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Fünf Jahre Apple-CEO Tim Cook: eine trügerische Erfolgsbilanz

Tim Cook (re): Auch nach fünf Jahren nicht aus dem Schatten von Apple-Gründer Steve Jobs getreten
Tim Cook (re): Auch nach fünf Jahren nicht aus dem Schatten von Apple-Gründer Steve Jobs getreten

Tatsächlich schon ein halbes Jahrzehnt führt Tim Cook die Amtsgeschäfte bei Apple als CEO. Obwohl Cook wirtschaftlich die Argumente auf seiner Seite hat, fällt die Bilanz seiner ersten fünf Jahre als Nachfolger von Steve Jobs verhalten aus: Der 56-Jährige hat Apples Erfolg lediglich verwaltet, es dabei aber verpasst, der einmaligen Erfolgsgeschichte des iKonzerns mit neuen Innovationen eigene Konturen zu geben. Die Quittung dürfte in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit folgen.

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Es war die eine Adhoc-Meldung, vor der sich Apple-Fans ein Jahrzehnt lang gefürchtet hatten: Was, wenn Steve Jobs einmal abtritt? Am 24. August 2011 formulierte der ikonisch verehrte Apple-Gründer seine Demission in einem offenen Brief.

“Ich habe immer gesagt, wenn jemals der Tag kommt, an dem ich meine Aufgaben und Erwartungen als CEO nicht länger erfüllen kann, werde ich der Erste sein, der Sie das wissen lässt. Leider ist dieser Tag gekommen”, erklärte Jobs seinen Rücktritt und übergab das Zepter an seinen langjährigen Kronprinzen Tim Cook, der zu dem Zeitpunkt bereits seit acht Monaten die Geschäfte interimsmäßig führte.

Stabübergabe von Jobs an Cook vor fünf Jahren

Jobs beendete seine triumphale 14-jährige Amtszeit, die der Apple-Gründer zwei Wochen zuvor noch mit dem Aufstieg zum wertvollsten Konzern der Welt an der Wall Street gekrönt hatte, mit den hoffnungsvollen Worten: “Ich glaube, dass Apples hellste und innovativste Tage noch vor uns liegen”.

Genau ein halbes Jahrzehnt ist seit der Stabübergabe von Jobs an seine langjährige Nummer zwei nun schon vergangen – doch von der Aufbruchsstimmung einer neuen Apple-Ära unter der Ägide von Tim Cook ist bis heute wenig zu spüren.

Umsätze und Gewinne verdoppelt

Gefühlt hat sich in den vergangenen fünf Jahren wenig verändert: Apple ist immer noch der wertvollste Konzern der Welt, der weiterhin von seiner Lebensversicherung iPhone lebt. Tim Cook kann für sich verbuchen, die Geschäfte binnen der ersten fünf Jahre mehr als verdoppelt zu haben: Aus Umsätzen in Höhe von 108 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 26 Milliarden Dollar im Fiskaljahr 2011 wurden per Ende 2015 Erlöse von 234 Milliarden Dollar und ein Nettogewinn von 53 Milliarden Dollar.

Der Aktienkurs entwickelte sich synchron und konnte binnen fünf Jahren von 53 auf 108 Dollar ebenfalls mehr als verdoppelt werden. Die Apple-Aktie konnte auf Sicht von fünf Jahren mit einem Plus von 113 Prozent zudem den Leitindex Dow Jones als auch den marktbreiten S&P 500 Index hinter sich lassen.

Apple kann mit Technologieschwergewichten an der Börse nicht mehr mithalten

So weit, so arithmetisch gut. Auf den zweiten Blick jedoch fällt weder Apples Aktienperformance noch die jüngere Geschäftsentwicklung so spektakulär aus. Im Fünf-Jahresvergleich mit der Technologiebörse Nasdaq bzw. dem Auswahl-Index Nasdaq 100 der Techbörse kann Apple schon nicht mehr mithalten.

Vor allem jedoch der Fünf-Jahres-Vergleich mit den Internet-Schwergewichten Alphabet (Google), Amazon und Facebook, aber auch dem ehemaligen Erzrivalen Microsoft entlarvt Apple mit einem Plus von 113 Prozent zwischen dem 24. August 2011 und dem 23. August 2016 als Tech-Underperformer:

• Microsoft: + 140 Prozent
• Alphabet: + 224 Prozent
• Facebook: + 224 Prozent (seit Mai 2012)
• Amazon: + 324 Prozent

iPhone-Absturz wirft Schatten über Cooks Fünf-Jahres-Bilanz

Noch fragwürdiger fällt die Erfolgsbilanz aus, wenn man das vergangene Jahr berücksichtigt, in dem sich Apple auf ganzer Linie auf Schrumpfkurs befindet: Die Aktie hat einen rauen Absturz bis auf weniger als 90 Dollar hinter sich, während sich Umsätze und Gewinne erstmals seit 2003 wieder rückläufig entwickeln. Im Fiskaljahr 2016 dürfte Apple happige 18 Milliarden weniger erlösen und schätzungsweise 8 oder 9 Milliarden Dollar weniger verdienen als noch zwölf Monate zuvor.

Der Grund dafür ist alle drei Monate in den Quartalsberichten nachzulesen: Die iPhone-Absätze brechen zweistellig weg. So absehbar ein Ende der phänomenalen Wachstumsstory nach neun Jahren war, so sehr überrascht doch die Wucht, mit der iPhone-Absätze erodieren – der Einbruch der vergangenen Quartale überschattet zu einem Gutteil Cooks Erfolge der ersten Jahre, zumal sie von Jobs’ geerbt waren.

Erster schwerer Managementfehler: Phablet-Trend zu spät erkannt

In den Monaten nach der Amtsübernahme befand sich das iPhone-Wachstum 2012 mit spektakulären Zuwachsraten von mehr als 100 Prozent auf dem Zenit. Cooks eigentliche Leistung besteht dementsprechend darin, den Erfolg verwaltet zu haben.

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Doch selbst dabei leistete sich der heute 56-Jährige einige Fehleinschätzungen, wie den späten Launch der größeren iPhone-Modelle, die erst 2014 – drei Jahre nach Übernahme des CEO-Postens – als 4,7 und 5,5 Zoll große Versionen auf den Markt kamen. Die turbulente Schwächephase von 2013, als Apple mit seinem 4 Zoll großen iPhone 5/5s gegen Samsungs Phablets plötzlich sehr alt aussah, hätte Cook mit einer flexibleren Produktpolitik vermeiden können.

Versäumnisse und Führungsschwäche

In der ersten Krise seiner Amtszeit 2013 offenbarte Tim Cook überraschende Führungsschwäche – auf Analysten und Tech-Konferenzen blieb Cook stets blass und verhedderte sich immer wieder im Mantra des Nichtssagens. Dass dem ehemaligen IBM-Manager das Charisma eines Jeff Bezos oder die Dynamik von Mark Zuckerberg fehlt, belastet Cooks oftmals behäbige Auftritte auf Keynotes bis heute.

Doch Cook ist nicht nur kein “Showman”, er ist offenbar auch kein “Product Guy”, wie Jobs in der Biografie von Walter Isaacson selbst konstatierte – ein ziemlich vernichtendes Urteil für den CEO des wertvollsten Technologiekonzerns, der immer nur so gut ist wie das jüngste Produkt.

Fehlende Innovationen: Die Apple Watch floppt

Und das geriet in Form der Apple Watch zum ersten überraschenden Flop Cupertinos seit eineinhalb Jahrzehnten. Für Cook ist die dürftige Aufnahme der Apple Watch nicht nur bitter, zumal sie das erste Produkt ist, das seine Ära bei Apple definiert – sie hat den Apple-Chef auch in die Defensive manövriert.

Wenn es drei lange Jahre dauerte, eine Smartwatch auf den Markt zu bringen, die im ersten vollständigen Verkaufsjahr etwa fünf Milliarden Dollar erlöst und damit gerade mal zwei Prozent zu den Gesamtumsätzen beisteuert, was hat Cook dann in den kommenden Jahren in der Pipeline, um den drastischen iPhone-Einbruch auszugleichen? Bis zum iCar, dessen Erfolg zum Löwenanteil über das Vermächtnis der Tim-Cook-Ära entscheiden dürfte, sind es vermutlich noch mindestens fünf Jahre.

Warum wagt Cook keine Großübernahmen?

Noch mal ein halbes Jahrzehnt in Wartestellung – das ist selbst für den Techbranchenprimus Apple zu viel, wenn die Lebensversicherung iPhone dem vorgezeichneten Schrumpfkurs des iPads folgt, das sich seit drei Jahren im Abwärtstrend befindet.

Apple-Fans werden reflexartig einwenden, dass mit dem generalüberholten Jubiläums-iPhone im kommenden Jahr alles anders werden möge und Apple mit dem iPhone 8 wieder zum Wachstum zurückkehren wird, was nach möglicherweise zwei Jahren im Rückwärtsgang nicht die größte Herausforderung wäre. Vor allem aber könnte ein iPhone 8-Boom Apples letzter Superzyklus sein, bevor wieder zwei Jahre mit kleinen Upgrades vergehen, in denen die Absätze schrumpfen wie nach dem iPhone 6-Hype.

Tim Cooks Cash-Verwendung: Aktienrückkäufe statt Großübernahme

Ein Jahr zweistellige Wachstumsraten, zwei Jahre im Rückwärtsgang – das sind die nicht die Perspektiven, mit denen man auf längere Sicht der wertvollste Konzern der Welt bleiben kann. Es zählt ebenfalls zu Cooks Versäumnissen, aus den größten Barreserven der Wirtschaftsgeschichte nicht den nächsten Wachstumstreiber gekauft zu haben.

Als Tim Cook CEO von Apple wurde, beliefen sich die Barmittel bereits auf über 100 Milliarden Dollar, heute sind es nach Abzug von Verbindlichkeiten knapp 150 Milliarden. Zwar führte Cook die immensen Barreserven in Form von Aktienrückkäufen und Dividendenausschüttungen an Anleger zurück statt die Cashbestände ins Unermessliche wachsen zu lassen, doch gleichzeitig wirft die enorme Kapitalverwendung die Frage auf, was Apple in der Zwischenzeit für das Geld in der freien Wirtschaft hätte erwerben können.

Apple hätte unter Tim Cook Facebook, Netflix und Tesla kaufen können

175 Milliarden Dollar hat Apple unter Tim Cook an Aktionäre seit dem Frühjahr 2012 zurückgeführt: Für das Kapital hätte Apple Facebook zum Börsengang 2012 und Netflix und Tesla in der Zeit danach kaufen können – und hätte heute noch Wechselgeld übrig. Angesichts der eher durchschnittlichen Wertentwicklung der Apple-Aktie in den vergangenen fünf Jahren muss sich Tim Cook die Frage gefallen lassen, ob er mit rechtzeitigen Großübernahmen nicht besser im Sinne der Aktionäre und der Weiterentwicklung von Apple hätte handeln können.

Zum fünften Jahrestag als Apple-CEO sind noch viele Konjunktive im Spiel. Die Fakten sprechen rechnerisch für Cook, doch das Urteil über sein Vermächtnis als Apple-Chef dürfte unzweifelhaft in den kommenden fünf Jahren fallen, wenn sich Cook nicht mehr hinter dem großen Erbe seines Vorgängers verstecken kann. Tim Cook muss Apple mittelfristig neu erfinden – und doch scheint nach einem halben Jahrzehnt fraglicher denn je, ob er dafür der richtige Mann ist.

Die Vorboten für eine höchst unruhige zweite Hälfte der Amtszeit sind nicht mehr zu übersehen: Das Apple-Imperium befindet sich anno 2016 gehörig unter Druck. Zweimal löste Alphabet Apple in diesem Jahr bereits als wertvollsten Konzern der Welt kurzzeitig ab – es dürfte ein Wink mit dem Zaunpfahl für die Zukunft sein.

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Alle Kommentare

  1. Nennt doch mal erfolgreiche Übernahmen ? Daimler und ich glaube Toyota hatten große Aktien-Pakete an Tesla und die wohl dann später abgestoßen…

    Einen teuren Spieler kaufen hilft nix, wenn er auf der Ersatzbank verrottet.
    Ultimativ-Super-Disruptive Unternehmen werden offenbar systematisch aufgekauft und dann stagnieren gelassen, anstatt dem kleinen Kunden die Disruption mit den Tech-Zilliarden des Groß-Eigentümers in jedes Haus zu bringen und sein Leben zu verbessern:
    Nest kriegt Zillionen von Google und wenig passiert. Google Glass gibts nicht mal mehr !
    Fast alle Aufkäufe haben die Disruption verloren und das Establishment-System muss deshalb weiter vom kleinen Bürger täglich dick bezahlt werden: ICQ, Whatsapp, Skype, Paypal,…
    Fast jeder hasst sein Online-Banking. Daher kriegen FinTech(Financial-Tech)-Startups Zillionen weil jeder weiss, das irgendwer davon vielleicht endlich mal brauchbares Banking bringt.
    Doof nur wenn fast alles gute aufgekauft wird und dann die Disruption aus bleibt.

    Fast nur Tesla bringt Verbesserung. Oder Amazon Prime Video (also von innerhalb eines Establishment-Großkonzernes). Oder Netflix.

    Simple Verbesserungen werden verhindert oder die Boni-Manager erkennen das Potential nicht.
    Amazons Berlin-Delivery hätte es schon 2000 geben können. Denn die nutzen weder Drohnen noch Foto-Erkennung.
    Die frisch gestarteten Pack-Boxen hätte es schon unter Rot-Grün seit 2000 bei Shell geben können. Per Email kriegt man den Code und kriegt sein Paket.
    Den Siegeszug der SMS hatte auch keiner vorhergesehen.
    Die Tech-Presse hat 2006 nicht vorhergesehen, das 2-3 Jahre später der letzte Röhren-Monitor/TV verkauft werden würde weil die Flachbildschirme alles übernehmen. Siegeszug der Tabletts und davor der Smartphones wurde auch nicht vorhergesehen.
    Die IWatch1 wird schlecht geredet. Dabei weiss jeder, das man Apple-Produkte sofort kauft, weil der Preis nicht sinkt sondern erst wenn der Nachfolger im Apple-Store liegt. Also warten alle auf die iWatch2 welche dann hoffentlich ausgereift ist und keine Kinderkrankheiten hat. Vielleicht auch ist der Preis für viele zu hoch und man kauft davon lieber eine Tablett für im Wohnzimmer. Apple lässt leider viel zu viele Gelegenheiten liegen obwohl die Technik heute schon verfügbar ist und teilweise auch bei der Konkurrenz in brauchbaren Stückzahlen verkauft wird.

    Es wird auch überall so getan als ob man ohne große Nebenkosten, Softwarepatente, Verklagungen oder Existenzvernichtung mal so eben Software-Verbesserungen fürs Volk gründen darf. Dabei wird sich überall wegen Regularien beklagt und Trump will viele Regularien beseitigen.

    Als Journalist sollte man selber mitdenken. Macht leider kaum wer.
    Jeder schrieb “Werbung am kleinen Handy-Display geht nicht”. Zuckerberg hat das Gegenteil deutlich bewiesen.

    Tim Cook verwaltet wohl nur noch. War er nicht Controller ? Produkte (iMacs, dicke MacBooks, Mac-Mini, vielleicht sogar Apple-TV…) wo man z.B. kein RAM nachrüsten kann sollte man nicht verkaufen.
    Die Legende sagt, das die Kaffee-Marken von den Familien selber verkauft wurden und ihr Name drauf stand. Dann wurden die Betriebe verkauft und die Controller übernahmen. Also wurde immer mehr robuster Robusta-Kaffee reingemischt um die Kosten zu senken… . Inzwischen sind Sorten zurück, wo auf der Packung “100% Arabica” dran steht. Zitat vom Spiegel oder so “Früher zog der Geruch von Kaffee durchs Treppenhaus. Jetzt nicht mehr. Viele Firmen weigern sich, den Robusta-Anteil zu nennen”. Warum vielleicht ist Starbucks so gut gewachsen ?

    Kurz gesagt: Nennt doch mal erfolgreiche Übernahmen welche das Produkt weiter gebracht haben.
    Schon Branson sagt, das das normalerweise oft nicht passiert:
    https://meedia.de/2016/04/05/uebernahme-von-virgin-america-alaska-air-entreisst-medien-mogul-richard-branson-teil-des-lebenswerks/ ( ” Kundensicht ” suchen).

    Hätte Videobuster (oder wie die hiessen), damals wirlich Netflich für 50 Mio gekauft, hätten sie es vermutlich stagnieren lassen und damit die VHS-Kassetten, Betamax, Videodisc, Laserdisk usw. subventioniert bevor sie dann Insolvenz angemeldet haben.
    wikipedia: Blockbuster_Inc. Schaut mal wie schnell die Filialen scharenweise geschlossen haben. Erinnert aktuell an Walmart. Denn auch dort (nach UK) breiten sich Lidl und Aldi als überlegenes deutsches Discountertum aus. Richtig so. Nur Sparsamkeit bringt einen weit.

    Macht mal eine Liste erfolgreicher Regierungs-Wechsel. Die meisten Firmen-Übernahmen oder Chef-Wechsel nach dem wahren Gründer sind oft leider eher Fehler. Siehe Marissa Meyer…
    Viele Übernahmen sind nur Steuer-Abschreibungs-Projekte. Viele Übernahmen sind wie Weihnachts-Geschenke und landen im Schrank. Viele Übernahmen sind nur damit die Boni-Manager noch mehr Boni kriegen statt dem kleinen Kleinaktionär die versteckten (oder glaubt Ihr wirklich das wie eine Supernova Amazon von einem Tag zu nächsten hunderte Millionen Dollar Cloud-Gewinne hat ? Die wurden vorher vermutlich versteckt wie eine Investorin/Analystin schon bei CNBC sagte aber hier natürlich keinen interessierte.) Gewinne endlich mal auszuzahlen.
    Die meisten Firmen werden im Schnitt wohl nur 30 Jahre !

  2. Der Analyse von Nils Jacobson muss ich ausnahmsweise mal voll zustimmen. Apple sind die offensichtlich Ideen ausgegangen: keine neuen Geräte, aber auch zu wenig Einsatz bei der Softwareentwicklung und viel zu langsam bei der Etablierung der iCloud. Apple versteht sich viel zu sehr als Gerätehersteller. Warum etwa wurde nicht vor Jahren Adobe übernommen?

    Wenn das so weitergeht, werden sich noch Apple und Microsoft zusammentun müssen, um gegen Google, Amazon & Co. zu bestehen. MS-Chef Nadella hat die Zeichen der Zeit immerhin erkannt. Bei Cook habe ich inzwischen doch einige Zweifel…

  3. Das ist schon eine ausfüjrliche Analyse und vieles sehe ich ähnlich,
    wenn man von der schrägen Sichtweise bezüglich der Apple-Wazch absieht,
    denn auf Anhieb 80% vom Markt zu erobern und mit einem neum Produkt Geld zu berdienen ist schon sehr ordentlich, auch wenn jetzt der Marktanteil jetzt bei nur noch rund 54% liegt.
    Die anderen haben hektisch nachgerüstet, die Hardware aufgefrischt und dabei tut sich Apple die Ruhe an, wohl wissend, dass es meist 3-4 Jahre dauert, bis man sieht obeneine Rakete startet, ein kleiner Knaller oder nur eine Wasserbombe.
    Sei es wie es sei, die Kritik möchte ich noch wie folgt ergänzen:
    1. Das fertig entwickelte Konzept zum Apple-Fernsehgerät wurde gallen gelassen, weil die zu erwartende Rendite nicht passte.
    Die 35% Erwartung wird zru Wachstumsbremse, Bezos zeigt mit Amazon, wie es anders geht, er nahm lange Verluste in Kauf und führt jetzt die Ernte ein.
    2. Dasselbe mein Videostreaming, Apple wollte der gesamten Videoindustrie seinen Stempel aufdrücken, Eddy Cue wollte beweisen, dass er mindestens genauso fähig ist, wie Steven Jobs, er scheiterte und bewies, dass Jobs Jacke für ihn drei Nummern zu groß ist und Tim Koch hat als Primus ebenfalls in dieser Sache eine schlechte Figur abgegeben.
    Das Versagen an dieser Stelle ist wirklich epochal, Cue hatte best Chancen zu einem Deal, schon weil die Familie Jobs der größte Einzelaktionär bei Disney ist, doch da sind bei ihm wohl alle Sicherungen durchgeknallt, vielleich grade wegen der starken Position bei Disney.
    3. Warum Appel nicht schon vor Jahren bei Amazon eingestiegen ist, verstehe ich genausowenig, wie ihre klösterliche Zurückhaltung bei Netflix, wieder verpasste Chancen.
    4. Die Entwicklung bei Safarie schläft ein, Apis dafür werden nicht entwickelt, die Konkurrenz, die darin recht fleissig ist, wird nicht unterstützt und man gibt nicht ihnen nicht das Recht bei Browsern auf eine andere Technologie zu setzen als auf Webkit, doch andererseits untersagt man ihnen, die von Apple entwickelte schnelle Nitro-Engine für Webkit einzusetzen.
    Dass ist wie eine Fußangel für beide Füße, mit seiner Schlafmützigkeit bei Safarie einerseits und bei der Deckelung pfiffiger Browser, die wie ein vielseitiges Schweizer Offiziersmesser sind, wie z.B. Icab schadet Apple der gesamten Plattform!
    5. Die Verwaltung von Bildern auf IOS ist nach wie vor ätzend, da man Originale nicht in Ordnern mit Themenschwerpunkten sortieren kann, sattdessen muß man Aliase in solche Ordner legen, wobei der Haupstamm an Originalen immer größer und unübersichtlicher wird.
    6. Das Investment in ICAR entwickelt sich zum Desaster und wieder, ähnlich wie die Arroganz von Cue verärgert Apple ganze Industrien mit seiner Taktik “Friß oder stirb”, also unterschreib, so wie es von ums vorgegeben wird, oder Küß die Hände- Ende!
    Das ist auch sehr dumm gemanaged worden, ein netter Deal mit BMW wäre möglich gewesen und hätte ein gutes Katapult sein können, doch diese show ist gelaufen und Monate später erkennt man in dem Apfelladen, dass es so nicht geht, wichtige Mitarbeiter hauen ab umd dann wird der Oldly Mansfield, dem immer noch einiges zuzutrauen ist, als Master of Desaster geholt um erstmal wenigstens die Software erfolgreicher in die Autos zu bringen.
    7. Das immer noch kein Billig-Device für Entwicklungsländer zur Verfügung steht, ebenfalls wegen des 35% Gebots wird teuer. Denn die Strategie stattdessen überholte, gebrauchte gebrauchte Geräte in diese Märkte zu drücken ist erstmal, zumindest im Fall Indien gescheitert.
    8. Das die Rechtschreibkontrolle nur Hauptschülerniveau hat und das die Wortvorschäge “weiß auf grau” bei schlechten Lichtverhältnissen unlesbar sind, dass es immer noch keine Pfeiltasten oder Rückschritaste auf den Glasdisplays gibt, was die Korrektur von Texten auch wegen der bescheuerten automatischen Wortmarkierung zum Martyrium macht, dass die Connectivity der IOS-Devices nach wie vor mager ist sei alles in einem Punkt zusammengefaßt und ferner sollte Apple daran denken, dass im Galle dass der Marktanteil unter 10% fällt es kritisch wird, da helfen auch nicht die hohen Gewinne, denn die werden dann nach und nach von der Konkurrenz verfrühstückt.

    So, mehr fällt mir grad nicht ein, doch wo man meckert, sollte man auch loben, wo es angebracht ist und dazu fällt mir folgendes ein:
    Der Softwarebereich wird stärker, der Gesamtanteil des nicht Hardware bezogenen Umsatzes bewegt sich Richtung 35%, auch das Musikstreaming ist gelandet vor allem, wenn man bedenkt, dass Spotify Kunden, die ein Sonderangebot für 5€ für 3 Monate akzeptierten, anscheinend in der Statistik zunächst als Vollzahler verbucht hat um zu zeigen schaut her, Apple-Music ist ein kleiner Fisch verglichen mit uns. Deswegen ändert sich die Mitgliederzahl von Spotify seit Monaten nicht mehr, weil die Vollzahler, die nach und nach generiert werden zunächst die Ausfälle der abspringenden Teilzahler auffüllen müssen.
    Wenn Apple lernfähig ist, könnte die Zukunft ganz ordentlich aussehen, denn mit System 10 kommen deutliche Fortschritte im Dateisystem, die durchaus wegweisend sind, jedoch wird man diese wohl ab bei 10.XY wirklich geniessen könne, z.B. die Mehrbenutzerfähigkeit sollte kommen und eine transparente, offenere Cloud.
    Mit Liquid-Metall steht eine interessante Technologie zur Verfügung die, wann auch immer,
    neue und bessere Gehäuse formen könnte, den Mach-Micro Kernel einsetzt konnte Android noch immer nicht nachlegen, dadurch braucht die Konkurrenz viel mehr RAM und mehr Rechenkerne, was wieder Geld kostet.
    In 2017 ist besonderes zu erwarten, in diesem Jahr wird sich vieles entscheiden und trotz aller Kritik, das Jahr sollte sollte exzellent für Apple laufen.

  4. Hallo, gerne der Troll genannt.
    Mehr als dass Ihr selber nicht nachprüft – was Ihr da insich widersprüchliches schreibt.
    Mag Herr Cook noch so unsicher und ungeeignet erscheinen , auch hier :
    Ihr betrachtet das Ganze rein nach der neuen Gegenwart.
    Zu technisch , zu BWL lastig usw.
    Die Leute die nur aus dem Denken genährt – aus Leerstoffansätzen wenn auch mit Praxiswissen oder anderen fundierten Erklärungen schon wieder das zusammenschrumpfen und den Untergang Apples sehen vergessen hier einige Entscheidende Faktoren.
    Mal angenommen es würde so kommen – so wurde trotzdem “nicht falsch” gehandelt.
    Mal angenommen die anderen machen alles besser , so wurde trotzdem “nicht richtig” gehandelt.Und Apple wie auch die Mitbewerber dies es anscheinend richtiger machen , vergessen den entscheidenen Vorteil der Fa Apple – der wohl unumstritten bleiben wird – wenn man mal weiter denken würde –
    neben anderen : Den ich hier Niemanden in den Mund legen werde genauso wenig eben auch nicht , einen funktionierenden Lösungsvirschlag – was ein W-Phone von dem einen auf den anderen Tag plazieren könnte.

    Was nützt Euer ganzes fundiertes , wirtschaftliches udn technischesch lamentieren . Wenn Ihr bei allem wohl nicht in der Lage seitd Apple zu verstehen .Noch so zu denken .
    Eure Einlassungen sind und werden wohl auch so weiter bestehn und können letztendlich vollumfänglich nicht mehr als Rdundant eingescätzt werden.

    Abstrus und bizarre nicht mehr und nicht weniger .

    Und das von jemandem wie mir – der nicht mal über eine entsprechende Schulausbildung verfügt.

    Man hat es oder man hat es nicht.
    Man versteht Apple kann es nachvollziehen – man denkt so – oder man nicht mal ansatzweise so.
    Lernen kann man soetwas wenn auch nur schwerlich.
    Dazu bedürfe es allerdings weitegehends seine gesamte Persönlichkeit ändern zu müssen.Und das dieses noch geschehn wird halte ich mal für Fiktion.Ich gehe sogar weiter udn behaupte mit nicht wissen.Sobald Euich klar wird : Oh war doch trotz vieler Fehler richtig was Apple da getan hat – werdet Ihr wohl nicht mal in der lage sein : zu zu geben. Da haben wir uns geiirt.Und fehlte der weitblick und das Verständnis zudem auch zu Apple.

    Ich macht hier auch keienn Sinn , das alles ausführlich zu erklären zum einen würde es den Rahmen sprengen zu anderen.

    Ihr habt es einfach nicht.

    Abschliessend ist es absurd Unsinn mit Unsinn mit Unsinn breinigen zu wollen.

    Was Meedia anbetrifft behaupte ich weiterhin – Zu Apple – Ihr seit einfach nur unqualifiziert ungeeignet verblendet von : Wir sind gegen Apple.

    -Erst entäuscht
    -Dann verängstigt
    -Dann Rational
    -Dann unzutreffende Meinungsbildung

    So würde mein Ansatz beginnen.

    Lasst einfach die finger davon : So mein Rat: Ihr wisst doch nicht wirklich was udn noch weniger worüber Ihr schriebt.
    Aber selbst wenn Ihr weiter macht.Das Ergebnis wird es nicht stören.Apple wird daran nur weiter wachsen .Da muss man sich für die Konsequentz sogar bedanken.

  5. Wenn Ihr schon nichts besseres zu tun habt, als diese riesigen Bleiwüsten zu fabrizieren, dann lest Euch das Ganze bitte nochmal durch, bevor ihr den Go-Knopf drückt. Von Fehlern strotzende (allesamt irgendwo abgeschriebene) Texte, die den Wirtschaftsführern unserer Zeit auf die Sprünge helfen wollen… Ich finds zum Lachen und völlig überflüssig.
    Lauter verkannte Genies, auf die keiner hört, die aber die Welt retten könnten.
    Traurig, traurig, traurig.

  6. Danke für diesen Artikel. Er beschreibt sehr detailliert und objektiv Apples Misere, die sich seit 2011 mit jeder Keynote mehr und mehr enttarnt.

    Man muss nicht unbedingt Steve Jobs heißen, um das wirtschaftlich stärkste Technik-Unternehmen der Welt erfolgreich zu führen. Es ist allerdings hilfreich, so etwas wie Charisma zu haben und idealerweise auch technisches Knowhow, tief genug, um grundsätzliche Problemstellungen zu erkennen und somit vertretbare bis gute Entscheidungen treffen zu können – kurzfristig, mittelfristig und eben auch langfristig. Für eine solche Analyse muss man weder Wirtschatftszar noch IT-Wunderkind sein – es reicht schlicht der gesunde Menschenverstand. Und doch wird Apple von einem Mann geleitet, dem man objektiv betrachtet alle genannten Eigenschaften ohne wenn und aber absprechen muss.

    Cook war und wäre vermutlich weiterhin ein hervorragender COO, ein Mann, der innerhalb festgelegter Grenzen im Hintergrund der großen Bühne sehr effizient, eigenverantwortlich und zielgerichtet arbeiten kann. Er ist aber niemand, der diese Grenzen definieren und doch gleichzeitig kreative Köpfe dazu bringen kann, den Status Quo jeden Tag neu in Frage zu stellen. Den Erfolg gut zu verwalten, mag über wenige Jahre gut über diese Schwächen hinwegtäuschen, aber Apples Konflikt mit der Innovation wird – je länger er andauert – auch dieses so mächtige Unternehmen schließlich so stark beeinträchtigen, das ursprünglich durchaus noch leicht lösbare Probleme zu unüberwindbaren Hindernissen werden, zu einem “Gerätewald ohne Unterholz”, den auch Apple selbst nicht mehr versteht – von den vorgeblich so geschätzten Endkunden wie mir mal ganz zu schweigen.

    Microsoft zeigt im Moment, das es anders geht, wenn man einmal bereit ist, Unternehmenskonzepte unvoreingenommen in Frage zu stellen. Seit Ballmer nicht mehr die Zügel hält, ist die kreative Freiheit plötzlich wieder da. In den Keynote treten junge Menschen auf, die andere begeistern können, weil sie selbst begeistert, selbst besessen sind von der Idee, es neu und besser zu machen. Microsoft ist heute mehr Apple als Apple selbst – der ungeliebte schweinebackige Konkurrent im Businessdress von einst trägt nun T-Shirt und Jeans und ist gertenschlank, während auf der ach so coolen Gegenseite von Geld und Erfolg einstiger Tage verwöhnte Großväter abgedroschene Slogans einer immer weniger begeisterten Fangemeinde unmotiviert unterjubeln.

    Apple war unter Jobs eben nicht nur eine Firma, die gute Produkte verkaufte. Apple vermarktete auch perfekt die Idee des kreativen Rebellen und lies keine Gelegenheit ungenutzt, dieses Branding in den Köpfen der Kunden zu platzieren.

    Auch als großer Technologiekonzern könnte man noch rebellisch sein und mitreißen, aber es war einfacher, sich auf die Pokeman-Go Generation zu konzentrieren, die außer “YouTubing, Massaging und emoji-icons” nichts weiteres mit den Möglichkeiten moderner Technik anfangen wollen.

    Die vielen kreativen dieser Generation, auf die Apple einst so scharf war, werden zukünftig eher wieder mit Microsoft oder Linux arbeiten. Somit ist Apple zu etwas geworden, das sie einst abgrundtief verachtet haben: Einem langweiligen Technik-Unternehmen, dem es reicht, mit zweitklassigen Produkten und Ideen Milliarden zu verdienen.

    R.I.P – Apple von 2016 – DICH werde ich nicht vermissen.

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