Partner von:
Anzeige

Brüssel erwägt EU-weites Leistungsschutzrecht für Verlage

Europaeische-Union-2.jpg

Die EU-Kommission erwägt die Einführung eines europaweiten Leistungsschutzrechts für Verleger. "Das würde deren Rolle als Investoren in Inhalte stärken und ihnen eine bessere Verhandlungsposition gegenüber anderen Marktteilnehmern geben", sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Freitag.

Anzeige
Anzeige

Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung (Freitagsausgabe) mit Berufung auf ein internes EU-Kommissionspapier soll das neue Leistungsschutzrecht, anders als bisher in Deutschland, nicht nur für Suchmaschinenbetreiber wie Google, sondern für alle Unternehmen gelten, die Presseartikel im Internet nutzen.

Derzeit sind laut der EU-Kommission zudem Vorschläge für eine umfassende EU-Urheberrechtsreform in Arbeit. Sie sollen demnach in der zweiten Septemberhälfte präsentiert werden. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten entsprechenden Vorschlägen der EU-Kommission allerdings zustimmen.

Einen Urheberrechts-Aktionsplan hatte die Brüsseler Behörde bereits im Dezember 2015 vorgelegt. Allgemeines Ziel ist es demzufolge, sicherzustellen, dass Menschen in Europa Zugriff auf eine große Bandbreite an Online-Inhalten haben. Gleichzeitig sollen die Rechte etwa von Autoren gestärkt werden.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Google-News wird also in Europa abgeschaltet und man findet keine Berichte mehr über Politiker und Boni-Mis-Manager… Die Suche und Struktur/Nutzbarkeit von Google-News wird sowieso immer schlechter.

    Wir erinnern an Little Britain wo der Politiker mit seiner Familie am Tor steht und jede Woche etwas anderes erzählt…
    – Ich habe meinen Dr.Titel nicht gefälscht.
    – Ich habe meinen Dr.Titel auch nicht gefälscht.
    – Ich gebe mein Ehrenwort (30 Jahre später kam seine Korruption heraus)
    – Ich habe ein Gymnasial-Abitur und kein Fach-Abitur.
    – Der Flughafen wird pünktlich fertig.
    – Der neue Markt sichert die Renten (also die Pensionen und Abendsonnen von mir und meinen Partei-Kumpels).
    – Die Rente (also meine Pension) ist sicher.
    – DVB-T wird ein Gleichwellen-Netz um optimal bundesweit empfangbar zu sein.
    – Der kleine Arbeiter wird Spotify und Netflix per UMTS-Auktion auch auf seinem Handy haben können. (Er kann es sich nur nicht leisten während wir Lobby-Tabletts mit Lobby-Mobilfunk-LTE-Tarifen kriegen und für uns Lobbyisten-beste-Freunde im ICE das WiFi ausgebaut wird damit wir (im Gegensatz zum kleinen Bürger) Netflix und Spotify anstelle Arbeit am Tablett machen können)
    – Ein Studium rentiert sich immer (für die Konzerne wo man mit Diplom ein Jahrzehnt lang ein Praktikum nach dem anderen machen muss und die örtliche Mietmafia mästet)
    – Der Mindestlohn wird viele Firmen vernichten.
    – Wir sind allerbeste Freunde. (2 ehemalige und ein aktueller Kanzler-Kandidat einer bestimmten Partei)
    – Jeder Deutsche soll nur alle 2-3 Jahre in Flug-Urlaub fliegen (während ich munter Flugmeilen sammle).
    – Der Schürmann-Bau steht für die deutsche Bau-Qualität und die Qualität unserer Politik.
    – Klima-Wandel ist Unfug.

    Schade das AfD (oder Piraten oder die PARTEI von Sonneborn) nicht so eine Webseite hat damit man die Pensions-Höhen und Wahrheiten der Establishment-Politiker täglich immer klarer erkennen kann.

    Man kann dann in Foren vermutlich nicht mehr verlinken ohne Linksteuer bezahlen zu müssen. Links in Kommentaren werden also abgeschafft oder man kann nur noch privat bei Facebook kommentieren und verlinken.

    “Investoren in Inhalte”. Das sind ja wohl überwiegend die Agenturen und PR-Abteilungen der Firmen deren Meldungen ohne viel Eigenleistung und oft auch offensichtlich ohne viel mitzudenken copy-pasted werden und einen Volumen-Großteil des Contents ausmachen.

    “Allgemeines Ziel ist es demzufolge, sicherzustellen, dass Menschen in Europa Zugriff auf eine große Bandbreite an Online-Inhalten haben.”
    Darf ich Sky-UK (oder Sky-Malta um die EU-Kommission zu zitieren) hier im EU-Binnen-Markt abonnieren ?
    Kriegt man Amazon-Prime-Deutschland oder Netflix in Mallorca ?
    Kriege ich in Mallorca ntv, RTL, Pro7 als 7-Tage-Abruf ohne Länder-Sperr-Meldung auf meinem Tablett obwohl es dort auch per Satellit zu sehen ist ?
    Na also. Ländercodes und Content-Landes-Grenzen sind also “große Bandbreite” laut EU-Kommission… ?
    Da ist klar wieso die EU immer schlechter funktioniert, es vielen Bürgern immer schlechter geht und Protest die Wahl gewinnt.

    Es gab mal internationale Regeln oder Vereinbarungen, das man für News wie Wahlergebnisse keine Gebühren nimmt.
    Warum darf ein vom Volk bezahlter Politiker Bezahl-Medien exklusiv-Informationen geben anstatt das Transcript (z.b. nach 10 Tagen) KOSTENLOS WELTWEIT bei der digitalen Zentralbibliothek (und damit es bei einem Umsturz nicht gelöscht wird bei der US-Congress-Library) zu hinterlegen sein ? Gleiches für alle Aussagen von GmbH-Managern, DAX-Managern und natürlich allen Firmen welche mit Sparkassen-Krediten finanziert werden.

    Es gibt viel Wissen, welches automatisch KOSTENLOS frei zu sein hat.
    Die Eigenleistung des Journalismus wird eher nicht mehr und wir werden immer ärmer.

    Die Existenz der Künstler-Sozialkasse beweist täglich, wie gut und fair zillionen-Profite verkündende Content-Verwerter ihre Künstler und Urheber bezahlen…

  2. Das sogenannte Leistungsschutzrecht ist doch ein Eigentor der EU-Lobby, wie “Scheinminderjährigkeit”, “Glühbirnenverbot” u.a. Unsinn, der nur die Absicht hat unbescholtene Bürger zu kriminalisieren und abzukassieren.

    Ohne die – aus anderen Gründen sicher zu wenigen – durchs Internet neu geworbenen Abokunden, könnten doch viele Tageszeitungen längst einpacken., oder ?

    Davon abgesehen haben die Tageszeitungen SELBST ja 22 Jahre ihre Artikel kostenlos oder fast kostenlos angeboten. ( Gegen Duldung der Werbung )
    Übrigens bevor es Google überhaupt gab. Ich kann zwar verstehen, daß man da in Teilen die Schraube zurückdrehen will, aber das Leistungsschutzrecht greift in dieser Form viel zu weit. Es greift zu früh und zu umfassend, schränkt ja fast die Zitiermöglichkeiten ein.

    Mir scheint dies eine Art Jobmotor für Juristen zu sein, die Verleger werden dadurch weder Sympathien noch Abos gewinnen.
    Im Gegenteil, einige werden aus Verärgerung über diesen blinden Aktionismus und Lobbyismus ihr Abo kündigen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia