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Mediengruppe bestätigt: Wolfgang Büchner wird Chief Content Officer bei Madsack

Hochkarätiger Neuzugang: Madsack-Konzernchef Thomas Düffert holte Ex-Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner nach Hannover
Hochkarätiger Neuzugang: Madsack-Konzernchef Thomas Düffert holte Ex-Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner nach Hannover

Wolfgang Büchner wird zum 1. Januar 2017 als Chief Content Officer zur Madsack Mediengruppe wechseln. Dies gab das Verlagshaus am Mittwoch bekannt und bestätigte damit eine Meldung des Branchendienstes Horizont. Der 50-Jährige solle in der neugeschaffenen Funktion die digitale Transformation und Medienentwicklung verantworten, hieß es. Zudem wird Büchner die Chefredaktion des RedaktionsNetzwerkes Deutschland (RND) übernehmen.

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Der bisherige RND-Chefredakteur Matthias Koch bleibt Mitglied der Chefredaktion und wird den Bereich Politik und Zeitgeschehen leiten. Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe, erklärte zu der Personalie: „Mit Wolfgang Büchner gewinnen wir einen herausragenden Journalisten und Medienmanager, der die Neu- und Weiterentwicklung unserer regionalen und überregionalen Marken erfolgreich vorantreiben wird. Er wird darüber hinaus die Chefredaktion des RedaktionsNetzwerkes Deutschland verstärken. Ich freue mich sehr, dass Matthias Koch weiterhin Mitglied der RND-Chefredaktion bleibt und eng mit Wolfgang Büchner zusammenarbeiten wird.“

Offenbar waren Düffert und Büchner schon im Frühjahr handelseinig geworden und hatten einen Vertrag über das künftige Engagement des neuen Content-Chefs geschlossen. Von der Meldung des Branchendienstes Horizont am Mittwochmittag wurde der Verlag dann offenbar doch überrascht. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es Spekulationen gegeben, ob Büchner seinen ursprünglich bis 2017 geschlossenen Vertrag mit dem Schweizer Medienkonzern Ringier erfüllen werde.

Ringier-Chef Marc Walder hatte wie Büchner als Reaktion auf einen Artikel in der NZZ am Sonntag noch dementiert, dass es zwischen beiden einen Dissenz oder unterschiedliche Auffassungen gebe. Die Schweizer Zeitung hatte darüber spekuliert, dass Walder mit der Ernennung von Christian Dorer zum Blattmacher der des Sonntags-Blick Büchner übergangen und gedemütigt habe. Der sei über die Entscheidung des Konzernchefs nicht informiert gewesen. Zudem habe Dorer noch einige Bedingungen gestellt, die laut NZZ Büchners Newsroom-Konzept zuwider laufen. So soll Dorer beim SonntagsBlick eine eigene Redaktion leiten, während Büchner einen zentralen Newsroom implementieren wollte. Insider hatten daraufhin gemunkelt, dass dem Ex-Spiegel-Chef nach diesem Affront “nur der Abgang” bleibe.

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Der war aber bereits beschlossene Sache. Unklar ist derzeit, ob Büchner bis Ende des Jahres bei Ringier bleibt oder bereits früher ausscheidet.

Zur Vita von Wolfgang Büchner: Er studierte Politikwissenschaft in Heidelberg und Hamburg. Seine journalistische Ausbildung erhielt er am Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp). Büchner arbeitete u.a. für die Nachrichtenagenturen Associated Press und Reuters und die Financial Times Deutschland, bevor er 2001 zu Spiegel online wechselte. Dort hatte er verschiedene Führungspositionen inne, zuletzt als Chefredakteur. Ab 2009 war Büchner für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) tätig, zunächst als stellvertretender Chefredakteur und ab 2010 als Chefredakteur. Im September 2013 wurde er Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel sowie von Spiegel Online. Wolfgang Büchner ist seit Juli 2015 Geschäftsführer der Blick-Gruppe in der Schweiz.

 

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  1. Madsack darf stolz sein. Wo Visionen mit Realitäten zu verzahnen sind, ist dieser herausragende Journalist die Idealbesetzung. Der geborene Häuptling Inhalt Offizier.

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