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Sommerwetter drückt Bundesliga-Eröffnungsspiel auf schwächste Zuschauerzahl seit sieben Jahren

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Fast 6 Mio. sahen den Auftakt der neuen Bundesliga-Saison im Ersten - keine schlechte Zahl. Vergleichen mit den Vorjahren war sie aber zum Teil deutlich schwächer. Weniger sahen am ersten Spieltag zuletzt 2009 zu - beim Match Wolfsburg-Stuttgart. Der Grund dürfte das Wetter gewesen sein, denn auch bei den anderen Sendern gab es keine herausragenden Zuschauerzahlen.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. Bundesliga-Auftakt bleibt unter den Vorjahren

5,98 Mio. sahen also das 6:0 des FC Bayern gegen Werder Bremen – ein Marktanteil von 24,5%. Zum Vergleich: Bayern München und den Hamburger SV sahen vor einem Jahr noch weit über 7 Mio. zu. Tatsächlich waren die 5,98 Mio. der schwächste Bundesliga-Auftaktwert seit 2009: Damals erreichten Sensations-Meister Wolfsburg und der VfB Stuttgart nur 5,44 Mio. Leute im Ersten. Und auch bei Sky lagen die Zahlen am Freitag weit unter dem Vorjahr. Statt der 680.000 FCB-HSV-Seher aus dem August 2015 waren bei FCB-Werder diesmal nur 450.000 Fans (1,9%) dabei. Der Hauptgrund für die rückläufigen Zahlen dürfte aber nicht die Unattraktivität des Spiels oder mangelnde Lust auf die Bundesliga gewesen sein, sondern das Hochsommer-Wetter, das viele Menschen an die freie Luft und nicht vor den Fernseher gelockt hat.

2. Das Erste punktet auch noch mit der DFB-Pokal-Auslosung, ZDF-Krimis Best of the Rest

Um es klar zu sagen: Die Bundesliga-Zahlen waren natürlich nicht schlecht. Über einen Marktanteil von 24,5% würden sich 99,9% aller anderen Prime-Time-Programme immer freuen. Und auch über die 20,1%, die ab 22.45 Uhr noch der “Sportschau-Club” geholt hat. Der Grund dafür, dass noch 3,65 Mio. Fußball-Fans zu später Stunde dran blieben, hieß DFB-Pokal-Auslosung. Stärkste Nicht-ARD-Programme waren am Freitag die beiden ZDF-Prime-Time-Krimis: 3,47 Mio. (14,8%) sahen um 20.15 Uhr “Die Chefin”, 2,97 Mio. (11,8%) danach die “Letzte Spur Berlin”.

3. Bundesliga auch bei 14.49 vorn, RTL hält sich erstaunlich stark mit “krassesten Videos”

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Bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte der Fußball 1,72 Mio. Fans und 21,2% – auch das waren deutlich weniger als in den Vorjahren. Der schärfste Konkurrent hieß hier nicht ZDF, sondern RTL. Mit den “100 krassesten Videos aus 100 Ländern” lockten die Kölner 1,20 Mio. junge Zuschauer an – ein sehr toller Marktanteil von 15,3%. Damit besiegte RTL seine Haupt-Konkurrenten deutlich: ProSieben kam mit “Hüter der Erinnerung – The Giver” nämlich nur auf 770.000 junge Zuschauer und 9,9%, Sat.1 mit “Knight and Day” auf ganze 460.000 und 5,8%.

4. Vox dreht nach 22 Uhr auf, RTL II versagt mit “Push”

Bei den drei Sendern der zweiten Privat-TV-Liga lief es am Abend für Vox am besten. Allerdings erst etwas später. Los ging der “Law & Order: SVU”-Marathon nämlich um 20.15 Uhr mit verhaltenen Zahlen von 360.000 14- bis 49-Jährigen und 4,9%. Um 21.10 Uhr gab es 5,4%, um 22.10 Uhr deutlich bessere 7,2% und um 23.05 Uhr richtig starke 9,8%. Bei kabel eins kam “The Mentalist” parallel dazu um 20.15 Uhr auf 5,1%, danach auf 4,7% und 5,9% und nach 23 Uhr ebenfalls auf tolle 8,5%. Zu den Verlierern gehörte um 20.15 Uhr RTL II: “Push” zog nur 230.000 14- bis 49-Jährige (2,8%) an. Mit “Kick-Ass” lief es später dann auch hier deutlich besser: 6,8%.

5. Kleinere Sender am stärksten vor 20.15 Uhr

Die Top-Programme abseits der großen acht Kanäle liefen diesmal vornehmlich vor Beginn der Prime Time: Die WDR-“Lokalzeit” sahen 1,18 Mio. (6,4%), “NDR regional” 990.000 (5,4%) und die 20-Uhr-“Tagesschau” bei WDR und NDR 980.000 (4,8%) bzw. 920.000 (4,5%). Um 201.5 Uhr lief es für zdf_neo und “Lewis” mit 740.000 und 3,1% super, ebenso für “Die Stars der Goldenen Henne” im mdr Fernsehen mit 720.000 und 3,0%. Um 22 Uhr drehte dann der NDR nochmal auf: Mit “Nonstop Comedy” lockte er 790.000 Zuschauer (3,4%).

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Der Bundesliga wird es ergene wie der Formel 1, sie wird langweilig und der geneigte Fernsehzuschauer schaut sich nach was anderem um.
    Wenn vor dem Start der Saison schon feststeht, wer Meister und Cupsieger wird, dann kann man nicht erwarten, das die Zuschauer gebannt vor dem Bildschirm sitzen.
    Ich habe vor dem Spiel gestern im Bekanntenkreis gefragt, wer guckt die Bundesligaeröffnung, alle sagten nö, zu langweilig.
    Die Tips lauteten zwischen 5:0 und 11:0 für Bayern.
    Ich hab mal reingeschaut und nach 12 Minuten abgeschaltet, da war alles klar.
    Die heutigen Sportkommentare lauteten alle Trainingsspiel für die Bayern hätte auch 10:0 ausgehen können.
    Ich wette, Ende November hat sich die Frage nach dem deutschen Meister erledigt, wenn die Bayern nach 10 Spielen 30 Punkte und 50:2 Tore haben und niemand soll jetzt kommen und sagen
    Das Spiel um die Plätze ist doch auch schön.
    Die Formel 1 läßt schön grüßen

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