Partner von:
Anzeige

Abschiedsempfang für Patricia Riekel: ein Ehren-Bambi für die “Königin des People-Journalismus”

Überraschte seine Chefredakteurin zum Abschied mit dem Buch “Patricias München” als Geschenk: Verleger Hubert Burda
Überraschte seine Chefredakteurin zum Abschied mit dem Buch "Patricias München" als Geschenk: Verleger Hubert Burda

Das Ende einer Bunte-Ära: Mit "großem Bahnhof" wurde am Dienstagvormittag, Patricia Riekel, langjährige Chefredakteurin von Burdas Society-Magazin verabschiedet. Verleger Hubert Burda, die Vorstände Paul-Bernhard Kallen und Philipp Welte sowie prominente Künstler würdigten ihre Verdienste während ihrer fast zwei Jahrzehnte langen Zeit als Blattmacherin. Die 67-Jährige wechselt zum 1. Juli in die Herausgeberrolle.

Anzeige
Anzeige

Rund drei Stunden dauerte die Veranstaltung, zu der 200 intern geladene Gäste am Münchener Standort gekommen waren. Als ehemaliger Bunte-Weggefährte moderierte Philipp Welte (seinerzeit Geschäftsführer) den Abschiedsempfang und hob die wirtschaftlichen Eckdaten von Riekels Amtszeit hervor: Die Chefredakteurin habe mehr als 1.000 Ausgaben verantwortet, von denen insgesamt 681 Millionen Hefte gekauft worden seien – bei einem Anzeigenumsatz von rund 580 Millionen Euro netto. Dies habe Riekel ihrem einzigartigen Gespür für People-Geschichten zu verdanken. Die Blattmacherin sei damit die “erfolgreichste Chefredakteurin Deutschlands”. Weltes Fazit: “Wir verneigen uns heute vor einer Journalistin, die vor allem eines auszeichnet: eine große Leidenschaft für Menschen.”

Verleger Hubert Burda – der die Bunte-Geschichte in den 70er Jahren als Chefredakteur maßgeblich geprägt hatte, die Redaktion später von Offenburg nach München umziehen ließ und die Zeitschrift als modernes Society-Magazin neu erfand – schenkte ihr zum Abschied ein Buch mit persönlichen Geschichten. Titel: “Patricias München”. “Ich kann mir vorstellen, was in Patricia vorgeht”, so der Verleger, der über seine Erlebnisse beim hauseigenen People-Magazin bereits ein Buch (Die Bunte-Story) veröffentlicht hat, “ich habe das auch mitgemacht. Von allen Berufsrollen, die ich hatte, war die Chefredaktion die schönste. Die Arbeit mit Menschen, ein Blatt entstehen zu lassen. Es ist eine der schönsten Tätigkeiten der Welt.” Und an Riekel gewandt: “Ich danke Ihnen, Patricia, das ist auch in meinem Leben eine große Zäsur.”

Anzeige

An Show-Elementen fehlt es ebenfalls nicht. Neben Vicky Leandros (sang mit der gesamten Bunte-Redaktion zur Melodie von “Theo, wir fahr’n nach Lodz” einen umgedichteten Text “Patricia, Du bist der Hit”) trat Marc Marshall auf. Und von Peter Maffay gab es für die “Königin des People-Journalismus” einen Ehren-Bambi in der kreativ geschaffenen Kategorie “Kreativität”. Maffay anerkennend: “Das Besondere an Patricia Riekel ist die Art, wie sie Geschichten erzählt. Sie sucht die Geschichte hinter der Schlagzeile – und sie findet sie.”

Patricia Riekel zeigte sich nach dem Überraschungsprogramm “total gerührt und bewegt”. Über ihre Zeit bei der Zeitschrift sagte sie: “Die Bunte-Redaktion ist mehr als nur ein Ort, wo sich Menschen treffen, um zu arbeiten – sie ist fast eine Art Familienbetrieb. “

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Also, Frau Riekel, die gerne über das Styling anderer Leute geurteilt hat, hätte sich ja irgendwie auch mal geschickter anziehen können – wenigstens zur eigenen Verabschiedung. Auch in ihrer Kleidergröße gibt es etwas anderes als geblümte Duschvorhänge…

    1. Riekel kommt doch nicht mehr in einen normalen Fummel hinein. Ich habe sie mal mit Markwort zusammen im Käfer Restaurant erlebt. Die schaufelten Mengen in sich hinein … auch Trinkbares, da ist es kein Wunder, wenn sie “geblümte Duschvorhänge” tragen muss.
      Endlich tritt sie ab. Die Bunte wird bald folgen…

  2. “Die Blattmacherin (der “Bunte”) sei damit die erfolgreichste Chefredakteurin Deutschlands.”

    —-

    Und genau dieser Satz beschreibt nämlich das Dilemma des deutschen Journalismus in erschreckender Deutlichkeit.

    Er ist nämlich wirklich nur für Frau Riekel ein Kompliment.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Meedia

Meedia