Partner von:
Anzeige

Scholls “Gehirnschluckauf”, Löws Hand-Spiel und Rizzolis Rache: die Höhepunkte der Fußball-EM

Bilder für die Ewigkeit: Die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich
Bilder für die Ewigkeit: Die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich

Von emotional über kurios bis zu akrobatisch: Die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich hatte so einige Höhepunkte, auch wenn das Turnier für den Geschmack vieler Fans nur schleppend in Gang kam. Am Ende bleibt die Erinnerung an sportliche Glanzleistungen und kuriose Momente. MEEDIA hat die eine Auswahl der Highlights zusammengestellt, die definitiv in Erinnerung bleiben werden.

Anzeige
Anzeige

Kurz vor knapp: Jérôme Boatengs unglaubliche Rettungsaktion

EM-2016-Jerome-Boateng

Das erste Gruppenspiel der deutschen Elf gegen die Ukraine war ein Wechselbad der Gefühle. Angefangen mit einer spektakulären Rettungsaktion: Köpfte Shokdran Mustafi noch in der 19. Minute zum 1:0 für Deutschland, glich Verteidiger Jérôme Boateng die Führung schon kurz darauf fast wieder aus – in letzter Sekunde kratzt er quasi seinen eigenen Schuss von der Torlinie. Wie kurz vor knapp die Rettung kam, zeigte die „Hawk Eye“-Torlinientechnik, die bei dieser Szene erstmals zum Einsatz kam. Aber mit dem eindeutigen Urteil: kein Tor.

Das kuriose Hosen-Handspiel von Jogi Löw

Joachim-Loew-EM-2016

Was haben sich Netzgemeinde und Presse überschlagen, als Bundestrainer Jogi Löw während dem Spiel gegen die Ukraine seinen Körper abermals einem Geruchscheck unterzog. Lukas Podolski stellte daraufhin in einer Pressekonferenz erst einmal klar: “Ich glaube, 80 Prozent von euch und auch ich kraulen sich mal an den Eiern. Von daher ist alles gut.“ Selbsterklärend, dass „Poldi“ dafür Beifall erhielt.

Sieg? Schweinsteiger!

Bastian-Schweinsteiger-EM-2016

Abgerundet wird die brisante Partie durch ein Comeback mit Knalleffekt: In der 90 Minute wird Sebastian Schweinsteiger eingewechselt – und knipst drei Minuten später gegen die Ukraine das Endergebnis von 2:0. Ein überragender EM-Auftakt für den Weltmeister von 2014 – und nach einer Saison voller Verletzungen und Behandlungspausen ein regelrechter Befreiungsschlag für “Schweini”, der damit sein 24. Tor für die Nationalmannschaft schoss. Da rückte das erste gewonnene Gruppenspiel geradezu in den Hintergrund.

Löchrig wie schweizer Käse

Puma-Trikotgate-EM-2016

Das fetzt! Muss sich die französische Elf gedacht haben, als sie in der Gruppenphase gegen die Schweiz ran mussten. Immerhin waren die roten Trikots der Gegner nicht zu fassen – sie rissen im Zweikampf einfach weg. So waren sieben Trikots der Schweizer nach dem 0:0 gegen die Gastgeber nur noch Fetzen. Sportartikel-Hersteller Puma entschuldigte sich für den Patzer und erklärte den Fauxpas mit einem Materialfehler.

Ein Turnier-Trend für die Augen

EM-2016-Xherdan-Shaqiri

Wenn diese Europameisterschaft einen Trend hervorgebracht hat, dann ist es eindeutig der Fallrückzieher. Den schönsten (und einzigen erfolgreichen) legte Xherdan Shaqiri hin. Mit seinem spektakulären Treffer rettete der Schweizer sein Team kurz vor Schluss in die Verlängerung (1:1). Die Polen setzten sich nach dem Elfmeterschießen zwar 6:5 durch – doch die Fußballwelt sprach nach dem Achtelfinale eigentlich nur noch von Shaqiris Glanztat.

Huh! Und buh?

Island-EM-2016

Wer hätte gedacht, dass sogar Klatschen zum Kult werden kann? Dabei hat die Elf aus Island in vielerlei Hinsicht überrascht. Angefangen mit ihrer ersten EM-Teilnahme. Gekrönt von ihrem 2:1-Sieg im Achtelfinale gegen England – und dem triumphierenden „Viking Chant“-Jubel nach dem Spiel. Da war Gänsehaut garantiert! Immerhin grölten und klatschten 10.000 Fans den „Huh!“-Schlachtruf mit – das sind fast zehn Prozent von Islands Gesamtbevölkerung. Für Verärgerung sorgte allerdings ausgerechnet der Gastgeber: Nach dem 2:0-Sieg gegen Deutschland lieh sich das französische Team den „Viking Chant“ von den Isländern aus. Das reichte glatt für einen kleinen Shitstorm in den sozialen Netzwerken.

Die besten Fans der Welt

Beste-Fans-der-Welt-Irland-Europameisterschaft-2016

Man musste sie einfach lieben: Die irischen Fußball-Fans haben etwa den Ausschreitungen von Hooligans nicht nur eine herzliche Geste entgegengesetzt. Die wohl am meisten gefeierte: Eine Gruppe Iren singt einem kleinen Kind in der Bahn in Bordeux ein Schlaflied. Dabei unterlagen die „Boys in Green“ der belgischen Elf im Stade de Bordeux mit 1:0.

“Das ist die EM, keine Familienveranstaltung.”

Gareth-Bale-EM-2016

Nani, Pepe, Hamsik – sie alle holten ihre Sprösslinge auf den Rasen, um nach dem Spiel zu feiern. Auch Wales-Star Gareth Bale, der nach dem Viertelfinalsieg gegen Belgien (3:1) mit Tochter Alba Violet über das Grün tollte. Sehr zum Unmut der UEFA: “Es ist immer süß, wenn die Kinder auf dem Platz spielen. Das sind schöne Bilder”, sagte UEFA-Turnierdirektor Martin Kallen. “Aber es ist eine Europameisterschaft und zumindest auf dem Rasen keine Familienveranstaltung.”

Anzeige

Mehmet Scholl und der “Gehirnschluckauf”

Mehmet-Scholl

Hin und wieder komme es eben zu “Gehirnschluckauf”: ARD-Fußballexperte Mehmet Scholl entschuldigte sich für seinen “flapsigen Spruch” über DFB-Chefscout Urs Siegenthaler. Der Ex-Nationalkicker meckerte nach dem Sieg gegen Italien im Elfmeterschießen über den Taktikwechsel von Bundestrainer Joachim Löw, der – so Scholls Vermutung – die Idee von „Siegenthaler und Konsorten“ gewesen sei. Der DFB-Chefscout „möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen kommen“, fuhr er fort. Auf diese Äußerung gab es massive Kritik an der Wortwahl Scholls.Unterm Strich stehe er aber zu seiner Kritik: “Spruch ungut, Analyse bleibt”, so das Fazit des Ex-Kickers in der Vorberichterstattung des EM-Halbfinals Wales gegen Portugal.

Der Elfermeter-Krimi

EM-2016-Elfmeter

“Ich kann es noch gar nicht fassen”, sagte Jonas Hector nach dem Viertelfinalsieg gegen Italien. Kein Wunder: Er verwandelte im Elfmeterschießen den entscheidenden, 18. Elfmeter gegen Torhüter Gianluigi Buffon. Endergebnis: 7:6 (n.E.)! Das Spiel war (schon vorab) eine einzige Zitterpartie: Bislang war Deutschland noch bei keiner EM oder WM gegen Italien weitergekommen – und dann vergaben mit Müller, Özil und Schweinsteiger auch noch drei Top-Knipser ihren Elfmeter.

 

Das ZDF hat wohl den Pfiff nicht gehört

Werbung-Symbolbild-EM-2016

Millionen Zuschauer fieberten dem Halbfinale zwischen Deutschland und Frankreich entgegen – und sahen zu Spielbeginn: nichts. Das ZDF war erst zehn Sekunden nach Anpfiff auf Sendung. Im Gegensatz zum Rest der Welt, die den Spielbeginn pünktlich sahen. Warum? Der Werbetrailer wurde zu spät eingespielt. „Das nehmen wir auf unsere Kappe“, entschuldigte sich daraufhin ein ZDF-Sprecher.

“Rizzolis Rache”

EM-2016-Rizzoli

Formschwäche? Von wegen! Schiedsrichter Nicola Rizzoli habe das EM-Halbfinale “Deutschland – Frankreich” (0:2) eindeutig gegen die deutsche Elf und zugunsten der Gastgeber gepfiffen – so lautete ein weit verbreiteter Vorwurf in den sozialen Netzwerken. Immerhin sei er Italiener und habe sich für das verlorene Elfmeterschießen gegen Deutschland revanchiert. Der darauf folgende Shitstorm zeigte mal wieder die hässliche Seite von Twitter & Co.

 

Alter Falter!

Mothgate-Christiano-Ronaldo-Twitter

Hektische Helfer, verdutzte Spieler, ein gnadenlos cooler Collina (Foto, M.): Plötzlich waren zum EM-Finale im Stade de France zwischen Frankreich und Portugal überall Motten. Wie und warum es gerade zu diesem Zeitpunkt zu einer Motten-Invasion kam? Ist ungeklärt. Unter dem Hashtag #Mothgate wurde der kleine Zwischenfall aber schnell zum Netzhit.

Portugal wird Europameister

Portugal-EM-Finale-2016

Was für ein Spiel. Erst die schiere Dominanz der französischen Elf, dann auch noch der Ausfall von Portugals Star-Kicker Christiano Ronaldo – und schließlich der (späte) 1:0-Siegtreffer von Eder in der 109. Minute. Portugal wird dank des Treffers aus 25 Metern Entfernung Europameister. Zum ersten Mal in der Mannschaftsgeschichte.

…und das i-Tüpfelchen: Der Europameister wurde auch meistgeteilt

YouTube-EM-2016-CHristiano-Ronaldo-Nike-Werbung

Klar: Zu großen Sportereignissen buhlen Marken um die Gunst der Zuschauer. Der beliebteste Werbespot aus der Fußball-Welt kam bei der Europameisterschaft von Sportartikelhersteller Nike. Der Spot „The Switch“, in dem Ronaldo den Körper mit einem Teenager tauscht, wurde seit dem 9. Juni bereits 335.618 Mal geteilt. Darüberhinaus haben die Fans das Video doppelt so häufig auf Youtube geteilt, als im Vergleich auf Facebook. Damit hat es den Volvo-Spot “Prologue” mit Zlatan Ibrahimović, der es mit 61.421 Shares auf den zweiten Platz schafft, locker hinter sich gelassen – so ergab es eine Auswertung von Unruly.

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia