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Schluss mit lustig: Komikerin Ilka Bessin schickt „Cindy aus Marzahn“ in Rente

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Ilka Bessin, besser bekannt als "Cindy aus Marzahn", schickt ihre beliebte Kultfigur in den Ruhestand

Mit der kernigen Langzeitarbeitslosen „Cindy aus Marzahn“ schuf Ilka Bessin eine Kultfigur. Nun zieht die Komikerin den Schlussstrich und schickt ihre bekannteste Rolle in den Ruhestand. Ihren letzten Auftritt habe sie schon Anfang Juni absolviert, verriet die 44-Jährige dem Spiegel. „Man darf so eine Figur nicht totspielen“, so Bessin in einer Vorabmeldung des Nachrichten-Magazins, die der MEEDIA-Redaktion vorliegt.

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Sie habe ihre Kunstfigur nicht als Last, sondern als „beste Freundin“ empfunden – dennoch will Komikerin Ilka Bessin, 44, nicht mehr „Cindy aus Marzahn“ sein. Dies verriet die sechsfache Comedypreis-Trägerin dem Spiegel. „Wenn man sich elf Jahre lang Abend für Abend eine Perücke aufsetzt und einen pinkfarbenen Jogginganzung anzieht, muss man aufpassen, dass die Leute nicht irgendwann sagen: ‚Boah, ich kann den Scheiß nicht mehr sehen’“, erklärt Bessin in dem Nachrichten-Magazin. „So weit soll es nicht kommen.“

Die (Erfolgs-)Geschichte von „Cindy aus Marzahn“, wohl nur unter eingefleischten Fans als Ilka Bessin bekannt, liest sich fast wie ein Märchen: Die ausgebildete Köchin macht vor ihrer Comedy-Karriere zunächst eine Fortbildung zur Hotelfachfrau, jobbt als Kellnerin in einer Diskothek und wird dort sogar Geschäftsführerin. Ihre ersten Gehversuche im Showbiz’ macht sie 1999 als Animateurin auf einem Luxusliner. Danach folgt eine lange Zeit der Arbeitslosigkeit, in der jedoch die beliebte Kunstfigur mit der pinken Jogginghose, wilden Asi-Palme und – nicht zu vergessen! – dem kleinen Diadem auf dem Kopf entsteht.

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Der große Durchbruch folgt schließlich 2004, als Bessin mit „Cindy aus Marzahn“ einen Wettbewerb des „Quatsch Comedy Clubs“ gewinnt. Fortan gibt es an der prolligen Ulknudel kein Vorbeikommen mehr: Sie tourt mit ihrem Comedy-Programm durch ganz Deutschland, ist bis 2009 in der Comedyserie „Schillerstraße“ als Vermieterin Ilka zu sehen – bekommt ein Jahr später mit „Cindy aus Marzahn und Die jungen Wilden“ schließlich ihre eigene Fernseh-Show. Die vermeintliche Krönung ihrer TV-Karriere folgt 2012 als Assistentin von Markus Lanz bei „Wetten, dass..?“, die durch ihr Engagement bei „Promi Big Brother“ (2013) und der Moderation des „Deutschen Fernsehpreises“ (2014) abgerundet wird. Da wundert es kaum, dass Schauspieler und Regisseur Matthias Schweighöfer ihre Lebengeschichte noch dieses Jahr auf die Leinwand bringen will. Ja, sie habe in den vergangenen elf Jahren viel erreicht. Aber auch viel Kritik und Häme einstecken müssen, so Bessin im Spiegel. „Wenn Du so wüst beschimpft wirst, sitzt du auch mal nur zuhause und flennst.“

Künftig will Bessin gemeinsam mit einer Schneiderin Kleidung für Übergewichtige entwerfen. Ob sie irgendwann als „Cindy aus Marzahn“ oder unter ihrem eigenen Namen auf die Bühne zurückkehren werde, wisse sie noch nicht.

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Alle Kommentare

  1. Gott sei Dank hört diese peinliche Figur auf.Habe nie verstanden wie man soetwas anschauen konnte,das Fernsehen,vor allem die Privaten,wird immer niveauloser.

    1. Es gibt auch Fälle, in denen Kunstfiguren ihre Makel auch absichtlich parodieren und karikieren. Ilka Bessin gehörte da durchaus dazu, leider fanden ihre (durchaus klugen und durchdachten) Aussagen rund um Gesellschaft und Politik keine große Beachtung, dazu war ihre Kunstfigur selbst so klischeebehaftet, dass kaum jemand über besagte Klischees hinwegsehen wollte… Ob das nun ihr “Fehler” oder die der Zuschauer war, darüber lässt sich trefflich streiten 😉

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