Anzeige

Schluss mit lustig bei Spiegel Online: Satire-Rubrik „Spam“ wird eingestellt

Rückendeckung aus dem eigenen Team: Spiegel Online-Macher Florian Harms

Nach zehn Jahren schafft Spiegel Online die Satire-Rubrik „Spam“ ab, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung erfahren hat. Die Rubrik, so soll es die Redaktionsleitung den Humoristen angekündigt haben, wird zu Ende August eingestellt. Doch: „Es wird auch weiterhin gut gemachte Satire auf Spiegel Online geben“, so SPON-Chef Florian Harms, „aber nur noch punktuell und anlassbezogen.“

Anzeige

Die Redaktion habe Spiegel Online über die Jahre „mal mit feinem, mal herzhaftem Humor“ bereichert, so SPON-Chef Florian Harms gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Bei der Weiterentwicklung der Website konzentrieren wir uns nun aber auf andere Felder.“ Oder weniger diplomatisch ausgedrückt: Die Satire-Rubrik „Spam“ wird eingestellt. Für Spiegel Online sei die „Investition in Satire offenbar finanziell nicht mehr vernünftig genug“, schreibt die FAS. Vor allem für regelmäßige Mitarbeiter würde die Einstellung „den Wegfall ihrer Haupteinnahmen“ bedeuten, analysiert die Zeitung.

Kaum ein Wunder, dass Satiriker Martin Sonneborn – der die Rubrik vor zehn Jahren ins Leben gerufen hat – die Nachricht erst recht sarkastisch kommentiert: „Ich finde es ein wenig bedauerlich, dass Spiegel Online ausgerechnet seine seriöseste Rubrik einstellt“, so Sonneborn im Gespräch mit der FAS. Und mit Bezug auf das SPON-Jugendportal:  „Es wird sicherlich weiter gute Satire auf der Seite geben, zum Beispiel bento.“

Anzeige