Partner von:
Anzeige

Frankreich und Island locken in Halbzeit 1 mehr als 20 Mio., doch in Halbzeit 2 schalten über 2 Mio. ab

Frankreich-Island-Europameisterschaft-EM.jpg
Die Isländer verabschiedeten sich am Sonntagabend von der EM 2016

Das letzte Viertelfinale der EM 2016 hat dem ZDF am Sonntagabend eine Bestleistung bei Spielen abseits des deutschen Teams beschert: 18,93 Mio. Fans waren ab 21 Uhr dabei - obwohl die Spannung schon recht schnell verflogen war. Diese Tatsache zeigt sich auch in der Verlaufskurve: 20,07 Mio. sahen die erste Halbzeit, nur noch 17,84 Mio. die zweite.

Anzeige
Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Frankreich-Island: Rekord, 60% bei den 14- bis 49-Jährigen und 64% bei den 20- bis 29-Jährigen

Wie schon 2008 und 2012 war das letzte Viertelfinale des Turniers das Spiel, das bis dahin abseits der deutschen Matches die stärkste Zuschauerzahl holte. 2008 kamen Spanien und Italien auf 17,20 Mio. Seher, 2012 England und Italien auf 19,33 Mio. und nun Frankreich und Island auf 18,93 Mio. Bei den Halbfinals ohne Deutschland gab es 2008 und 2012 dann jeweils mehr als 19 Mio. Seher – eine Zahl, die der Maßstab für Portugal und Wales am Mittwoch ist. Noch erfolgreicher als im Gesamtpublikum, wo die 18,93 Mio. Fans für 54,3% reichten, war Frankreich-Island bei den jüngeren 14- bis 49-Jährigen mit 8,25 Mio. und 60,0% – und vor allem bei den 20- bis 29-Jährigen mit 1,85 Mio. und 64,0%.

2. Tagessieg geht wegen Abschaltquote nicht an den Fußball

Die 18,93 Mio. Zuschauer reichten dem EM-Spiel trotz herausragender Zahlen nicht für den Tagessieg. Den holte sich stattdessen das Halbzeit-“heute-journal” mit 20,21 Mio. Leuten und 55,1%. Der Grund: Zahlreiche Fans schalteten nach dem 4:0 zur Halbzeit ab. So kam der erste Durchgang im Durchschnitt noch auf 20,07 Mio. Zuschauer, das “heute-journal” dann auf ähnliche 20,21 Mio. In der zweiten Halbzeit, als sich keine Sensation mehr abzeichnete, schrumpfte die Zahl von anfangs noch 19 Mio. auf am Ende zum Teil weniger als 17 Mio. Der Durchschnitt des zweiten Durchgangs lag bei 17,84 Mio.

3. Stärkster Prime-Time-Konkurrent war der “Tatort”, am Nachmittag punktete RTL mit der Formel 1

Anzeige

Das zuschauerstärkste Nicht-ZDF-Programm war am Sonntag die 20-Uhr-“Tagesschau” des Ersten mit 6,08 Mio. Sehern und 21,2%. Ab 20.15 Uhr schalteten dann aber viele zum Fußball, denn der “Tatort” schlidderte auf verhaltene 3,81 Mio. und 10,9%. Damit war der Krimi aber das stärkste 20.15-Uhr-Programm abseits des Fußballs. RTL kam mit “Madagacar 3” nur auf 1,62 Mio. und 4,6%. RTL war dafür am Nachmittag erfolgreicher: mit der Formel 1 und Zahlen von 4,29 Mio. und 27,8%.

4. RTL punktet nur vor 20.15 Uhr, auch die anderen Privaten in der Prime Time klar unter Soll

Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief es für RTLs “Madagascar 3” nicht sonderlich gut: Genau 1,00 Mio. junge Menschen sahen zu – 7,7%. Deutlich besser lief es vorher für die Formel 1 (1,15 Mio. / 21,6%) und die “Versicherungsdetektive” (1,26 Mio. / 15,3%). Doch bei den anderen großen Privatsendern sah es am Sonntag ähnlich aus: Gegen den Fußball hatten es alle schwer. ProSieben kam mit “Burlesque” immerhin auf 1,04 Mio. und 7,9%, bei Sat.1 blieb “Navy CIS: L.A.” zwischen 20.15 Uhr und 23.15 Uhr bei 3,6% bis 4,9% hängen. Auch die “Promi Shopping Queen” von Vox kam nur auf 4,0%, “Friendship!” bei kabel eins auf 3,6% und “Werner – Das muss kesseln” bei RTL II auf 2,9%.

5. NDR punktet mit André Rieu, zdf_neo mal wieder mit einem Krimi

Dass aber auch um 20.15 Uhr überdurchschnittliche Quoten möglich waren, zeigten statt der großen Privaten ein paar kleinere Öffentlich-Rechtliche. So entschieden sich 930.000 Menschen im NDR Fernsehen für “André Rieu – Das Sommernachtskonzert 2015”. Der Marktanteil von 2,6% liegt über dem 12-Monats-Durchschnitt des NDR von aktuell 2,4%. Noch deutlicher darüber landete zdf_neo. Dort sahen 910.000 (ebenfalls 2,6%) um 20.15 Uhr “Das Duo”, normal waren für den Sender in den jüngsten 12 Monaten 1,7%. Die Nummer 1 im Pay-TV hieß am Sonntag erwartungsgemäß Formel 1: 290.000 Fans entsprachen am Nachmittag 1,9%. In der Prime Time gab es hingegen keine Programme mit mehr als 50.000 Zuschauern.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia