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Nach Gong-Artikel: Rückschlag für Manfred Krug im Streit um angeblichen Stasi-Deal

Manfred Krug
Manfred Krug

Der Schauspieler Manfred Krug, 79, muss im Streit um die Umstände seiner Ausreise aus der DDR im Jahr 1977 einen Rückschlag hinnehmen. Das Bundesverfassungsgericht hob ein Urteil des Berliner Kammergerichts auf, das Krug ("Liebling Kreuzberg") wegen einer Artikelserie in der TV-Zeitschrift Gong 20.000 Euro Entschädigung zugesprochen hatte.

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Der Beschluss wurde am Dienstag veröffentlicht. Krug wollte sich nach Angaben seiner Agentur nicht zu der Entscheidung äußern. In der Zeitschrift Gong waren 2011 unter dem Titel “Geliebter Feind, gehasster Bruder” fünf Geschichten über Krug und dessen in Westdeutschland aufgewachsenen Bruder Roger erschienen. Darin behauptet der Bruder, vor Manfred Krugs Ausreise in den Westen habe es eine Vereinbarung mit dem Ministerium für Staatssicherheit gegeben. So habe Krug der Stasi sein Tagebuch mit brisanten Informationen über Freunde übergeben. Wörtlich spricht Roger Krug von einem Deal nach dem Motto “Tagebuch gegen Ausreise erster Klasse”.

Manfred Krug hatte laut Beschluss erklärt, vor der Übergabe Passagen geschwärzt zu haben. Das Kammergericht stufte die Äußerungen daher als unwahre Tatsachenbehauptung und damit als unzulässig ein. Für die Karlsruher Richter ist diese Wertung verfassungsrechtlich nicht mehr tragbar. Dass der Bruder eine “subjektive Bewertung” vornehme und spekuliere, sei für die Leser klar erkennbar. Das Kammergericht muss die Äußerungen nun als Meinung einstufen und erneut entscheiden.

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