RTL beweist, dass Journalisten nicht rechnen können. Mit Melonen!

RTL war am Strand von Mallorca unterwegs und dort den Melonen-Verkäufern auf der Spur

Alle Jahre wieder berichten unsere Medien zur Sommerzeit auch von der liebsten Ferieninsel der Deutschen: Mallorca. Fast schon vertraut kommen einem Berichte über grölende Partytouristen oder Hotelanlagen-Checks vor. Ebenfalls ein beliebtes Format: Preisvergleiche. An einem für Melonen hat sich dieses Mal „RTL Explosiv“ gemacht – dabei hatte der Taschenrechner offenbar einen Hitzeschlag.

Mit ihrem Bericht wollte die RTL-Reporterin deutlich machen, wie gut das Geschäft der örtlichen Strandverkäufer läuft. Diese verlangen für ihren ‚Service‘ nämlich horrende Aufpreise. Die „Abzocke“ deutlich machen wollten die „Explosiv“-Mitarbeiterin anhand der Preise für Melonen.

Während ein Viertel der Frucht im Supermarkt 1,60 Euro kostet, verlangten Strandverkäufer nach RTL-Angaben bis zu 9 Euro. Beim Errechnen der Preissteigerung machte RTL aber offenbar die Hitze zu schaffen. Anders ist die völlig falsche Rechnung der Redakteure, die auf eine Steigerung von 80 Prozent kommen, nämlich nicht zu erklären. Tatsächlich verlangen die Strandverkäufer für ein Viertel Melone rund 460 Prozent mehr.