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Twitter-Quartalszahlen: Schwacher Ausblick lässt Aktie um 11 Prozent abstürzen

Absturz ohne Ende: Twitter blieb 2016 zum zehnjährigen Firmenjubiläum der Prügelvogel der Wall Street
Absturz ohne Ende: Twitter blieb 2016 zum zehnjährigen Firmenjubiläum der Prügelvogel der Wall Street

Jack Dorsey bleibt der Minus-Mann der Wall Street : Seit einem Jahr führt der Mitbegründer des Kurznachrichtendienstes Twitter den abgestürzten Social Media-Liebling nun schon und bezog dabei bei jeder Bilanzverkündung von der Wall Street Prügel. Nach Handelsschluss setzte sich Twitters Sturzflug standesgemäß fort: Nach einer stagnierenden Nutzerentwicklung und einem schwachen Ausblick bricht die Aktie nach Handelsschluss um weitere 11 Prozent ein.

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Jack Dorsey und Quartalszahlen – das ist ein Auftritt wie bei „Täglich grüßt das Murmeltier“. Immer wieder tritt der Twitter-Mitbegründer vor die Kameras seines Live-Streaming-Dienstes Periscope, und immer wieder wird Twitter danach von der Wall Street regelrecht verprügelt – und von den eigenen Nutzern regelrecht verspottet.

Es war bereits Dorseys fünfter Versuch, der Wall Street die Geschäftsentwicklung des strauchelnden 140-Zeichen-Dienstes zu erläutern – die ersten vier endeten mit Kursabschlägen von 12134 und 14 Prozent im nachbörslichen Handel.

Weitere Verluste von 107 Millionen Dollar im abgelaufenen Quartal

Und diesmal? Dorsey gelang das fragwürdige Kunststück, den fünften Kurssturz in Folge zu liefern: Um 11 Prozent brach die Aktie des 140-Zeichen-Dienstes nach Handelsschluss diesmal ein. Dabei lag die Quartalsbilanz für das abgelaufene zweite Quartal noch halbwegs im Rahmen der Erwartungen: Die Umsätze legten um 20 auf 602 Millionen Dollar zu – die Wall Street hatte mit Erlösen in Höhe von 607 Millionen Dollar gerechnet.

Twitter verliert allerdings weiter massiv Geld: Weitere 107 Millionen Dollar verbrannte der Kurznachrichtendienst in den 91 Tagen von Anfang April bis Ende Juni – im Vergleichszeitraum im Vorjahr waren es noch 137 Millionen Dollar gewesen. Auf Proformabasis wies Twitter einen Gewinn je Aktie von 0,13 Dollar aus und konnte damit sogar die Analystenschätzungen überbieten, die noch 0,09 Dollar je Anteilsschein gelegen hatten.

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Nutzerwachstum und Ausblick lassen Twitter-Aktie erneut  abstürzen

Dass die Twitter-Aktie nach Handelsschluss erneut zweistellig unter die Räder kam, lag einerseits an am stagnierenden Nutzerwachstum: Mit 313 Millionen aktiven Twitterern konnte CEO Jack Dorsey im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gerade mal drei Millionen neue Mitglieder hinzugewinnen.

Noch beunruhigender ist indes der Ausblick auf die Geschäftsentwicklung im laufenden Quartal, in dem immerhin ein Großereignis wie die Olympischen Spiele in Rio stattfindet. Lediglich mit Erlösen von 590 bis 610 Millionen Dollar rechnet Dorsey – und könnte damit sogar hinter dem abgelaufenen Quartal zurückbleiben.

Die Wall Street hatte mit Erlösen in Höhe von 682 Millionen Dollar weitaus größere Erwartungen an Twitter – entsprechend drastisch fiel der Absturz aus. Bei nachbörslich 16,45 Dollar befindet sich die abgestürzte Twitter-Aktie weniger als drei Dollar von den Allzeittiefs entfernt. Seit den Höchstkursen kurz nach dem Börsengang Ende 2013 haben Anteilsscheine des zehn Jahre alten Internet-Unternehmens inzwischen fast 80 Prozent an Wert verloren.

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