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Bushido macht den Billy? InTouch geht mit neuem Ikea-Katalog auf billigen Klickfang

Dunkle Haare, langer Bart – der Typ auf dem Ikea-Katalog könnte doch Bushido sein! Zumindest für das Boulevardblatt inTouch.
Dunkle Haare, langer Bart – der Typ auf dem Ikea-Katalog könnte doch Bushido sein! Zumindest für das Boulevardblatt inTouch.

"Ist ER das WIRKLICH?", fragt die InTouch in einem Beitrag bei Facebook. Die Redaktion konnte angeblich ihren Augen nicht trauen, als sie den neuen Ikea-Katalog gesehen hat: Dort will das Boulevardblatt der Bauer Media Group "Bad Boy Bushido" als Billy-Model entlarvt haben. Also, wie sich natürlich erst später herausstellt, nur auf den ersten Blick…

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Für das Boulevardblatt ist die Ähnlichkeit frappierend. “Der Mann auf dem Cover sieht auf den ersten Blick direkt aus wie Bushido”, schreibt die InTouch zu ihrem vermeintlichen Scoop. Die Anhaltspunkte: “Frisur und Bart passen ganz gut.” Dass im Rahmen ihrer investigativen Recherche die unglaubliche Entdeckung im Facebook-Beitrag nicht mit im Bild zu sehen ist, passt mindestens genauso gut.


Mit Clickbaiting – also dem Generieren von Klicks durch Cliffhanger – hat die Bauer Media Group, sagen wir, schon viel Erfahrung gesammelt. So verkündete der Online-Auftritt von TV Movie etwa die Krebserkrankung von Roger Willemsen mit einem Anreißer und die InTouch ging nach dem Tod einer Ex-“DSDS”-Kandidatin auch schon auf schamlosen Klickfang. Natürlich: In dieser (Unter-)Liga spielt das Rätselraten um Billy-Bushido nicht. In der Kommentarspalte wurde trotzdem nicht mit Kritik gespart:

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Doch offenbar scheint die InTouch auch einigen ihrer Leserinnen aus der Seele gesprochen zu haben:

Aber wie es sich für fundierten Journalismus gehört, löst das People-Magazin das Rätsel natürlich auf: “Bei genauerem Hinschauen erkennt man dann natürlich schon anhand der fehlenden Tattoos, dass es sich nicht um den Krawall-Rapper handelt.” Aber: “Trotzdem kriegen wir so vielleicht mal eine Idee, wie es aussieht, wenn Bushido, ganz ohne Gangster-Fassade, zu Hause am Frühstückstisch sitzt.” Vielleicht aber auch nicht.

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Alle Kommentare

  1. Egal wie, es darf durchaus attestiert werden: InTouch konnte Meedia zur Berichterstattung motivieren. Also aus Sicht des Marketings wohl alles richtig gemacht. In Bezug auf die beiden anderen Fälle ist die Methode ethisch aber höchst kritisch zu bewerten.

    1. Denke auch, dass Meedia hier nicht sonderlich geglänzt hat. Sehe ich das falsch, oder hat der Autor hier überlesen, dass der IT-Artikel selbst nicht sonderlich ernst gemeint ist? Da jetzt den Vergleich zu den anderen genannten Posts zu ziehen ist zudem doch sehr an den Haaren herbei gezogen. Dass Klatschportale wie InTouch reißerische Titelzeilen/Clickbaits haben ist ja nun auch so alt, wie das Genre selbst. Viel spannender ist doch, dass vermeintlich seriösere Portale wie Stern, Focus und auch Meedia selbst sich zunehmend der guten alten Boulevardtechniken bedienen.

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