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Rückwirkend bis 2002: ProSiebenSat.1 zahlt Erfolgsbeteiligung für freie Kameraleute

ProSiebenSat.1 CEO Thomas Ebeling lässt freie Kameraleute am Erfolg seiner Sender-Produktionen teilhaben.
ProSiebenSat.1 CEO Thomas Ebeling lässt freie Kameraleute am Erfolg seiner Sender-Produktionen teilhaben.

Wichtiges Signal in Richtung der Freischaffenden: Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 wird freie Kameraleute künftig am Erfolg seiner Produktionen beteiligen. Gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinematografen hat sich das Dax-Unternehmen auf Vergütungsregeln geeinigt. Die Tantiemen sollen sogar rückwirkend bis zum Jahr 2002 gezahlt werden.

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Der Berufsverband bezeichnet die abgeschlossenen Verhandlungen mit ProSiebenSat.1 als “offen und fair” und ermahnt indirekt auch die öffentlich-rechtlichen Anstalten. “Ausgerechnet eine Sendergruppe, die ohne fließende Gebühren jeden Euro am Markt verdienen muss, ist uns in den Verhandlungen konstruktiv entgegengekommen”, erklärt Michael Neubauer, Geschäftsführer des Berufsverbandes. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse sich nun an diesen Maßstäben messen lassen, so der Interessenvertreter weiter.

Die Vereinbarung gilt für alle zur P7S1-Gruppe gehörenden Sender (ProSieben, Sat.1, kabel eins, Sat.1 Gold, sixx, ProSieben Maxx sowie zukünftige) und rückwirkend bis ins Jahr 2002. Als berücksichtigte Produktion werden Serien oder Spiel-/Kinofilme verstanden, Scripted-Reality-Formate sind von dem Deal ausgenommen. Erfolgsbeteiligungen gibt es abhängig von der Reichweite einer Produktion. So müssen bei Serienepisoden mindestens 3,75 Millionen Zuschauer erreicht werden, bei Spielfilmen sind 4,65 Millionen die Untergrenze. Laut Rahmenvereinbarung sind für Serien mindestens 1.600 Euro pro Episode und für Filme 3.200 Euro Beteiligung möglich. Auf diese Vergütungsregelungen können sich auch Nicht-Verbandsmitglieder berufen. Die Kassen der Kameraleute sollen auch bei Vertriebserlösen, beispielsweise durch DVD’s oder Blurays, klingeln.

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Den gesamten Vergütungsvertrag zwischen ProSiebenSat.1 und dem Berufsverband hat der BVK auf seiner Website veröffentlicht.

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