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Q2-Bilanz: Netflix verbucht nur 1,7 Millionen neue Abonnenten – Aktie stürzt um 15 Prozent ab

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Erneuter Kurssturz nach Handelsschluss: Die Berichtssaison in den USA beginnt wie schon vor drei Monaten mit einem satten Einbruch von Netflix. Der Streaming-Video-Anbieter muss nach Jahren auf der Überholspur eine deutliche Verlangsamung des Nutzerwachstums eingestehen: Nur noch 1,6 Millionen neue Abonnenten konnte CEO Reed Hastings im zweiten Quartal präsentieren. Obwohl Netflix den Abschwung im Ausblick vor drei Monaten bereits andeutete, bricht die Aktie nachbörslich um mehr als 15 Prozent ein.

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Ist es das Ende einer der größten Wachstumsstorys der Digitalära? Netflix’ hyperbolisches Wachstum nach dem Launch in 130 neuen Nationen im Januar scheint zumindest ausgereizt. Der Video-Streaming-Platzhirsch, der mit seinem schillernden CEO Reed Hastings über Jahre die Wall Street elektrisiert hatte, patzte bei Vorlage der neusten Geschäftszahlen nach Handelsschluss erneut.

Konnte man die Reaktion auf die Quartalsbilanz vor drei Monaten, als Netflix noch 6,7 Millionen neue Abonnenten verzeichnet hatte, als Überreaktion abtun, trübt sich das Bild in den Monaten zwischen Anfang April und Ende Juni doch spürbar ein.

Netflix-CEO Reed Hastings: “Wir wachsen nicht so schnell wie wir es gerne tun würden”

Lediglich 1,7 Millionen neue Kunden konnten das bereits 1997 als DVD-Versender gegründete US-Unternehmen im zweiten Kalenderquartal verbuchen – und unterbot damit deutlich die Konsensschätzungen der Wall Street und den eigenen Ausblick, der noch 2,5 Millionen neue Abonnenten in Aussicht gestellt hatte.

CEO Reed Hastings gestand ein, dass er mit der jüngsten Entwicklung nicht zufrieden sei: “Wir wachsen nicht so schnell wie wir es getan haben oder gerne tun würden”, erklärte der Netflix-CEO im begleitenden Statement. “Einen großen Markt zu erschließen, kann holprig sein, aber die Möglichkeiten, die vor uns liegen, sind so groß wie immer.”

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Aktie verliert nachbörslich 15 Prozent an Wert

Das bezweifelt die Wall Street nach Vorlage der Geschäftsbilanz für das zweite Quartal jedoch offenbar, wie der erdrutschartige Absturz der Aktie nach Handelsschluss beweist. Dabei hat Netflix in Dollar und Cent im abgelaufenen Quartal die Erwartungen durchaus erfüllt: Die Umsätze legten weiterhin um 28 Prozent zu und trafen damit genau die Analystenschätzungen. Der Nettogewinn, der immer noch vollständig von der DVD-Sparte eingefahren wird, fiel mit 41 Millionen Dollar oder 9 Cent je Aktie höher aus als von Banken prognostiziert.

Die Fokussierung der Wall Street liegt jedoch einzig und allein auf dem Abonnentenwachstum. Und das dürfte auch im laufenden Quartal unter den Erwartungen liegen. So stellte Netflix-CEO Reed Hastings bis Ende September einen Zugewinn von zwei Millionen neuen Abonnenten in Aussicht – die Wall Street hatte jedoch mit 2,54 Millionen neuen zahlenden Kunden gerechnet.

Die Folge: Anteilsscheine von Netflix verlieren nach Handelsschluss mehr als 15 Prozent an Wert. Bei nur noch 84 Dollar liegt der Video-Streaming-Pionier damit nun schon 26 Prozent unter dem Startniveau des Jahres.

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