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Halbjahresbilanz: Schweizer NZZ fängt Vertriebverluste im Print mit Umsätzen aus Digital-Abos auf

Veit Dengler ist CEO der NZZ-Mediengruppe
Veit Dengler ist CEO der NZZ-Mediengruppe

Der Mediengruppe NZZ gelingt das Digitalgeschäft offenbar besser als so manchem deutschen Medienkonzern. Nach eigenen Angaben kann das Unternehmen aus der Schweiz verlorene Vertriebsumsätze aus dem Print-Geschäft mittlerweile über seine Digital-Abos auffangen und sogar "überkompensieren". Für das erste Halbjahr 2016 habe die NZZ-Gruppe ihren Gewinn weiter steigern können, heißt es. Auch, weil man durch den Ausstieg aus dem Druckereigeschäft Kosten einspare.

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Genaue Angaben zum Vertriebsgeschäft macht die NZZ nicht. Was im Vertriebsgeschäft aber offenbar funktioniert, gilt nicht für die Werbevermarktung. Zwar seien die Umsätze im Digital-Segment gestiegen, allerdings stürzten die Umsätze aus dem Print-Geschäft um zehn Prozent ab.

Insgesamt ging der Ertrag der Mediengruppe im ersten Halbjahr ebenfalls zurück (um drei Prozent auf 218,6 Mio. Schweizer Franken) und setzt damit den Trend aus 2015 fort. Allerdings profitiert das Unternehmen weiter von einem geschrumpften Kostenapparat, da sich das Unternehmen vergangenes Jahr vom Druckereigeschäft in Appenzell und Schlieren trennte. “Der betriebliche Gesamtaufwand reduzierte sich trotz zusätzlichem Aufwand durch die neuen Beteiligungen gegenüber der Vorjahresperiode deutlich um sechs Prozent auf 204,2 Mio. Schweizer Franken”, heißt es.

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Insgesamt verbesserte sich das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber der Vorjahresperiode um 5,9 Mio. Schweizer Franken oder 70 Proznet auf 14,5 Mio. Schweizer Franken. Unter Strich stehen nach den ersten sechs Monaten 12,0 Mio. Schweizer Franken. Gegenüber Vorjahr entspricht dies einer Verbesserung um 7,7 Mio. Schweizer Franken.

Als Ausblick auf das nächste halbe Jahr erklärt die Mediengruppe, weitere Schwierigkeiten im Print-Werbemarkt sowie im Druckgeschäft zu erwarten. Dem entgegensteuern wolle man mit weiteren Angeboten im Lesermarkt sowie mit dem Ausbau der Business Medien. “Die Einsparungen aus der Schliessung des Druckbetriebs Schlieren werden im zweiten Halbjahr im Vorjahresvergleich geringer ausfallen als dies im ersten Halbjahr der Fall war, da dieser Effekt im zweiten Halbjahr 2015 bereits zum Tragen kam. Um dem Umsatzrückgang im Werbemarkt zu begegnen, nutzt die NZZ-Mediengruppe weitere Synergien etwa, indem sie die angekündigte Zentralisierung der Druckvorstufe umsetzt”, heißt es weiter.

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