interne Mitteilung nützlich, was aber interessiert es den Leser, wie schwer es die Verantwortlichen haben und was sie zu tun gedenken. Das gehört aus meinem Selbstverständnis heraus zum Geschäft und wie bereits erwähnt, entscheidend ist was hinten herauskommt.

    1. Lieber Achim,

      wenn Sie nur interessiert, was hinten rauskommt, dann kaufen Sie doch das, was hinten rauskommt, oder kaufen Sie’s nicht.

      Und verirren Sie sich doch bitte nicht mehr auf eine Medien-Fachseite. Und nerven Sie nicht aus Ihrem Selbstverständnis heraus Medien-Fachinteressierte. Bei Fatzbuck kann man so herrlich sabbeln …

      OK?

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