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WSJ: Apple erwägt Übernahme von Jay Zs Streaming-Dienst Tidal

Power-Paar, das Apple gut zu Gesicht stünde: Jay Z mit Gattin Beyoncé bei der Vorstellung von Tidal
Power-Paar, das Apple gut zu Gesicht stünde: Jay Z mit Gattin Beyoncé bei der Vorstellung von Tidal

Gerüchte nach Handelsschluss: Wie das Wall Street Journal berichtet, befindet sich Apple in Übernahmegesprächen mit dem Streaming-Service Tidal, der Hip Hop-Superstar Jay Z gehört. Die US-Wirtschaftszeitung berichtet, dass sich die Gespräche in der Erkundungsphase befinden und noch scheitern könnten. Apple dürfte es bei der Übernahme in erster Linie um den exklusiven Zugang zu Pop-Superstars wie Beyoncé, Rihanna, Kanye West, Madonna u.a. gehen, die Anteilseigner von Jay Zs Streaming-Dienst sind.

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Exakt Jahr ein Jahr nach dem späten Launch von Apple Music steht fest: Der Streaming-Service aus Cupertino genügt längst noch nicht den Qualitätsstandards, die man von Apple gewohnt ist. Während ein Relaunch der Plattform für Herbst angekündigt ist, bleibt ein anderes Problem, das man aus der Ära von Steve Jobs nicht kannte: Der wertvollste Konzern der Welt ist beim Kampf um die größten Popstars beständig oft spät dran.

Zwar konnte Content-Chef Eddy Cue zusammen mit Beats-Mitbegründer Jimmy Iovine exklusive Kooperationen mit Drake und Taylor Swift eintüten, bei exklusiven Veröffentlichungen vor allem aus dem beliebten R&B- / Hip Hop-Lager hatte Apple zuletzt aber auffällig oft das Nachsehen. Der Grund: Hip Hop-Mogul Jay Z hat im vergangenen Jahr gleich 19 angesagte Künstler exklusiv für seinen Streaming-Dienst Tidal verpflichtet, den der Gatte von Beyoncé zuvor für 56 Millionen Dollar übernommen hatte.

WSJ: Apple erkundet Übernahmemöglichkeit von Tidal

Die Folge: Fast alle großen Veröffentlichungen des Jahres – Rihannas “Anti”, Kanye Wests “The Life of Pablo” und Beyoncés “Lemonade” – waren allesamt zunächst mindestens eine Woche lang nur auf Tidal erhältlich – im Falle von “Lemonade” warten Nutzer von Apple Music bis heute auf Zugriff und können das Album nur als kostenpflichtigen Download via iTunes beziehen.

Entsprechend können die nach Handelsschluss aufkeimenden Gerüchte nicht wirklich überraschen: Apple befindet sich nach Informationen des Wall Street Journals in Übernahmegesprächen mit Tidal, die allerdings noch scheitern können. Die Höhe eines möglichen Kaufpreises wurde nicht genannt; für eine Akquisition dürfte schätzungsweise ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag fällig werden.

Übernahme von Tidal wäre ein Win-Win für Apple und Jay-Z
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Für Apple als auch Jay Z wäre der Deal eine Win-Win-Situation: Der Kultkonzern aus Cupertino bekäme für einen Kaufpreis, den Apple in ein bis drei Tagen zurückverdient haben dürfte, Zugang zu den angesagten Aushängeschildern der Popmusik.

Apple Music hätte gegenüber Platzhirsch Spotify ein ziemlich schlagendes Abo-Argument, das langfristig viele Milliarden Dollar wert sein dürfe, wenn der schwedische Streaming-Pionier wochen- oder monatelang auf die neusten Alben von Beyoncé, Rihanna, Taylor Swift, Jay Z, Kanye West, Madonna, Alicia Keys oder Usher warten müsste bzw. sie gegebenfalls gar nicht anbieten kann.

Tidal bringt es bislang auf vier Millionen Abonnenten

Jay Z wiederum dürfte nach dem Vorbild von Hip Hop-Kollegen Dr. Dre, der den Kopfhörerhersteller und Streaming Service-Anbieter Beats bekanntlich vor zwei Jahren an Apple für 3 Milliarden verkauft hatte, ein Vielfaches für ein mäßig erfolgreiches Produkt erlösen.

Trotz der Release-Offensive in diesem Jahr sollen sich Tidals Abonnentenzahlen weiter auf überschaubarem Niveau von 4 Millionen zahlenden Kunden bewegen, während es Apple Music nach nur einem Jahr auf mehr als 15 Millionen Abonnenten bringt. Anfang des Jahres wurde bereits über eine Übernahme von Tidal durch Samsung für 100 Millionen Dollar spekuliert.

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