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Schweighöfers Netflix-Konkurrent Pantaflix: “Bei uns kommen die Filme aus gesunder Freilandhaltung”

Wollen die Streaming-Welt mit Pantaflix aufmischen: Matthias Schweighöfer (l.) und Dan Maag
Wollen die Streaming-Welt mit Pantaflix aufmischen: Matthias Schweighöfer (l.) und Dan Maag

Faires Video-on-Demand und Filme, die auf legalen Kanälen kaum verfügbar sind – das sind nur einige Features, mit denen "Pantaflix" die Streaming-Welt von Amazon & Co. ab dem 28. Juli aufmischen will. Die neue Online-Videothek der Pantaleon Entertainment AG, die 2009 von Schauspieler Matthias Schweighöfer (35) und Produzent Dan Maag (41) gegründet wurde, plant eine kleine Revolution. Zumindest auf der Leinwand war das Duo mit Filmen wie "Der Nanny" bereits schwer erfolgreich. Ob Pantaflix ähnlich abräumen wird? Co-Chef Maag stand MEEDIA Rede und Antwort.

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Herr Maag, warum sind Sie als Filmproduzent zur Streaming-Welt übergelaufen?

So ganz übergelaufen natürlich nicht. Die Filmproduktion ist und bleibt natürlich die DNA von Pantaleon. Aber nach 20 Jahren in diesem Beruf bekommt man einen Blick dafür, wo es in der Branche noch hängt. Und da haben wir es vor allem in der Distribution mit Modellen zutun, die sich seit 20 bis 30 Jahren nicht verändert haben.

Was läuft bei dem bisherigen System denn so grundlegend falsch?

Der total absurde Kostenfaktor. Wir können die Rentabilität von Filmen massiv verbessern. Und dem Filmproduzent von seinem Produkt – das ist momentan nicht der Fall – einen Großteil des Gewinns auszahlen. Was ihm in unseren Augen zusteht. Ohne Zwischenhändler, die den Film von Verleih zu Verleih verscherbeln und die externen Kosten in die Höhe jagen.

Die Produzenten sollen also ein größeres Stück vom Kuchen abbekommen.            

Ja, bei Pantaflix sollen die Produzenten 75 Prozent aller Einnahmen bekommen – an unsere Plattform gehen die restlichen 25 Prozent. In anderen Modellen sind das nur knapp zehn Prozent. Das ist Wahnsinn. Nicht, weil wir zaubern können oder in die eigene Tasche arbeiten. Sondern weil wir viele unnötige Instanzen überflüssig machen.

Was heißt das konkret?

Im Prinzip bewegt sich die Distribution immer noch in einer gefühlt analogen Welt, in der Filmemacher versuchen, einem Vertrieb ihren Film schmackhaft zu machen. Der Vertrieb nimmt dann schon mal bis zu 40.000 Euro, wenn er etwas damit macht. Dann wird der Streifen in einem Screening-Room für 5.000 Euro gezeigt. Hier und da gibt es noch ein Abendessen mit Einkäufern. Dann passiert es eventuell, dass der Film eingekauft wird. Das Spiel geht wieder von vorne los. Und alle, die dazwischen waren, fangen an ihre Hand aufzuhalten.

Sie teilen sich mit Matthias Schweighöfer die Pantaleon-Spitze, haben schon viele erfolgreiche Filme miteinander gedreht. Finanzielle Sorgen dürften Sie nicht haben.

Natürlich machen wir auch Filme, weil wir Künstler sind. Und Künstler suchen den Applaus in der Manege. Und da teilen wir mit Produzenten weltweit ein weiteres Problem: Über 90 Prozent der Filme schaffen es aufgrund von Zwischenhändlern und Filmrechten nicht über Ländergrenzen hinaus, solange der Film etwa noch in Deutschland läuft. Die Erkenntnis: Wir finden keinen Kanal zu den potenziellen Kunden, die wir haben.

Und Pantaflix soll nun dieser Kanal sein?

Das ist die Idee. Wir eröffnen dem Produzenten mit einem Klick einen globalen Marktplatz für seine Filme, auf dem sie selbst entscheiden können, in welchen Ländern sie präsent sein wollen. Und das in Realtime. Während sie ebenfalls in Echtzeit sehen sollen, wie viel Geld sie zum Beispiel gerade in Schweden erwirtschaften.

Klingt eher danach, als wäre Pantaflix vor allem eine Plattform für Produzenten.

Produzenten können weder bei Amazon noch bei Netflix ihre Filme selbst bestimmend reinstellen. Das ist Schritt eins, der unweigerlich zu Schritt zwei führt: Wir bieten eine globale Programmvielfalt, die für Konsumenten interessant sein wird. Wir haben etwa hundert Filme aus der Türkei, die dort sehr gefragt, in Deutschland aber nicht auffindbar sind.

Wird Pantaflix damit nicht selbst zum Zwischenhändler?

Zum Marktplatz; zum fairsten und minimalsten Prinzip des Handels.

Und wie funktioniert dieser Marktplatz?

Das System lernt etwa, welche Sprache der Nutzer spricht und was er sich gern anschaut. Dementsprechend bekommt der Konsument auch Inhalte von der Plattform empfohlen, die zu seinem Schema passen.

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Auch Amazon und Netflix empfehlen Ihren Kunden Inhalte. Was macht Pantaflix denn besser als die Konkurrenz?

Letztendlich findet man bei uns Filme, die man auf anderen Plattformen nicht findet. Völlig egal, ob es sich dabei um Independent-, Noir- oder Kurzfilme handelt. Es geht um das Produkt. Film ist keine Massenware. Der Film kommt direkt vom Erzeuger, ist, um bei der Landwirtschaft zu bleiben, aus gesunder Freilandhaltung. Die Plattform ist für Filmemacher, Kreative und Konsumenten – und nicht für Zwischenhändler, die schlichtweg mitverdienen.

Aber „Fair-Trade-Streaming“ hin oder her: VoD-Anbieter gibt es wie Sand am Meer. Braucht es da wirklich noch einen?

Wir halten es für sehr wichtig, dass es eine ordentliche Gewichtung in der Erlösverteilung gibt – und gleichzeitig neuen, innovativen Content. Da werden bis heute viele etablierte Filmemacher angezählt. Die Zahlen stimmen einfach nicht.

Bekommen Filmemacher denn bei Amazon und Netflix deutlich weniger Geld?

Grundsätzlich ist es so, dass der einzelne Film natürlich beim Transactional-Video-on-Demand-Modell (Einzelabruf, Anm. d. Red.) größere Erlöse erwirtschaftet, als ein Teil eines großen Subscription-VoD-Pakets (Abruf im Abo, Anm. d. Red.), das liegt in der Natur der Sache. Pantaflix ist ein reines TVoD-Modell und wir können schon jetzt feststellen, dass dies ein großer Vorteil gegen über Content Providern ist. Natürlich will ein Produzent ein Maximum an Rentabilität für sein Produkt.

Trotzdem drehen Sie mit Matthias Schweighöfer zur Zeit die Serie „You are Wanted“, eine Amazon-Eigenproduktion.

Das schließ sich in keinster Weise aus. Wie gesagt sind beide Geschäftsmodelle grundsätzlich unterschiedlich und für Konsumenten und Produzenten durchaus komplementär zu nutzen.

Was für Kosten kommen auf Ihre Nutzer zu?

Das ist dem Produzenten überlassen, der die Preisgestaltung fast komplett eigenhändig übernehmen kann. Zwischen 99 Cent bis zu 19,99 Euro lassen sich die Preise festlegen.

Und die Filme gehören dann dem Nutzer?

Nein. Wird der Film gestartet, bleiben dem Nutzer 48 Stunden Zeit – der Film kann in diesem Zeitraum beliebig oft angeschaut werden. Wird der Film nicht direkt angefangen, bleiben dem Nutzer 30 Tage zum Ansehen.

Wen soll Pantaflix denn ansprechen, wenn Filme bis zu 19,99 Euro kosten können – aber nur für 48 Stunden abrufbar sind?

Das ist natürlich der Extremfall. Die meisten Filme werden zwischen 99 Cent und 2,99 Euro kosten. Aber hohe Preise können durchaus Sinn machen: In Amerika kamen des öfteren Diskussionen auf, ob man nicht auch ein Heim-Kinoticket für 49,99 Euro anbieten kann, um den Film zum Kinostart – aber von zu Hause aus – anzusehen. Dafür gab es viel Zuspruch. Wenn Filmpartner ihren Film schon vor Kinostart zeigen wollen, dann würde das bei uns auch gehen.

Aber reicht das, um sich gegen die Marktmacht der Konkurrenz durchzusetzen?

Ja, auf jeden Fall. Wir können davon ausgehen, dass sie zehn Prozent aller verfügbaren Filme weltweit auf den meisten Plattformen finden – aber 90 Prozent halt nicht. Die finden sie dann bei uns. Unser Modell wird Schule machen.

Pantaleon hat sich generell viele neue Geschäftsmodelle geschaffen: Im April gründeten Sie die Werbeagentur Creativ Cosmos 15, im Juli das Musiklabel Pantasounds. Ist das Filmbusiness allein ein Auslaufmodell?

Da steckt auch ein wenig unternehmerischer Geist dahinter. Filmemachen ist großartig, aber man sieht auf welchen Feldern man sich auch noch strategisch bewegen kann. Da haben wir natürlich gewissen Rückenwind, der Erfolg hat uns viele Türen geöffnet. Wir nutzen eben unsere Möglichkeiten.

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Alle Kommentare

  1. Trotz der Erwähnung des Namens Schweighöfer habe ich tapfer weitergelesen. Erst mal vorneweg: Wäre ich Netflix, würde ich den Laden sofort verklagen, denn die Namensähnlichkeit suggeriert eine “Beziehung” zu Netflix. Es ist ja auch eine Art “Beziehungstat”, was hier betrieben wird, oder? Aber egal. Ich habe mutig weitergelesen. Dabei stellte ich fest, dass uns Verbrauchern mal wieder ganz viel versprochen wird, aber im Ergebnis nur die Hoffnung auf ein ungares linksgrünes Nischenangebot bleibt, welches die cineastischen Begehrlichkeiten von herbdumpfen Volontären des Mainstreams und ihren vorzeitlichen Klischees kitzelt, aber wenig Aussichten haben dürfte, ein Massengeschäft zu werden. Auch im Supermarkt kaufen die meisten denkenden Verbraucher eben doch nur die “schmackhaften Eier”, die günstig sind, statt auf Bio, Boden- oder Freilandhaltung auch nur einen unsinnigen pekuniären Gedanken zu verschwenden. Eine Frage blieb mal wieder angesichts des offenkundigen ökonomischen Wahnwitzes offen: Welcher “Investor” will denn da mal wieder schnell Geld verbrennen, bevor es schimmelt? Etwa derselbe, der Frankfurt – Hahn groß rausbringen wollte?

  2. Es gibt Hype wie Whole-Foods. Aber halt auch die normalen Vollkorn- und Bio-Produkte im normalen Discounter.
    BMW macht auch nicht im Normalpreis-Auto-Markt mit. Na gut mit den Rover schon aber das ist ja das kleine Auto für die Geliebte in der auto-überfüllten Hochpreis-Innenstadt.
    Apple ist auch kein Niedrigpreis-Anbieter. Oder Anker (kennt man von Amazon) oder die lokalen Fahrrad- (SON, B&M, Ortlieb, Rohloff,…) oder Motorrad-Marken oder ESGE. Da stimmen Preis- Leistung auch wenn man mehrmals über den Kauf nachdenkt.

    Interessant wäre, wenn man es in Kinos zeigen könnte.
    http://www.heise.de/ct/artikel/3D-Kinos-in-Deutschland-Oesterreich-und-der-Schweiz-301476.html (die 2D-Kino-Tabelle habe ich nicht gefunden. Danke Google.)
    Kinos sind meist ja leer.

    Diese Ideen hätte ich vor 10 Jahren schon umgesetzt. Aber Holdingketten-Briefkasten-Firmen in Höchstpreis-Mietgebieten sind wohl wichtiger. Viele Filme sind ja wohl auch eher Steuer-Spar-Projekte.
    Daher nett wenn doch mal Hintergrund-Basis-Informationen zum Leser kommen.

    Irgendwo waren mal Schlagersänger im TV und einer/eine (Nicole vielleicht. Die mit “ein bischen Frieden”) meinte, das sie schauen das die Karten für ich glaube 30 Euro abgegeben werden aber wenn sie Autogramme geben viel höhere Preise vom Zwischenhändler aufgeschlagen wurden.
    Mr. Burns meinte auch mal bei die Simpsons sowas wie “Smithers. Sie glaubten ja auch nicht das die Leute 100% Aufschlag bezahlen würden als ich damals Ticket-vermarkter(oder so ähnlich) aufkaufte.”
    Ein nettes IT-System für Schlager/Volksmusik-Sänger-Buchung bei Stadt-Festen,Schützenfesten, Vereins-Feiern, Firmen-Weihnachts-Feiern usw. wäre schnell programmiert, aber die triviale Programmierung wird vermutlich durch noch schnellere Abmahnung und Rechtskosten und Software-Patente uninteressant gemacht. Dieter Bohlen meinte neulich ja auch bei DSDS so in etwa, das bei günstigen Schlagersängern vom Management teilweise recht viel mitverdient wird. Solche Arbitragen sind überall aber der Presse ist es wohl egal wo das Geld vom Volk verbleibt und somit muss man auf Helden warten welche (wie Fielmann für Brillen oder auch manche Firmen bei Begräbnissen oder Netflix für Vertragslaufzeiten aber auch Preise und Konditionen 4*4k für 15 Euro, 2*FullHD für 13(?) Euro usw.) die Preise endlich fairer machen obwohl das Aufgabe der Presse wäre. Wer zu wenige Tore im Fußball schiesst wird ja auch ständig kritisiert. Wer Firmen, Rentner oder Gemeinden in den Schuldensumpf und Armut treibt wird hingegen ignoriert.

    Aldi und Lidl haben sich in England gut verbreitet und machen beide dort auch TV-Werbung. In USA bauen die auch aus und CNBC berichtete mal ein paar Minuten drüber. Walmart hingegen schliesst wohl recht viele Filialen und hatte es hier ja auch nicht geschafft.

    Vermeidbare Arbitragen müsste man verhindern. Rot-Grün müsste befehlen, das 5G von Huawai und Ericcsson direkt betrieben wird. Wie beim Johnny-Depp-Film mit ich glaube Franka Potente muss man bei jeder Runde (3G, 4G, 5G,…) alle paar Jahre einen Zwischenhändler aus dem Spiel nehmen und den Preis fürs Volk vergünstigen. Wenn man kostenlos im ICE Netflix und Spotify machen darf, denkt man natürlich, das Internet überall wäre und nix kostet. Erst wenn man abgewählt wird und keine Handies mehr gestellt kriegt und auf sein Geld achten muss erkennt man – wie Tim Cook als er neulich im Laden nicht mit iPhone bezahlen konnte – die tägliche Realität des kleinen Volkes auf der Straße.

    Mit 70%/30% wollte ich sowas schon vor über 10-15 Jahren machen und für Musik gabs sowas irgendwann auch von zwei oder so Anbietern. Wie üblich wurde man gemobbed und die Rechtslage und Kosten-Risiken macht es uninteressant und die Wirtschafts-Staaten welche ständig bei CNBC Werbung machen (Dubai, aktuell eine Chinesische Groß-Stadt mit ZWEI Flughäfen die vermutlich beide funktionieren als wo die Holding-Ketten-Briefkasten-Firmen die Mietpreise und Gemeindeschulden in die Höhe steigen und dafür auch noch subventioniert werden) wollen halt oft genug zigtausende ungelernte Arbeiter beschäftigen oder riesige Fabrik-Gelände aufbauen oder Bau-Projekte und da sind super-slim-Internet-Firmen (z.b. MySQL war auch recht virtuell und wurde für 1Mrd an Oracle verkauft) uninteressant.
    Damals kostete 1 GigaByte Traffic wohl 1 Euro. Inzwischen sind solche Größen ja Pillepalle ausser in WiFi-Freien Diktaturen wo die Monopolisten für ein paar Mobilfunk-Megabytes dick kassieren dürfen weil die Diktatoren-Familie und ihre Schergen kostenlos surfen.

    Wenn man einmal zahlt und einmal gucken kann, sollte es vielleicht auch mit einem Kino-Besuch vergleichbar sein: Man bucht ein Kino und guckt im Sommer alle Basil-Rathbone-Filme hintereinander. Auch Frauen als Zielgruppen nicht unterschätzen. Und Non-Mainstream-Kinos wo man einfach mietet und die nicht versuchen, einem teures Popcorn und Eis zu verkaufen sondern man danach saubermacht und Eis und Popcorn vom Aldi nebenan mitbringen kann. Independant-Kinos oder Digital-Projektor und Pop-Up-Parkplatz-Open-Air-Summer-Kinos. Die Discounter haben gigantisch große Parkplätze.

    Untertitel-Infrastrukturen wären in diesem Zusammenhang evtl ein USP. Man lässt Siri, Cortana und natürlich Google gegeneinander kämpfen und die Dialoge digitalisieren. Danach übersetzt man sie als Stufe-0 automatisch und dann als Stufe-1… von Freiwilligen.
    Solche Infrastrukturen (für Apps, aber für Filme und Serien geht das natürlich genau so gut) will ich schon ewig programmieren. Die Rechtskosten machen es uninteressant und gute Länder für gute Programmierung wo man sein Geld auch behalten kann, habe ich bisher nicht gefunden. Investments braucht man nicht. Also auch keine Geldgeber, Steuerspar-Holdingketten-Briefkasten-Firmen u.ä. Leute. Also muss man warten bis Amerikaner die Ideen irgendwann mit Milliarden-$-Startups umsetzen und das erst 10-20 Jahre später als man es hier hätte längst erbringen können und oft noch viel schlechter.

    Mit Translation-Infrastrukturen würden die türkischen Verwandten den Film im Originalton hören und auf dem Second-Screen-Iphone oder halt eingeblendet (evtl mit zweitem Beamer oder rechts/links daneben und nicht mitten drin) oder vorgelesen (MacOS hat viele verschiedene Sprecher wie schon damals der Commodore Amiga 1990 !!!!!) am eigenen Bluetooth-Headphone die eigene Sprache oder englisch oder was man sonst so kann.
    Oft ist es besser, den Original-Stil der Sprache also Original-Ton zu hören/sehen als “lahme” Synchronisierungen. Deutschland ist bzgl. Synchronisierungen allerdings ziemlich gut. Viele andere Länder allerdings nicht.

    In Indien sind die Filme wohl ein paar Stunden lang (das klappt hier also nicht so gut) und vom Radio kennen die Leute die Songs und essen und trinken und singen mit. Das ist eine Familien-Event wie Baseball in USA wo man schon nachmittags Hot-Dogs essen und Bier trinken und die Spieler lautstark mit Zwischenrufen kritisieren kann wenn ich TV-Serien richtig interpretiere.

    Die meisten Leute sind arm. Die können sowas nur als Gruppe sinnvoll nutzen oder halt als Alternative zum Kino allein oder als Gruppe. 65″-TVs kosten ja nicht mehr soo viel.

    Man erkennt aber das er aus Situation des Produzenten sieht, so wie Hindernisse bei der Vermarktung sind und Zwischenhürden also Zwischenhändler aus dem Spiel nimmt. So wie der Canal Midi wo die Familie 125 Jahre abbezahlte aber er mit einem Teleskop oder was-auch immer die Französischen Landschaft ab-lief und genau die Strecke nahm, wo er pro Kilometer Kanal die wenigsten Centimeter Höhenverluste hatte. Panama-Kanal sind ich glaube 4 !!! Schleusen/Stufen also 4 oder 8 mal Gebühren bezahlen und 4*hoch/4*runter. Jede Stufe hält ein paar Prozent Kunden zurück. Nicht mal wegen Kosten sondern auch wegen zusätzlicher Teilnehmer in der Kette. Da ist digital-direkt dank digital deutlich direkter so wie ein Zigaretten/Kaugummi-Automat wo man draufdrückt und kriegt was man will statt erst lange herumverhandeln zu müssen.

    Interessant wären evtl Watch-Rooms für Einkäufer auf den entsprechenden Messen oder auf dem Parkplatz davor. Oder das läuft eh schon anders und man weiss was am Markt vorhanden ist. Schnellvorlauf ist vielleicht interessant oder mehrere Filme oder Folgen einer Serie 4*FullHD auf einem 4k-Screen Schnellvorlauf um zu sehen ob es taugt. Nicht jeder findet englische Krimis gut wo die herumlaufen und nicht viel passiert. Daher sind die bei ÖR. Irgendwo nachts. Poirot und Sherlock hingegen schaffen ohne viel Action gern geguckt zu werden. Oder Miss Marple.

    Direkt-Vermarktung ist vermutlich schlauer. Siehe auch Tesla oder Apple als Vorbilder von Direkt-Vermarktung.

    Ich wünsche alles Gute. Ist zwar nur eine Nische aber könnte interessant sein wenn man weiss, das man nicht Mainstream ist und nicht – wie damals beim neuen Markt – zig Auslands-Büros in New York usw. aufbaut weil man schneller wächst als gesund ist, sondern wie Aldi und Lidl und jeder wahre Mittelständler oder Warren Buffet den Wert auf den Profit legt und kein Cashburner oder Gebühren-Zuträger oder Steuer-Spar-Projekt sein will. Wenn die Verwandten aber die DVDs aus der Türkei mitbringen hätte man Konkurrenz. Hmm. Also auch am Buchmarkt und Musik-Markt sollte man sich orientieren. Die meisten Titel schaffen es nicht in die Top100 und man muss wissen wo man als Nischen-Anbieter steht. Weil die Mainstream-TV-Sender aber auf Nummer sicher gehen müssen (was nicht kritisiert werden sollte) und vieles dort einfach wohl nicht funktioniert (viele gute US-Serien, mehrstündige Bollywood-Filme also ein Film bis 23 Uhr oder 0 Uhr) hat man die Chance, hin und wieder kleine Perlen zu finden und damit Erfolge zu feiern. Dirty Dancing und Pretty Woman waren wohl Überraschungs-Erfolge. Oder siehe z.b. SchleFaZ-Tele5 welches schlechte Filme lustig macht. Solche Second-Screen-Techniken kann man bei Pantaflix vielleicht auch einführen. Es gibt eine Doku wo dieselbe Schwarz-Weiss-Krimi-Szene dreimal unterschiedlich (einmal halt auf Lustig) synchronisiert wird. Oder “Die Zwei” mit Roger Moore und Tony Curtis.
    Fun-Synchros wäre eine nette Sache. Aber halt eher für Abo-TV und nicht bei Pay-Per-View.

    Also Tipp an Schweighöfer auch wenn er täglich viel zu viel zu tun haben dürfte: Die meisten Firmen (auch Apple aktuell aber auch Amazon bei vielen Dingen) nerven ihre User weil die Boni-Manager ihre Produkte nicht selber benutzen. Müsste Piech im eigenen meistverkauften Golf in der meistverkauften Ausstattung (also vermutlich ohne Klima-Anlage, ohne Standheizung und weitere Extras) täglich zur Arbeit fahren wäre dieser ratz-fatz viel besser. Google-Mail und Outlook/Outlook-Express von Microsoft sind nur so gut weil die Boni-Manager es täglich zum Regieren ihrer Firmen benutzen und Bill Gates die Emails angeblich an drei Monitoren gelesen/bearbeitet hat. Die meisten anderen Google-Projekte (ausser netflix) funktionieren aber nicht mehr oder stagnieren vor sich hin. Amazons Berlin-Auslieferung hätte man schon 2000 unter rot-grün etablieren können. So träge sind die meisten Boni-Mis-Manager. Amazons Produktvorschläge taugen auch nicht viel.
    Von sowas muss man lernen und es besser machen. Der Koch muss es selber essen und der Boni-Manager alle seine Produkte täglich selber nutzen was bei IT-Firmen schon mal meist wohl nicht mehr der Fall ist und bei iPhone vielleicht auch nicht mehr. Eat what you feed. Siehe Jamie Oliver. Dann schmeckt es auch.

    Man müsste also Statistiken der Nutzung erfassen und sehen was/ob man optimieren kann. Nervt zwar aber man lernt wie die User suchen, schauen, stöbern,… und kann da vielleicht optimieren. Ein Rentner und Teenager und Hausfrau suchen und nutzen unterschiedlich und Katzen, Igel und Raubvögel suchen unterschiedlich nach Nahrung.
    Netflix soll auch besser sein als Amazon-Prime-Video. Aber ich glaube hier gabs doch ein Interview das jemand meinte, er bräuchte 15 Minuten um was brauchbares bei Netflix zu finden. Bei CNBC meinte ich glaube Joe Kernan(?) auch mal ich glaube er hätte die DVDs gekauft weil er zwar wüsste das die Serie bei Netflix gucken könnte er sie aber nicht gefunden hätte.
    Aktuell wird die oft misratene Software-Bedienung durch Sprach-Steuerung ersetzt. Mal sehen ob das eine brauchbare Ergänzung wird.

    Ein Formel-1-Team will immer schneller werden. Diktatoren oder Boni-Managern hingegen ist es oft wohl egal und die wollen nicht wissen wie sie besser werden können und Kritik wird ignoriert, entlassen oder verhindert. Steve Jobs hatte zehn-tausend Prozent Kunden-Orientierung. Es ist endlich mal schön das meine Ideen von einem Mittler umgesetzt werden und jemand Zuschauer (hoffentlich) und Produzenten/Anbieter(laut Interview) zufrieden machen will. Bei Uber usw. wäre mein Ziel ja auch das User günstig und gut ans Ziel kommen aber auch die Fahrer auskömmlich Einnahmen haben. Andere Firmen sind ja bekannt dafür, Kunden zu verbrennen aber auch Geschäftspartner nur um schnell zu wachsen und teuer an die Börse zu gehen.
    Als Vermittler sollte man seinen Umsatz oder Stückzahlen optimieren wollen und nachhaltig Geschäfte machen wollen.

    Also alles Gute und viel Erfolg und möglichst wenig Probleme.

  3. Sorry, …….sehe gerade ich bin ja doch freigeschaltet.
    Werde mir eine Brille zulegen.

    Aber es wäre doch schön, wenn hier mehr mitdiskutieren wollten. Es geht doch um Medien, die außer Internet kaum noch konsumiert werden. Und gerade deswegen sollte im Netz Auswahl sein und Pantaflix ist starr wie Fernsehen. Es kostet Pantaflix kein Geld, 1000 Themen hineinzunehmen. Wenn sie dann noch gefunden werden, hätte es eine Zukunft.
    Aber die handvoll Filme, die oben stehen und Werbung bekommen, sind aus eigenem Hause und sollen das Geld bringen. Das kann nicht funktionieren.

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