Anzeige

Baden-Württemberger CDU-Minister fordert Deutsch-Pflicht für Migranten bei Facebook & Co.

Peter Hauk (CDU) ist Verbraucherschutzminister von Baden-Württemberg

Für den stern sind es schlicht „wirre Forderungen aus Baden-Württemberg“, und der Chefredakteur des Zeit-Magazins, Christoph Amend, twittert mitleidig: „Peter #Hauk kann alles außer Facebook“. Was war passiert? Im Mannheimer Morgen forderte Baden-Württembergs Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU), dass Migranten in Deutschland in sozialen Netzwerken auf Deutsch schreiben sollen.

Anzeige

 Wörtlich heißt es: „Wer in unserem Land lebt, sollte in der Landessprache kommunizieren. Das gilt auch für soziale Medien.“ Hauk wolle mit seiner Forderung verhindern, dass der innertürkische Konflikt in Deutschland über das Internet weiter angeheizt werde, sagte eine Ministeriumssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. „Was öffentlich zu lesen ist, das sollte auf Deutsch zu lesen sein.“

Der Minister sieht dem Bericht zufolge Nachholbedarf bei muslimischen Familien. „Sie müssen gezielt sensibilisiert werden. Muslimische Bürger bewegen sich im Internet häufig nur innerhalb der türkischen Community.“ Manche Eltern schauten zu wenig darauf, was ihre Kinder online machten. Deshalb sollen seiner Ansicht nach auch Schulen Kurs zur Medienerziehung für Eltern anbieten. Gerade bei türkischstämmigen Eltern sei eine intensive Medienbildung nötig.

Die Reaktionen, die sein Vorschlag in den sozialen Medien auslöste, dürfte den CDU-Politiker nicht gefallen haben. Die meisten Kommentare bewegten sich zwischen Spott, Häme, Unverständnis, Mitleid und echtem Entsetzten.

Mit Material der dpa

Anzeige