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Axel Springer senkt Umsatzprognose – wächst im ersten Halbjahr jedoch weiter

Axel Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner
Axel Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner

Der Medienkonzern Axel Springer legt seine Bilanz für das erste Halbjahr 2016 vor und zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden. So konnten die Berliner den Umsatz trotz Entkonsolidierungseffekten leicht um 0,5 Prozent auf 1.585,3 Millionen Euro steigern. Das bereinigte Ergebnis wuchs um 2,3 Prozent auf 272,9 Millionen Euro. Allerdings sieht sich der Konzern auch gezwungen, seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr zu senken.

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Unter anderen wegen ungünstiger Währungskurse muss das Management seine Umsatzprognose herunterschrauben. Der Medienkonzern rechnet damit, dass steigende Werbeerlöse die sinkenden Vertriebseinnahmen, zum Beispiel durch den Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften, nicht mehr übertreffen werden. Zuvor hatte Springer noch mit einem Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet.

Wie bereits seit Jahren sind die digitalen Geschäftsmodelle der wichtigste Treiber des Medienhauses. So trugen die Online-Aktivitäten im ersten Halbjahr insgesamt 67 Prozent zum Konzernumsatz, 72 Prozent zum Konzern-EBITDA und 85 Prozent zu den Werbeerlösen bei. Laut Bilanz lag das organische Wachstum der Erlöse der digitalen Medien bei 11,0 Prozent (jedoch nicht konsolidierungs- und währungsbereinigt).

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Auch der Gewinn profitierte von dem starken Digital-Geschäft. Das um Sondereffekte bereinigt Ergebnis, lag im ersten Halbjahr vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bei 272,9 Millionen Euro (Vorjahr: 266,7 Millionen). „Erneut war ein kräftiger Anstieg bei den Rubrikenangeboten der wesentliche Treiber dieser Entwicklung“, sagt Springer. „In den anderen Segmenten wirkten sich unter anderem die geplanten höheren Investitionen in digitale Wachstumsprojekte aus“. Die EBITDA-Rendite verbesserte sich im Berichtszeitraum leicht von 16,9 auf 17,2 Prozent..

„Mit gezielten Akquisitionen wie zuletzt mit eMarketer im strategischen Wachstumsmarkt USA und im Bereich der Rubrikenangebote haben wir unsere Marktposition weiter verbessert“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner. „Wir sind zuversichtlich, dass sich unsere Investitionen in digitales Wachstum zunehmend auszahlen.“ Solche Statements hat der Vorstandschef schon häufiger getätigt, kann damit die Analysten allerdings nur noch mäßig beeindrucken. Die hoffen weiter auf einen Befreiungsschlag und eine große Übernahme.

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