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Todesflug nach Venedig: Unister-Chef Wagner wurde gleich zweimal um Millionen betrogen

Unister-Gründer Thomas Wagner: Rätselraten um den Grund des Todesflugs und die Ursache der Holding-Insolvenz

Das Bild der Lage von Unister vor der öffentlich gewordenen Insolvenz wird immer bizarrer. Offenbar war der verstorbene Gründer Thomas Wagner zuletzt so verzweifelt, dass er alle Warnzeichen übersah und sich auf der Suche nach neuen Krediten gleich mehrfach betrügen ließ. Wie die Bild am Sonntag berichtet, ging Wagner einem Pleitier auf den Leim, der ihn mit weiteren Betrügern verkuppelte.

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Der in den Betrugs­fall Unis­ter ver­wi­ckel­te Kre­dit­ver­mitt­ler war laut BamS mit sei­ner Firma selbst pleite. Wil­fried Schwät­ter aus Unna fungierte demzufolge als Kon­takt­mann zum angeb­li­chen israe­li­schen Dia­man­ten­händ­ler namens Levi Vass, doch seine Serio­si­tät wurde beim Leip­zi­ger Inter­net­kon­zern offen­sicht­lich nicht sorg­fäl­tig geprüft. Von 2012 bis 2014 lief der Zeitung zufolge ein Insol­venz­ver­fah­ren beim Amts­ge­richt Dort­mund.

Vor „har­ten Nega­tiv­merk­ma­len“ bei Schwät­ter warnte laut Artikel die Boni­täts­aus­kunft Credit­re­form: „Kre­dite und Geschäfts­ver­bin­dung wer­den abge­lehnt.“ Unister-Gründer Tho­mas Wag­ner wollte für 1,5 Mil­lio­nen Euro als Sicher­heit einen Kre­dit über 12 Mil­lio­nen Fran­ken auf­neh­men, ließ sich aber in Vene­dig Falsch­geld andre­hen. Auf dem Rück­flug stürzte sein Flug­zeug in Slo­we­nien ab. Die Gene­ral­staats­an­walt­schaft Dres­den ermit­telt wegen Betrugs­ver­dachts.

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