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Hoffnung auf iPhone 8: Apple, ein Pulverfass, das 2017 explodiert

iPhone 7: Apple-Chef Tim Cook freut sich über die Rückkehr des Wachstums

Die Anzeichen sind erdrückend: Das nächste iPhone dürfte selbst für Apple-Fans ziemlich langweilig werden. Die Folge: Der Abwärtstrend beim noch wertvollsten Konzern der Welt dürfte sich fortsetzen. Zulieferer Advanced Semiconductor Engineering berichtet bereits unverhohlen, dass Apple bei seinen Bestellungen für das iPhone 7 „konservativ“ vorgehen würde. Mut macht dagegen die Investmentbank Cowen, die mit einem Apple-Comeback rechnet – allerdings erst im nächsten Jahr mit dem iPhone 8.

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Es ist ein seltsamer Anblick: Seit etwa einem Jahr befindet sich Apple an der Wall Street im steten Abwärtstrend. Anders als 2013, als der Sturz aus dem Börsenhimmel brutal ausfiel, nach zehn Monaten aber durch den Einstieg von Carl Icahn gestoppt wurde, geht Apples Abstieg diesmal schleichend voran.

Von 134 auf 93 Dollar wurde die angeschlagene Apple-Aktie inzwischen durchgereicht – mehr als 30 Prozent hat der Techpionier damit seit den einsteigen Allzeithochs inzwischen verloren und dabei rund 250 Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet.

Ein langer, langsamer Abstieg: Apple dürfte weiter schrumpfen

Allein: Eine Trendwende ist anders als vor drei Jahren weit und breit nicht in Sicht. Tatsächlich sind die Aussichten ungewohnt düster in Cupertino: Im laufenden Quartal, für das Apple am 26. Juli sein neustes Zahlenwerk vermeldet, aber auch im September-Quartal werden rückläufige Ergebnisse längst einkalkuliert.

Aber auch danach dürfte es kaum besser werden, wenn man den erdrückenden Indikationen aus der Zuliefererkette trauen darf, die belegen, dass das neue iPhone fast identisch mit dem aktuellen iPhone 6s ausfallen dürfte. Die Folge: mutmaßlich gedämpfte Kaufbereitschaft.

iPhone-Abschwung in 2016 Konsens

Entsprechend zurückhaltend plant Apple offenbar selbst, wie Tien Wu, COO des taiwanischen Zulieferers Advanced Semiconductor Engineering, gestern gegenüber der asiatischen Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review erklärte. „Der große Kunde aus den USA ist dieses Jahr bei seinen Bestellungen etwas konservativer“, wird Tien zitiert.

Der Nikkei Asian Review hatte zuvor berichtet, dass Apple seinen asiatischen Zulieferern geringere Bestellungen erteilt habe als noch im Vorjahr. Damit scheint vorprogrammiert, dass sich die rückläufigen iPhone-Verkäufe wohl auch im Weihnachtsquartal fortsetzen dürften.

Apple: Pulverfass, das 2017 explodieren könnte

Der Bruch mit dem Abwertstrend dürfte erst 2017 erfolgen, wenn Apple die schwächeren Vorgaben aus 2016 schlagen könnte, vor allem aber mit einem generalüberholten iPhone 8 mit bruchsicherem OLED-Display wieder mehr Käufer anlocken dürfte, wie die Investmentbank Cowen prognostiziert.

Und das dann im großen Stil: Wie das Techblog AppleInsider berichtet, hält Analyst Timothy Arcuri Apple gar für „ein Pulverfass“, das 2017 explodieren könnte – im positiven Sinne. Der Grund: Die explosive Vermengung des großen iPhone 8-Updates zusammen mit einer immer größeren Nutzerschaft, die immer ältere Geräte besitzt und daher ihren Kauf zurückstellt habe.

Neuer Superzyklus mit iPhone 8

Die aufgestaute Nachfrage würde dann beim iPhone 8 für den großen Knall sorgen, der einen regelrechten Superzyklus auslösen könne, mutmaßt Arcuri. Bis es soweit ist, muss Apple-Chef Tim Cook weitere Quartale im Rückwärtsgang durchstehen.

Trotz des Einbruchs auf inzwischen 93 Dollar sieht Cowen weiteres Abwärtspotenzial für die Apple-Aktie bis in die „tiefen 80er Dollar“. In anderen Worten: Es muss erst (noch) schlechter werden, bevor es wieder besser wird…

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