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Geheime Absprachen: Kartellamt verhängt 3,1-Millionen-Euro-Strafe gegen Studio Berlin und Bavaria

Das Kartellamt bittet zur Kasse: Geheime Absprachen unter Managern von Studio Berlin und Bavaria
Das Kartellamt bittet zur Kasse: Geheime Absprachen unter Managern von Studio Berlin und Bavaria

Wenn sich Unternehmens-Manager im Hinterzimmer treffen und tuscheln oder geheime Absprachen treffen, kann es ziemlich teuer werden. Das erfahren nun die TV-Studios Berlin Adlershof, Berlin Broadcast sowie die bayerische Bavaria Studios & Production Services GmbH. Das Bundeskartellamt hat wegen eines "unzulässigen Informationsaustauschs" ein Bußgeld von insgesamt 3,1 Millionen Euro gegen sie verhängt.

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Mit von der Partie war eigentlich ein viertes Unternehmen: An den Absprachen beteiligt waren nach Angaben der Wettbewerbshüter auch die in Köln ansässigen MMC Studios, die den Fall allerdings an das Bundeskartellamt herangetragen haben und somit einer Strafe entkommen sind.

Die Unternehmen sollen im Zeitraum von September 2011 bis Dezember 2014 regelmäßig Informationen über Preise, Angebotsinhalte, ihr Angebotsverhalten sowie weitere “wettbewerbrechtlich sensible Informationen” ausgetauscht haben. „Die Beteiligten wollten über den Austausch sensibler Informationen wie z.B. die eigene Preiskalkulation den Preiswettbewerb beim Betrieb von Studios für TV- und Filmproduktionen eindämmen und die Erlössituation ihrer Unternehmen verbessern. Ein so weitgehender Informationsfluss zwischen konkurrierenden Unternehmen kann den Wettbewerb ebenso einschränken wie Preisabsprachen”, erklärt Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes.

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Das Bußgeld, dessen Verteilung auf die drei Parteien nicht zu gleichen Teilen erfolgen muss, falle geringer aus als üblich, so das Kartellamt weiter. So seien den Unternehmen Zugeständnisse gemacht worden, weil sie während der Ermittlungen kooperiert haben. Die verhängten Geldbußen sind noch nicht rechtskräftig. Gegen die Bescheide kann Einspruch eingelegt werden.

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