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Nach Lobbyarbeit von Medienhäusern rückt ein gesetzliches Verbot von Ad Blockern auf die Agenda

Medienunternehmen haben AdBlockern den Kampf angesagt © Eyeo

Wie Netzpolitik.org berichtet, wurde in der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz erstmals ein mögliches gesetzliches Verbot von Ad Blockern diskutiert. Dem vorausgegangen war ein Workshop bei dem Lobbyvertreter der Medienindustrie gesetzgeberische Maßnahmen gegen Ad Blocker forderten.

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Ad Blocker-Software sind Medienunternehmen und Agenturen ein Dorn im Auge. Durch die Software, die immer weiter Verbreitung findet, können Nutzer das Anzeigen von Online-Werbung unterbinden. Medienunternehmen sehen sich dadurch einer wesentlichen Finanzierungssäule ihres Geschäftsmodells beraubt. Vor diversen Gerichten laufen einige Prozesse, in denen Medienhäuser gegen Anbieter von Ad Blocker-Software klagen, bislang allerdings fast ohne Erfolg.

Einige Anbieter, wie Axel Springer mit Bild.de, sind dazu übergegangen, Nutzer ohne Bezahlzugang, die Ad-Blocker verwenden von ihrer Webseite auszusperren. Wie Netzpolitik.org berichtet, gibt es nun offenbar von Seiten der Medien verstärkt Bestrebungen, das Problem von der gesetzgeberischen Seite her anzugehen. Die Medienanbieter argumentieren dabei, dass die Digitalwerbung der Refinanzierung journalistischer Inhalte dient. Durch die massive Verbreitung von Ad Blockern könne es zu Beeinträchtigungen der Medienvielfalt kommen. Im Bericht der Kommission heißt es dazu:

Es bestünde aber kein Anspruch auf unentgeltliche Information, weshalb entweder für ein Medienprodukt gezahlt oder die Werbung geduldet werden müsse. Ad-Blocker wurden als existentielle Bedrohung der wirtschaftlichen Basis insbesondere für die digitalen Angebote der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger bezeichnet.

Die Medienunternehmen fordern daher ein generelles gesetzliches Verbot von Ad Blockern. Die Kommission bezeichnet Ad-Blocker in ihrem Bericht als „medienpolitisch problematisch“ an und hält es „mit Blick auf die Refinanzierung journalistisch-redaktioneller Angebote“ für erforderlich, die bestehenden gesetzlichen Regelungen zu prüfen.

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