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Aktien-Absturz: Hat sich Nintendo mit “Pokémon Go” verzockt?

Kurssturz bei Nintendo: Trotz Smartphone-Hit “Pokémon GO” fällt Aktie um 18 Prozent
Kurssturz bei Nintendo: Trotz Smartphone-Hit "Pokémon GO" fällt Aktie um 18 Prozent

Der beispiellose Hype um das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" hat die Aktie von Nintendo, seit 1996 Publisher der Monsterfiguren, zunächst in die Höhe schnellen lassen. Am Montagmorgen kam es nun zum zweiten kräftigen Kurssturz binnen weniger Tage. Grund: Der japanische Spiele- und Konsolen-Hersteller hatte am Freitag nach Börsenschluss mitgeteilt, "Pokémon Go" werde nur einen "begrenzten Einfluss" auf den Gewinn haben.

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Diese verschleiernden Worte zum eher mäßigen Gewinn durch “Pokémon Go” haben einen Aktien-Ausverkauf bei Nintendo ausgelöst: Die Aktie ging am Morgen mit einem Absturz von 18 Prozent an der japanischen Börse in die Knie – das ist der größte Tagesverlust seit knapp 26 Jahren. Und eigentlich keine große Überraschung: Das Unternehmen ist nur teilweise an den Gewinnen des Erfolgsspiels beteiligt.

Die Rechte an den Monsterfiguren liegen bei The Pokémon Company, an der Nintendo mit 32 Prozent beteiligt ist. Die Rechte am Smartphone-Spiel hält die The Pokémon Company gemeinsam mit den Entwicklern der ehemaligen Google-Tochter Niantic und anderen Investoren. So landet unter dem Strich nur ein Zehntel des erzielten Gewinns bei Nintendo, analysiert das Handelsblatt.

Das teilte Nintendo durch die Blume nach Börsenschluss am Freitag mit. Demnach würde “Pokémon Go“ nur einen “begrenzten Einfluss” auf die Geschäftszahlen haben. Daher gebe es derzeit keine Pläne, die Geschäftsziele anzuheben. Ein herber Schlag für zahlreiche Investoren, die den Börsenwert von Nintendo sogar verdoppelt haben – das Unternehmen zog somit sogar an Konkurrent Sony vorbei.

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Große Gewinne blühen hingegen Apple und Google, die mächtig Umsatz in ihren jeweiligen App-Stores machen – laut einer Studie von Needham & Company könnte allein der iPhone-Hersteller in den nächsten zwei Jahren fast drei Milliarden Dollar mit “Pokémon Go” einnehmen. Nur zum Vergleich: Mit dem beliebten Spiele-Hit “Candy Crush” kassierte Apple zwei Milliarden Dollar.

Am Mittwoch berichtet Nintendo über die Geschäftsergebnisse im ersten Quartal. Da “Pokémon Go” im Juli auf den Markt gekommen ist, taucht es nicht mehr in der Bilanz auf – die Bücher wurden schon im April geschlossen.

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