Partner von:
Anzeige

“Vorstadtweiber” stürzen unter die 10%-Marke, neuer Rekord für die kabel-eins-Reihe “Achtung Abzocke”

Vorstadtweiber.jpg
ARD-Serie "Vorstadtweiber"

Die ARD-Dienstags-Serie "Vorstadtweiber" wird immer mehr zum Flop. 2,75 Mio. Zuschauer reichten diesmal nur noch für unschöne 9,6%. Den Tagessieg holte sich im Anschluss "In aller Freundschaft" mit 4,96 Mio. und 17,0%. Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann "Bones" die Prime Time mit blassen Zahlen - stolze 8,8% erkämpfte sich hier kabel eins mit "Achtung Abzocke".

Anzeige
Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. “Vorstadtweiber” wird zum Dienstags-Problem, “In aller Freundschaft” bleibt dennoch stark

2,75 Mio. Menschen schalteten am Dienstag um 20.15 Uhr die Serie “Vorstadtweiber” im Ersten ein. Insbesondere für diesen erfolgsverwöhnten Sendeplatz ist ein Marktanteil von 9,6% eine mittlere Katastrophe. Staffel 1 lag 2015 noch zwischen 12,5% und 17,2% und auch Staffel 2 startete im Mai noch mit tollen 14,3%. Von da an ging es nun aber Woche für Woche bergab – auf mittlerweile 9,6%. Trotz des schwachen Vorprogramms lief “In aller Freundschaft” direkt danach gewohnt stark: 4,96 Mio. Zuschauer bescherten der Krankenhausserie den Tagessieg und tolle 17,0%.

2. ZDF dominiert am Nachmittag – mit bis zu 20%

Die besten Marktanteile im deutschen Fernsehen erzielte am Dienstag das ZDF: So erzielte “Bares für Rares” um 15.05 Uhr mit 1,96 Mio. Sehern grandiose 19,1%. die 17-Uhr-“heute”-Sendung mit 2,20 Mio. noch grandiosere 20,0% und “halle deutschland” um 17.10 Uhr mit 2,28 Mio. 19,3%. Um 20.15 Uhr erreichte die “ZDFzeit”-Doku “Kurs auf die Krone – Mary und Frederik von Dänemark” mit 3,35 Mio. Leuten immerhin noch solide 11,8%, “Frontal 21” stürzte danach aber auf 7,8%.

3. RTL siegt im jungen Publikum – aber mit teilweise überschaubaren Zahlen

Anzeige

Bei den 14- bis 49-Jährigen belegen vier RTL-Programme die ersten Plätze. Den Tagessieg holte sich “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” mit 1,55 Mio. und stolzen 20,2%, dahinter folgen zweimal “Bones” und einmal “CSI: Miami”. Insbesondere “Bones” war aber kein allzu großer Hit, bescherte RTL mit 1,09 Mio. und 1,15 Mio. jungen Zuschauern nur blasse 11,2% und 11,4%. Sat.1 folgt mit dem Film “Sind denn alle Männer Schweine?” und Werten von 1,08 Mio. und 10,9% direkt dahinter, ProSieben erzielte mit den “Simpsons” 9,9% und 10,1%, mit “2 Broke Girls” 8,4% und 6,7%, sowie mit “Supergirl” und “The Flash” 7,6% und 10,6%.

4. Neuer Rekord für die kabel-eins-Reihe “Achtung Abzocke”

Bei den Sendern der zweiten Privat-TV-Liga stach kabel eins heraus: 870.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich um 20.15 Uhr für “Achtung Abzocke – Urlaubsbetrügern auf der Spur” – diese Zuschauerzahl und der Marktanteil von 8,8% sind neue Bestwerte für die 2015 gestartete Sendung. Zudem sprang sie damit in die Tages-Top-Ten. Auch das anschließende “K1 Magazin” blieb im Dienstags-Ranking mit 660.000 und 8,3% noch vor sämtlichen Programmen von Vox und RTL II. Vox kam mit “Echte Männer” unterdessen nur auf 550.000 und blasse 5,6%, mit “Goodbye Deutschland!” danach auf 560.000 und bessere 7,8%. Bei RTL II erreichte “Der Trödeltrupp” um 20.15 Uhr 5,4%.

5. Guter Start für die ORF-Serie “Janus” bei 3sat, Super RTL triumphiert mit “10 Dinge, die ich an Dir hasse” und bei Sky sehen immerhin 70.000 Wimbledon

Bei 3sat lief um 20.15 Uhr der ORF-Siebenteiler “Janus” an – und das mit Erfolg. 510.000 bis 600.000 Leute sahen die drei ersten Folgen – Marktanteile von 1,8% bis 2,1%. Zum Vergleich: Normal waren für 3sat in den jüngsten 12 Monaten 1,2%. Noch viel erfolgreicher war unter den kleinen Sendern das NDR Fernsehen mit dem Magazin “Visite”: 1,51 Mio. sahen diesmal zu – herausragende 5,3%. Das Bayerische Fernsehen erzielte mit einem “Tatort” um 20.15 Uhr Werte von 1,26 Mio. und 4,4%., der WDR mit “Abenteuer Erde” 1,17 Mio. und 4,1%. Bei den 14- bis 49-Jährigen setzte sich abseits der großen acht Sender Super RTL an die Spitze: “10 Dinge, die ich an Dir hasse” kam auf 490.000 junge Zuschauer und tolle 4,9%, sprang damit auf Platz 39 der Tages-Charts. Und dann noch der Blick auf das Pay-TV: Erstmals in diesem Jahr punktete dort Wimbledon: Immerhin 70.000 sahen ab 14.05 Uhr den Viertelfinal-Sieg von Angelique Kerber – 0,8%. Serena Williams sahen ab 15.55 Uhr noch 40.000 (0,4%) zu.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Die Vorstadtweiber” ist die erbärmlichste, um nicht zu sagen: die einfältigste Sendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, schon der Titel tendiert ins rassistische.
    Passend zur einfältigen Dauerberieselung: Kochen, Krimis, Telenovela und Talks – nicht zu vergessen, nun wieder die Dopingdroge TdF. Es ist zum Heulen

  2. Gestern lief auf allen Kanälen entweder Mist oder Wiederholungen.
    Selbst ohne Konkurrenz zu versagen, ist mega-peinlich.

    Wieso sendet RTL denn den ganzen Abend nur Wiederholungen? Die 5. Staffel von “person of interest” liegt doch schon vor…RTL-Crime…guckt doch keiner!

  3. Die österreichischen Vorstadtweiber ereilt dasselbe Schicksal wie annodunnemals Doris Dörries ähnlich krasse Frauenserie “Klimawechsel”. Was sagt uns das? Die Österreicher mögen’s – die Deutschen nicht. Am besten noch ein paar Millionen in solche Filme stecken. Wenn sie überhaupt mal was anderes als die Krimi- oder Liebes-Tussi für Frauen schreiben, dann muss es wahnsinnig extrem oder übertrieben und zum Mißerfolg in D verdammt sein. Als Beweis, dass Filme mit Frauen nicht funktionieren? Wie im Jung-Männer-Helden-Kino für Kreisch-Mädels: Til, Fitz, M’Barek, Schweighöfer…. “Janus”, ebenfalls aus Österreich lag seit 2013. Jetzt – mit Vorschußlorbeeren der Medien – in 3sat. Brauchen wir wirklich NOCH einen Mann, der eine geile Hauptrolle als sonst-was-Psychologe mit privaten Macken bekommt. Was ist das mit diesen Mega-Rollen für Männer eigentlich? Ihr solltet mal aufzählen, wie viele solche Rollen es gibt. Unfassbar viele. Auch Heino Ferch bekam soeben von der ARD dieses Mal eine “neue Serie” (Allmen) mit Finci als zweiten Mann, klar – hat schon mehrere (Spur des Bösen, Helen Dorn statt des grandiosen Matschke) und taucht in jedem Wichtig-Film auf, wo dann Frauen ihn bespielen. Auch der Janus kann in so einer extra für ihn passend gemachten Hauptrolle nur brillieren. Ach ja, Franziska Weisz dreht ja ein paar Tage mit pro Film. Und Ferch, wie beim letzten Lenz-Film mit Ina Weisse: …”Versehrte Frauen, verfolgte, schuldbeladene. Er sammelt sie irgendwie, zieht sie magisch an”. Brrrr… und am Ende nehmen sie ihn wieder, die “Versehrten” den Helden ihres mickrigen Lebens. Sowas können sie, die deutschen Produzenten und die Programm-Chefs in den deutschen Sendern. Bella Block (73), Rosa Roth (65), Prohacek (75) usw. alle “versehrt”, wie Senta B. auch in “Frau Böhm”. Warum so viele, traurige Versehrten- und Heldenunterstützungs-Rollen für Frauen? Merkt Ihr das nicht? Halloooo Redaktionsfrauen? Was tut ihr für die Frauen? Männer helfen Männern und Frauen offensichtlich auch. Wie schon immer. Wo sind echte Heldinnen-Geschichten ohne Versehrtheit, beste Freundinnen-Dummzeug und Verzweiflung über den Mann. Denn merke: Frauen reden offensichtlich nur über Schönheit, Mode Männer, Kinder. Während Männer Kumpels haben. Da ist immer echt was los. Erst wenn sie heimkommen wird’s unangenehm, da sind dann die meckernden Frauen mit Kindern und Küchendünsten. Denn auch, wenn sie in chicen Berufsklamotten harte Chefinnen oder Intrigantinnen spielen…sie sind natürlich unglücklich. Bis die Schalmeien einsetzen und sie jenseits der 60 mit mehr Glück als guten Rollen zum Star geworden sind.

  4. Wenn auf einem Sendeplatz, auf dem bisher nur seichteste Schmonzetten wie “Um Himmels willen” angeboten wurden, plötzlich ein so ambitioniertes Projekt wie die “Vorstadtweiber” läuft, findet sich offenbar nicht das richtige Publikum dafür. Anders als mein Vorredner halte ich die “Vorstadtweiber” für eine der besten, witzigsten und wunderbar boshaftesten Serien dieses Jahrzehnts und ich würde es sehr bedauern, wenn die dritte Staffel hier gar nicht mehr gezeigt wird und wieder die Nonnen die Oberhand bekommen.

    1. Das einfachste ist natürlich, die Zuschauer für dumm verkaufen und den Sendetermin. Da die “Vorstadtweiber” gut gestartet sind und diese Zuschauer kontinua verlieren, lässt sich das Statement “richtiges Publikum” und findet den Sendeplatz nicht, definitiv nicht halten. Abgesehen davon, dass das Herumvögeln der Prosecco-Vorstadt-“Damen” inzwischen zu Ende erzählt ist. Spätestens als sich die Psycho-Tusse dem lustlosen Ehe-Kasperl auf den Schoß gesetzt hat, war’s irgendwie vorbei mit der Freude an der Boshaftigkeit und dem Witz.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia