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Jetzt endgültig: Servus TV stellt Sendebetrieb in Deutschland und Schweiz ein

Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz (Foto) wollte Servus TV einstellen – und lässt nun doch weiter senden.

Der Free-TV-Sender aus dem Red Bull Konzern zieht sich aus Deutschland und Schweiz zurück: Ende 2016 wird Servus TV den Sendebetrieb einstellen und sich auf den österreichischen Markt konzentrieren. Das berichtet das Branchenmagazin W&V. Das Aus für den Sender hatte sich bereits im Frühjahr angekündigt, als Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz die TV-Aktivitäten öffentlich in Frage gestellt hatte.

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Der Free-TV-Kanal des Red Bull Media House bestätigte den Rückzug gegenüber W&V: „Servus TV fokussiert sich auf seinen Heimatmarkt und seine österreichische Programmidentität. Als Konsequenz wird die Sendelizenz in Deutschland und der Schweiz zurückgelegt und der Sendebetrieb in diesen Ländern per Jahresende eingestellt“, so auf Anfrage des Magazins. Zu den Konsequenzen sowie den Gründen äußert sich das Unternehmen nicht – von dem Aus dürften aber vor allem aber Mitarbeiter des Deutschland-Büros in München sein.

Das Aus ist eigentlich wenig überraschend: Bereits im Mai sollte der Red Bull-Sender vom Netz gehen, weil der Kanal „wirtschaftlich untragbar“ geworden sei. Außerdem ärgerte sich Konzerneigner Dietrich Mateschitz maßlos über die Bestrebungen zur Gründung eines Betriebsrats. Als ein Großteil der Belegschaft die Gründung eines Betriebsrates dementierte, zog der Red Bull-Boss die Kündigungen zurück und sendete vorerst weiter.

In Deutschland erzielte Servus TV zuletzt einen durchschnittlichen Marktanteil von 0,25 Prozent. Doch auch in Österreich fährt der Sender nicht gerade Top-Quoten ein: 2015 erreichte der Sender im Durchschnitt 1,7 Prozent der Zuschauer. Offenbar zu wenig, um im Portfolio des Marketing-Giganten Red Bull weiter eine Rolle spielen zu dürfen.

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