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Marktanteile der Streaming-Portale: Amazon weit vor Netflix, Sky und Maxdome

Ob Netflix, Amazon oder Sky: Die VoD-Dienste sollen künftig auch grenzüberschreitend im EU-Ausland zu nutzen sein
Ob Netflix, Amazon oder Sky: Die VoD-Dienste sollen künftig auch grenzüberschreitend im EU-Ausland zu nutzen sein

Streaming-Anbieter lassen sich nicht gern in die Karten schauen. Harte Nutzerzahlen? Gibt’s nicht. Eine Online-Umfrage von Goldmedia will nun Licht ins Dunkel bringen: Laut dem Marktforschungsinstitut liege Amazon mit einem Marktanteil von 32 Prozent in Deutschland weit vor Konkurrent Netflix (17 Prozent) – darüber hinaus sei Video-on-Demand mit insgesamt 24 Millionen Nutzern im Massenmarkt angekommen.

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Schon heute würden 43 Prozent aller Onliner in Deutschland auf kostenpflichtige VoD-Angebote (Pay-VoD) zugreifen – das seien rund 24 Millionen Nutzer. Der Wert habe sich damit seit Ende 2014 mehr als verdoppelt. Dies ergab die Online-Umfrage “Pay-VoD in Deutschland 2016-2021“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Goldmedia unter 2000 Teilnehmern. Entsprechend schnell seien auch die Umsätze gestiegen – Goldmedia prognostiziert bis 2021 gar einen “Milliardenmarkt”: Kassierten die VoD-Anbieter im Jahr 2015 noch rund 423 Mio. Euro, könnten sie 2021 mit rund 990 Mio. Euro schon knapp an der Milliardengrenze kratzen.

Der Großteil der VoD-Nutzung konzentriere sich jedoch auf wenige finanzstarke Anbieter. Insgesamt gäbe es in Deutschland zwar 38 kostenpflichtige VoD-Angebote (neue Anbieter wie Disney Life und YouTube Red werden zudem erwartet), an den großen und etablierten Branchen-Riesen gibt es aber nach wie vor kein Vorbeikommen.

© Goldmedia 2016, Nutzung von Pay-VoD-Angeboten in Deutschland, April 2016

© Goldmedia 2016, Nutzung von Pay-VoD-Angeboten in Deutschland, April 2016

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So beantworteten 32 Prozent der Teilnehmer die Frage “Welche Videoportale nutzen Sie, um online Videos anzuschauen?” mit Amazon. Der rasche Aufstieg sei nicht zuletzt auf die Bundling-Strategie mit dem Premium-Lieferservice Amazon Prime zurückzuführen, so das Marktforschungsinstitut. Ebenso rasant habe sich allerdings Netflix etabliert: Innerhalb von zwei Jahren setzte sich der Streaming-Anbieter  auf Platz Nr. 2 (17 Prozent) aller Pay-VoD-User. Bronze gehe nach der Umfrage an das Pay-VoD-Angebot von Sky (12 Prozent) – dicht gefolgt von Maxdome (11 Prozent) und Google Play (10 Prozent).

“Wie unsere Analysen zeigen, wird die zunehmende Verbreitung von VoD insbesondere durch junge Nutzer unter 30 Jahren getrieben – und diese bevorzugen ganz klar Abos. Der S-VoD-Markt wächst deshalb besonders stark.”, so Goldmedia-Geschäftsführer Dr. André Wiegand. Die anderen Segmente TVoD (Transactional VoD, Bezahlvideos) und EST (Electronic-Selltrough, Downloads) seien aber ebenso auf Wachstumskurs – viele Nutzer würden den spontanen und einmaligen digitalen Verleih oder Kauf von Filmen und Serien bevorzugen, anstatt sich vertraglich zu binden. Doch: “Im Kampf um Marktanteile wird künftig der Anbieter die Nase vorn haben, der am meisten zu bieten hat: niedrige Preise, attraktive Serien und Spielfilme, eine hohe Aktualisierungsrate, Original Content, redaktionell gestützte Empfehlungen und eine geräteübergreifende Nutzbarkeit.”, so Wiegand.

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Alle Kommentare

  1. Meines Erachtens lässt die Frage “welche Videoportale nutzen Sie” nicht auf den Marktanteil schließen, da hierzu mindestens auch noch der Umfang der Nutzung gehören würde, also nicht nur ob die Kunden überhaupt die einzelnen Portale nutzen, sondern auch wie häufig und lang sie diese nutzen. Insofern ist ist schon die Aussage der Headline Ihres Artikels nicht haltbar.

    1. Wenn es um die wertmäßige Definition des Marktanteils geht, dann ist die Nutzungshäufigkeit und -dauer bei den meisten oben aufgeführten Portalen doch vollkommen irrelevant, da sich der Umsatz durch Abonnements generiert.

  2. Die Zahlen scheinen mir nicht besonders genau zu sein. Netflix selbst hat ja noch vor kurzem das Ziel ausgegeben in Deutschland und Frankreich in naher Zukunft irgendwie mal zusammen 2 Mio. Abonnenten erreichen zu wollen.
    Rechnet man die Zahlen oben mal um, hätten Sie schon jetzt 4 Mio. Nutzer. Klar, Nutzer ist nicht gleich Abonnent, aber die Diskrepanz ist sehr hoch.

  3. Kann man das so vergleichen? Ich glaube nicht. Amazon bietet zum Preis von 49 € nicht nur Filme, Serien und Musik im Stream an, sondern auch eine kostenfreie Lieferung auf einen Grossteil seiner Ware. Sky ist eigentlich ein Pay TV mit Ergänzung im Streambereich wie Sky online und Sky go. Lediglich Netflix ist ist dem eigentlichen Streambereich zuzuordnen. Deswegen hinkt dieser Vergleich, auch wegen der Aktualität der angebotenen Inhalte.

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