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Nach Ausstieg von Gruner + Jahr bei VGN: Aus für Ad Alliance-Pläne in Österreich

Nach dem Ausstieg von Gruner + Jahr bei der VGN peilen die Medienmanager Horst Pirker (l.) und Walter Zinggl (r.) wohl doch keine Kooperation mehr an
Nach dem Ausstieg von Gruner + Jahr bei der VGN peilen die Medienmanager Horst Pirker (l.) und Walter Zinggl (r.) wohl doch keine Kooperation mehr an

In Deutschland wollen Gruner + Jahr und die Fernsehgruppe RTL ihre Vermarktung Anfang 2017 zur Ad Alliance verschmelzen, um vor allem Großkunden crossmediale Angebote zu unterbreiten. Ähnliches war auch in Österreich geplant. Jetzt wird nach dem Ausstieg von Gruner + Jahr bei der VGN die hier ursprünglich anvisierte Vermarktungs-Allianz nicht weiter verfolgt.

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Es war ein verlockendes Kombi-Angebot. Unternehmen, die Anzeigenkunden beim Wochenmagazin „Profil“ der Verlagsgruppe News (VGN) waren, konnten zugleich einen Fernsehspot auf den heimischen Werbefenstern der RTL-Gruppe schalten – sowie umgekehrt. Und dies zu einem deutlichen Rabatt. Im Gespräch war ein Preisnachlass im zweistelligen Prozentbereich. Dadurch erhofften sich die VGN und IP Österreich für ihre jeweiligen Medien neue Werbekunden. Hierzu vereinbarten die beiden Unternehmen im vergangenen Jahr eine Kooperation. Die Zusammenarbeit war als erster Schritt für eine später vertiefende Vermarktungs-Allianz gedacht, die ähnlich wie bei Gruner + Jahr und IP Deutschland in eine Ad Alliance münden sollte.

Doch daraus wird nichts. Wie MEEDIA aus Unternehmenskreisen erfuhr, wird die ursprünglich anvisierte Vermarktungs-Allianz zwischen VGN und IP Österreich nicht umgesetzt. „Die Zusammenarbeit mit IP Österreich zum Thema Ad Alliance war nur im Ideenstadium. Der Gedanke wurde damals nicht weiterverfolgt und hat auch nicht an Aktualität gewonnen“, erklärt Horst Pirker, Geschäftsführer der News-Gruppe, gegenüber MEEDIA. Walter Ziggl, Chef von IP Österreich, hält sich auf Anfrage bedeckt. „Wenn sich eine sinnvolle Möglichkeit ergibt, werden wir das prüfen und entscheiden.

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Dass die anvisierte Vermarktungs-Allianz nicht zustande kommt, dürfte vor allem an der neuen gesellschaftsrechtlichen Konstellation liegen. So hatte Gruner + Jahr Mitte Juni seine Mehrheitsbeteiligung an der Verlagsgruppe in Österreich an den langjährigen Firmenchef Pirker abgegeben. VGN ist dadurch nicht mehr indirekt Teil des Gütersloher Bertelsmann-Konzerns und somit auf dem hart umkämpften Medienmarkt zur Konkurrenz für IP Österreich auf dem hart geworden. Es wäre daher wohl kartellrechtlich problematisch, wenn sie in dieser Konstellation Preisabsprachen über gemeinsame Werbepakete treffen würden.

Der österreichische Medienmanager Pirker führt den Magazinkonzern seit Juni 2014. Er arbeitet seither an der Neupositionierung des Unternehmens und an einer wirtschaftlicher Gesundung des Unternehmens. Zur österreichischen Verlagsgruppe News gehören Zeitschriften wie News und Profil.

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