Partner von:
Anzeige

Urteil im LuxLeaks-Prozess: Enthüllungs-Journalist Edouard Perrin freigesprochen

Urteil im LuxLeaks-Skandal: Freispruch für den Journalisten Edouard Perrin
Urteil im LuxLeaks-Skandal: Freispruch für den Journalisten Edouard Perrin

In dem Prozess um die in 2015 veröffentlichten Steuerpraktiken Luxemburgs ist ein Urteil gefällt worden. Die zwei ehemaligen Mitarbeiter der Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC), die als Whistleblower agierten, kommen auf Bewährung frei, müssen jedoch Geldstrafen zahlen. Der dritte Angeklagte, der französische Journalist Edouard Perrin, wurde freigesprochen.

Anzeige
Anzeige

Die Whistleblower hatten zweifelhafte Steuerpraktiken aufgedeckt. Demnach habe der Staat Luxemburg multinationalen Unternehmen geholfen, sich Steuervorteile zu verschaffen, um sich als attraktiver Standort zu profilieren.

Der PwC-Mitarbeiter Antoine Delour wurde nun zu zwölf Monaten, sein Kollege Raphaël Halet zu neun Monate auf Bewährung verurteilt. Hinzukommen Geldstrafen. Wie die Zeit berichtet warf die Anklage den beiden Angestellten Diebstahl, Verletzung von Geschäftsgeheimnissen und Verletzung des Berufsgeheimnisses vor. Die Organisationen Oxfam und Attac hatten sich für einen Freispruch aller drei Angeklagten eingesetzt.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Bewusst irreleitende Überschrift: 2 der 3 Enthüller sind verurteilt worden und haben jetzt eine Vorstrafe! In was für einer Gesellschaft leben wir, wenn nicht die Verbrecher, sondern die Aufdecker der Verbrecher verurteilt werden?

    1. Einfach nur traurig, wie die Gerichte hier entschieden haben. Statt die Konzerne zu hoheln Geldstrafen zu verdonern, werden hier die Whistleblower zur Kasse gebten. Einfach nur unfassbar….

      Aber was soll man auch von unserer Politikern erwarten, die von den Konzernen gesteuert und finanziert werden. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Thats life…

    2. Danke, sehr guter Kommentar. Auch würde ich mir von Meedia wünschen, dann auch nochmal zu erwähnen, welche Summen dort veruntreut wurden und wie die “Aufgedeckten” (nicht) belangt werden.

  2. Es muss ein Europäisches Gesetz für Whistleblower her. Straffreiheit, wenn sonst keine Strafe begangen wurde, um an Daten zu kommen. z.B. Einbrüche, Überfälle ec.
    Whistleblower decken Verbrechen auf, die sonst nie ans Licht gekommen wären. Sie schützen im Grunde die Gesellschaft vor Organisationen und Machenschaften, die alle Bürger schädigen. Im Grundsatz decken Sie Verbrechen auf für die Allgemeinheit und nicht dem einzelnen.

    1. Ginge es unseren Volksvertretern wirklich vordringlich darum, Schaden von uns Bürgern abzuwenden (eine Verpflichtung, auf die sie schließlich eingeschworen wurden), hätten sie längst (spätestens seit der Affäre Snowden) einen entsprechenden Gesetzesantrag eingebracht.Kennern der realpolitischen Abläufe leuchtet natürlich ein, warum das nie geschah und auch bis auf Weiteres nicht zu erwarten sein dürfte. Dem aufgeklärten Bürger dämmert: Sie schaden damit der Demokratie und, zweitens, ihrer eigenen Reputation…

  3. In was für einer Welt leben wir, in der die Personen bestraft werden, die sich nichts haben zu schulden kommen lassen und die helfen Verbrecher zu erwischen?
    Diese Urteile kann mir keiner erklären.
    Allenfalls werden Sie weitere Whistleblower davon abhalten, aktiv zu werden. Wenn das das Ziel war, ist es erreicht.

  4. Eine der Wahrheit nahekommende Überschrift sollte darüber informieren, dass zwei von drei Aufklärern verurteilt wurden, finden Sie nicht? Es ist ein Skandalurteil, doch Ihre Überschrift macht daraus ein freudiges Ereignis. Ganz mieser Journalismus.

    1. Ja, wie Recht Sie haben! Es ist unfassbar, was Herr Juncker glaubt, sich im Namenn der EU leisten zu können. Er hat sicherlich Vieles nicht schlecht gemacht, aber letztendlich geholfen und ist mitverantwortlich dafür, daß ein ganzes System korrumpiert wurde.

      Er hat seinem Luxembourg “gedient”, aber reisst uns alle – genau wie Mario Draghi – ins Verderben. Beide müssen ihre Stühle räumen!

      Menschen, wie diese exzellenten Journalisten sollen nach Juncker’s Meinung den Preis für die Aufklärung bezahlen. Lassen Sie uns alle auf die Strasse gehen! Wir sind das Volk!!!

      Rita Brendler

  5. Glücklicherweise wird ja nun unter Federführung eines gewissen Herrn Juncker endlich für Steuergerechtigkeit in Europa gesorgt, da kann man nun wirklich keine Leute gebrauchen, die harmlose Beratungsagenturen anschwärzen, oder?

  6. Danke an allen für ihr Kommentar.
    Ich wurde SCHLIMMSTENS gemobbt und mit 60 auf die Strasse ENTSORGT von 1 Stadt Angestellten, mein sog. Arbeitgeber.Er zerstörte meine Existenz, weil er genau wusste, dass er straffrei bleibt.
    Als ich das publik machte, hielten alle zusammen in ihrer Schlechtigkeit.
    Meine Schiksal ist zu lesen in :http://www.rrredaktion.eu

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia