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EM geht mit zuschauerschwächstem Finale seit 1992 zu Ende, Konkurrenz dennoch chancenlos

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Portugal hat die EM 2016 gewonnen

18,80 Mio. sahen am Sonntag das Endspiel der Fußball-EM im Ersten. Eine stolze Zahl, über die sich jedes Nicht-Fußball-Programm gigantisch freuen könnte. Für ein EM-Finale war es allerdings die geringste Zahl seit 1992. Seitdem sahen immer mehr als 20 Mio. zu. Allerdings lag das eher am Sommerwetter, als an der Konkurrenz: Die blieb nämlich gewohnt blass.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

[Update vom 12. Juli: Die GfK hat die Zuschauerzahl des EM-Finals von 17,68 Mio. auf 18,80 Mio. deutlich nach oben korrigiert. Offenbar war bei der zuerst veröffentlichten Zahl fälschlicherweise noch eine halbe Stunde Nachberichte mit einberechnet worden. An der Tatsache, dass es sich um das zuschauerschwächste Finale seit 24 Jahren handelt, ändert sich allerdings nichts.]

1. Interesse am EM-Finale geringer als in den vergangenen 20 Jahren

18,80 Mio. Fans sahen also im Durchschnitt der 120 Minuten den Sieg Portugiesen im EM-Finale 2016. Der Marktanteil lag damit bei grandiosen 59,7%. 6,99 Mio. 14- bis 49-Jährige reichten sogar für 61,9%, den besten Marktanteil erzielte das Match mit 74,0% bei den 3- bis 13-Jährigen: 600.000 Kinder in diesem Alter durften wach bleiben. Im Vergleich zu vergangenen Finals waren die 18,80 Mio. kein allzu starker Wert. So sahen 1996, 2000, 2004, 2008 und 2012 immer mindestens 20 Mio. im deutschen Fernsehen zu. 2012 waren es bei Spanien-Italien z.B. 20,31 Mio., 2008 bei Deutschland-Spanien 28,05 Mio. Den Final-Rekord hält weiter das aus 1996, das Deutschland gegen Tschechien gewann. 28,44 Mio. waren damals dabei. Für ARD und ZDF war die EM 2016 dennoch die quotenstärkste der Geschichte – natürlich auch, weil die Zahl der Spiele deutlich größer war als bei früheren Turnieren.

2. “Traumschiff” führt das Feld der EM-Verfolger an, “Terra X” punktet am Vorabend

Die Nummer 1 abseits des Fußballs hieß am Sonntagabend ZDF. Immerhin 3,15 Mio. entschieden sich gegen das Endspiel und für “Das Traumschiff”. Der Marktanteil lag immerhin bei 10,1%. Gut lief es für das ZDF am Vorabend: 3,23 Mio. sahen “Terra X: Der Rhein” – 14,3%. Die Privatsender hatten in der Prime Time nichts zu melden: RTLs “Pitch Perfect” landete mit 1,53 Mio. Sehern bei 4,9%, die anderen Privaten noch dahinter.

3. RTL holt mit Formel 1 über 30%, ZDF mit Leichtathletik starke 17%

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Schon vor dem abendlichen Finale der Fußball-EM hatte der Sonntag für Sportfans viel zu bieten. Den Formel-1-Grand-Prix von Silverstone sahen bei RTL schon 4,32 Mio. Fans (30,2%) und bei Sky weitere 320.000 (2,2%). Das Wimbledon-Finale der Herren landete hingegen ebenfalls bei Sky nur bei 50.000 Zuschauern und 0,4%. Großes Interesse gab es auch noch am Abschluss der Leichtathletik-EM: 2,68 Mio. waren im ZDF ab 17.10 Uhr dabei – starke 17,4%.

4. RTL Best of the Rest im jungen Publikum

Bei den 14- bis 49-Jährigen war nicht “Das Traumschiff” der stärkste direkte EM-Konkurrent, sondern der RTL-Film “Pitch Perfct – Die Bühne gehört uns”. Immerhin 1,04 Mio. junge Menschen schalteten ein – 9,1%. Direkt dahinter folgt ProSieben mit dem “etwas anderen Cop”, der 970.000 14- bis 49-Jährige (8,5%) anlockte. Sat.1 blieb mit “Navy CIS” um 20.15 Uhr bei 5,5% hängen, um 21.15 Uhr sogar bei 4,3%. Nur 3,0% gab es für die “Promi Shopping Queen” bei Vox, ebenso für “Das Inferno” von kabel eins, mit ganzen 1,6% muss sich RTL IIs Bollywood-Film “Devdas – Flammen unserer Liebe” zufrieden geben.

5. WDR trumpft mit “Tatort” auf, mdr punktet mit Volksmusik

Dass trotz EM-Finale auch in der Prime Time überdurchschnittliche Zahlen drin waren, hat das WDR Fernsehen bewiesen: auf dem Stamm-“Tatort”-Sendeplatz am Sonntagabend zeigte der Sender den neun Jahre alten Fall “Ruhe sanft” aus Münster. 1,37 Mio. sahen zu, bescherten dem Film stolze 4,5% und Platz 22 in den Tages-Charts. Immerhin 880.000 Leute sahen parallel dazu lieber “Das Beste aus 15 Jahren Krone der Volksmusik” im mdr Fernsehen – ebenfalls gute 2,8%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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