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KJS-Ausbilder Papendick: „Journalismus ist kein möglichst bunter Mix aus hippen Verbreitungstechniken“

Ulric Papendick ist Leiter der Kölner Journalistenschule
Ulric Papendick ist Leiter der Kölner Journalistenschule

Mit ihrem Faktenzoom sorgte die Kölner Journalistenschule (KJS) vergangene Woche für kontroverse Diskussionen über Recherchequalitäten in der politischen Berichterstattung. Die Schüler hatten Aussagen von Politikern überprüft und Frauke Petry als vermeintlich negative Spitzenreiterin entlarvt. Nicht nur die AfD-Chefin kritisierte den Faktencheck, auch Journalisten wiesen Mängel nach. Für Ulric Papendick, Leiter der KJS, ist der Faktenzoom dennoch ein gelungenes Beispiel für moderne Journalistenausbildung.

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Wie müssen Journalisten ausgebildet werden, um den Anforderungen des sich stetig wandelnden (digitalen) Arbeitsmarktes zu entsprechen? Darüber ist nach einem Interview mit Medien-Professor Stephan Weichert eine Debatte entfacht, in die sich nun auch Ulric Papendick, Leiter der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft, mit einklinkt.

Von Ulric Papendick

Wer sich das neueste crossmediale Ausbildungsprojekt der Kölner Journalistenschule anschaut, wird vielleicht auf den ersten Blick etwas enttäuscht sein. „Faktenzoom“ haben die Schüler ihre Arbeit getauft, es geht um den Wahrheitsgehalt von Politikeraussagen in Talkshows. Wochenlang hat ein Team von 12 Journalistenschülern dazu recherchiert, verifiziert, konfrontiert – und anschließend die entlarvenden Testergebnisse dieses Lügendetektors ebenso pointiert wie anschaulich aufbereitet. Ein Blick auf faktenzoom.de zeigt, welchen Politikern noch zu trauen ist. Und welchen eher nicht.

Warum also sollte man enttäuscht sein? Nun, es kommt auf die Perspektive an. Wer von einem aktuellen digitalen Lehrprojekt vor allem möglichst viele Video-Schnipsel und Virtual-Reality-Elemente erwartet, kommt bei Faktenzoom nur bedingt auf seine Kosten. Das liegt vor allem daran, dass Journalismus, wie wir ihn an der Kölner Schule verstehen und vermitteln, eben nicht daraus besteht, einen möglichst bunten Mix aus aktuellen, hippen Verbreitungstechniken auszuprobieren. Sondern daraus, was Journalisten eigentlich immer getan haben: recherchieren, herausfinden, analysieren, aufdecken, berichten, erzählen. Manche nennen das „Erstellung von Inhalten“.

Wie diese Inhalte anschließend präsentiert werden, hängt davon ab, welche Geschichte erzählt werden und welche Fakten vermittelt werden sollen. Und nicht andersherum. Wenn kurze Videoschnipsel geeignet sind, die Botschaft zu vermitteln, dann wäre Snapchat eine ideale Plattform. Wenn bei einem Projekt wie „Faktenzoom“, in dem hunderte Politikeraussagen auf sachliche Richtigkeit überprüft wurden, eher die grafische Darstellung von Daten im Vordergrund steht, dann gibt es auch keinen Grund, auf Biegen und Brechen Videos in das Projekt zu integrieren. (Anmerkung d. Red.: Das KJS-Projekt Faktenzoom sorgte vergangene Woche für kontroverse Diskussionen, die MEEDIA an dieser Stelle protokolliert hat).

Digitalisierung wird zum Selbstzweck

Das ist eigentlich banal, muss aber wohl einmal aufgeschrieben werden. Denn die Debatte um die „richtige“ zeitgemäße Ausbildung von Journalisten, die seit einigen Wochen (nicht nur) auf MEEDIA tobt, zeugt von einem bemerkenswert verkürzten Verständnis, das einige Ausbildungsstätten heute offenbar vom Journalismus haben. Die Digitalisierung und ihre technischen Möglichkeiten, so scheint es in den Streitschriften mancher Kommentatoren durch, werden zum Selbstzweck. Mehr noch: zum Allheilmittel. Multimedial und technologiegestützt zu berichten, die neuesten Spielarten der Onlinekommunikation aus dem Eff-eff zu beherrschen, Reichweiten- und Beziehungsmanager zu werden, sich eher als Kurator denn als Rechercheur zu verstehen – das und nur das, so glauben offenbar einige selbsternannte Vordenker, werde den Beruf des Journalisten ins digitale Zeitalter retten.

Was für ein Trugschluss! Was (guten) Journalismus von den meisten Informations- und Unterhaltungsangeboten des Internets unterscheidet, ist die Fähigkeit, einen Sachverhalt zu hinterfragen, sich ihm von mehreren Seiten zu nähern, Informationen zu sammeln und zu bewerten und die Ergebnisse dieser sorgfältigen Recherche anschließend dramaturgisch geschickt und sprachlich präzise zu formulieren. Das ist, man ahnt es schon, kein leichter Job. Nichts, was einem irgendwie zufliegt oder was man quasi nebenbei lernt. Sondern eine Fähigkeit, die, gerade wenn es um anspruchsvolle Themen geht, nur durch langes, andauerndes Üben und intensive Beschäftigung mit den Inhalten erworben wird. Und doch ist es die Mühe wert: Wer das kann, hat zumindest die Voraussetzungen, um auch in einer digitalen Medienwelt erfolgreich zu sein.

Nicht alles darf “l’art pour l’art” geschehen
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Natürlich heißt das nicht, dass Journalistenschulen die Veränderungen, die sich aus der Digitalisierung ergeben, einfach ausblenden sollten. Im Gegenteil: Sie bieten viele neue Chancen, Informationen zu sammeln, zu analysieren und anschließend auf innovative Art in Botschaften zu verpacken. Ein Livestream kann eine ideale Technik sein, über Großereignisse zu berichten. Das Gleiche gilt für „mobile reporting“: Nur mit ihren Smartphones ausgerüstet, haben Kölner Journalistenschüler im vergangenen Jahr einen Start-up-Wettbewerb auf der Cebit gefilmt, geschnitten, vertont und das Ergebnis in Echtzeit auf faz.net veröffentlicht. Auch unternehmerisches Denken zu fördern, Beispiele und Anleitungen zum Marketing in eigener Sache zu geben, ist für Journalistenschulen heute nachgerade Pflicht.

Und doch darf all das nicht l’art pour l’art geschehen. Neue (genauso wie alte) Darstellungsmöglichkeiten sind Werkzeuge. Mit ihnen umgehen zu lernen ist wichtiger Bestandteil einer Ausbildung. Snapchat, interaktive Elemente oder auch Virtual Reality bieten fundamental neue Möglichkeiten, Geschichten zu erzählen. Algorithmen, Nutzerdaten oder Accelareted Mobile Pages sind ganz neue Chancen, Menschen dort zu erreichen, wo sie sind. Datenanalysen und Kollaborationsprogramme eröffnen neue Welten in der Recherche. Wer sich als junger Journalist diesen Themen verschließt, wird es immer schwerer haben, seinen Job gut zu machen. Deswegen müssen auch wir Journalistenausbilder ihnen diese Themen anbieten.

Oberstes Ziel: Kritikfähigkeit

Wer aber daraus folgert, dass Journalisten in Zukunft Kameraleute, Programmierer, Social-Media-Manager, Kuratoren und Analysten in Personalunion werden müssen, der irrt. Und der verkennt, wie wichtig kernjournalistische Fähigkeiten wie Recherche, Erzählen, Bewertung, der Blick für Themen im Entstehungsprozess einer Geschichte sind.

Journalismus wird in Zukunft ein stärker arbeitsteiliger Prozess werden. Ein guter Journalist muss mit Experten für Video, Grafik, Programmierung und all den anderen Themen eng zusammenarbeiten und auf Augenhöhe sprechen können. Dafür braucht er Grundkenntnisse in diesen Feldern. Aber so wie der Programmierer in einem solchen Team der Experte fürs Programmieren ist, muss der Journalist der Experte für Journalismus sein. Deswegen muss das oberste Ziel einer Journalistenschule auch in Zukunft sein, inhaltlich gute, selbstständige, kritikfähige Journalisten auszubilden. Das ist schwer genug.

Anmerkung der Redaktion: 

Der Gastbeitrag zur Zukunft der Journalistenausbildung ist vor der Kritik an dem Projekt “Faktenzoom” entstanden. Die kontroverse Diskussion um die Ergebnisse hat MEEDIA hier protokolliert. Mittlerweile hat die Kölner Journalistenschule auf die Kritik reagiert.

Mit seinem Beitrag reagiert Ulric Papendick auf ein MEEDIA-Interview mit Prof. Dr. Stephan Weichert von der Hamburg Media School. Er hatte einen Diskurs über die Zukunft der Journalistenausbildung und die Herausforderung der Digitalisierung gefordert. Zu diesem Thema schrieben bei MEEDIA auch Nikolaus von der Decken von der Burda-Journalistenschule sowie Journalistenausbilder Jürgen Seitz vom Bayerischen Rundfunk.

Über den Autor:
Ulric Papendick leitet die Geschäfte der Kölner Journalistenschule seit Juli 2015, vorher war er bereits viele Jahre als Dozent an der Schule tätig. Bis zu seinem Antritt als Schulleiter war der Diplom-Volkswirt und Wirtschaftsjournalist Redakteur beim Manager Magazin.

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Alle Kommentare

  1. Wem gehts immer besser: Den Reichen und Leuten die wir gut bezahlen müssen.
    Wem gehts immer schlechter: Uns.
    Wieso: Weil die Presse ihre Kontrollfunktion nicht erfüllt.
    Bei CNBC wurde das neulich bestätigt. Etwas mit guten und bösen Milliardären und das seit Lehman(?) oder so das Geld nur noch zu den Reichen fliesst und nicht wie früher die kleinen Leute in der Hausse zumindest ein klein wenig Prozente zurück-erlangen konnten.

    Am Ende steht: “Der Gastbeitrag zur Zukunft der Journalistenausbildung ist vor der Kritik an dem Projekt „Faktenzoom“ entstanden.”

    Ganz oben steht: “Für Ulric Papendick, Leiter der KJS, ist der Faktenzoom dennoch ein gelungenes Beispiel für moderne Journalistenausbildung.

    Wie müssen Journalisten ausgebildet werden, um den Anforderungen des sich stetig wandelnden (digitalen) Arbeitsmarktes zu entsprechen? Darüber ist nach einem Interview mit Medien-Professor Stephan Weichert eine Debatte entfacht, in die sich nun auch Ulric Papendick, Leiter der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft, mit einklinkt.”
    (Sorry, leider länger geworden).

    Für mich wirkte es den ganzen Text lang so, als ob irgendwer die ganzen Kommentare nicht gelesen hat sondern (irgendwer sonst von der Seite) anscheinend fordert, Faktenzoom bzw. Online-Artikel nur noch aus Videoschnipseln zu erzeugen. Erst durch die Anmerkung am Ende wurde klar, das dieser Text sich (wohl) gar nicht auf Faktenzoom oder die (oft auch berechtigte) Kritik daran bezieht weil er vorher entstanden ist, während im Anreisser Faktenzoom ja noch erwähnt wird. Sowas bitte klarer gleich oben vor dem Text hinweisen. Und weil man online nicht übertrieben sparsam sein muss, am besten auch unten wiederholen.
    Das wirkt nämlich wie die vielen Texte wo Handypreise erst am Ende von Texten stehen obwohl die in den Anreisse gehören weil man ja im Kopf mit ähnlichen Handies vergleichen will während die Features gelistet werden. Wenn google besser wäre, würde man vorschlagen, AMP-Absätze umsortieren zu können damit das Leservolk die gute Reihenfolge festlegt.

    Als Ausbilder würde ich die Absolventen oder allgemein Leute aus dem Beruf regelmäßig Schieberegler machen lassen wo Skills draufstehen und was man braucht oder angeblich besser mal können sollte.
    Das kriegen die Schüler dann regelmäßig mit damit sie wissen was (angeblich) gefragt ist.
    Gern wird auch falsch gefordert z.b. “Bildbearbeitung” oder “Videoschnitt”. Falsch. In Wirklichkeit wird Bildbearbeitung oder Videoschnitt mit Software XY gefordert. Man muss also die allgemeinen Grundkenntnisse, aber natürlich auch diese konkrete Software vermitteln wenn die in allen Redaktionen im Einsatz kommt. Es kann auch nicht schaden, in Openoffice/Excel/Google-Spreadsheet Zahlen ausrechnen zu können oder Wolfram Alpha benutzen zu können (kostet ja nicht mehr viel als App glaube ich). In der Praxis macht das dann aber leider keiner.

    Und Kritikfähigkeit sehe ich fast nirgendwo. Erst wenn wir die nächste Rezession bezahlen müssen und ganz Europa von China und USA zum Bruchteil aufgekauft wird, ist man wieder hinterher schlau gewesen.
    Vor den neuen Markt hat uns auch keiner gewarnt oder vor der garantiert kommenden nächsten Rezession.
    Kritikfähigkeit fängt bei sich selber vor der eigenen Haustür an und das man mal endlich aus den Forenkommentaren lernt statt zu 90% nur Agenturmeldungen und PR-Texte zu Copy-Pasten und meist überwiegend wenig selber mitzudenken. Jedes Sportteam und Formel-1-Team will besser werden. Bei der Presse sehe ich eher Meinungs-Konzentration und Artikel die genausogut in Print stehen könnten und die neuen Möglichkeiten wie mehr Platz oder Aufklapp-Boxen oder Templates nicht nutzen. Schon bei LaTeX hatte man Templates.

    Und mit Kritik macht man sich Null Freunde. So lange also ein Überangebot an Journalisten herrscht, herrscht Angst um den Arbeitsplatz und jeder berichtet brav, was ihm befohlen wird.
    Wenn Zilliardäre und Verlage und Industrie-Konzerne gegen Brexit sind, sollte man wohl besser dafür sein wie der Presselob des neuen Marktes uns beweisen sollte. Der Reichtum der USA basiert auf deren Indedependence Day also der Lossagung von England. Man fährt lieber im eigenen selbstkontrollierten PKW statt im aus dem Hinterzimmer gesteuerten EU-Sammel-Bus.
    Bald herrscht dank TTIP hier GenFood, AR-15 und natürlich Pseudo-Wurst ohne Fleisch und Bier, Champagner usw. aus Genbakterien ähnlich wie bei Brust oder Keule mit Louis de Funes, amerikanische Spaltmaße, Toploader-Waschmaschinen mit Bleach und Soap(?) und mehrmals für 100 Liter Wasser waschen usw…..

    Hat das Manager-Magazin jede Fusion wie Daimler-Chrysler oder AOL-TimeWarner und 99% aller Google- und Yahoo-Käufe kritisiert und systematisch den Verzicht auf alle Boni und Abfindungen gefordert oder ist Branson besser weil er sagt das die meisten Fusionen scheitern während die Kleinaktionäre und Steuerzahler die Zilliardenboni für Mismanager und Kurzarbeitergelder der nächsten Rezession finanzieren müssen:
    https://meedia.de/2016/04/05/uebernahme-von-virgin-america-alaska-air-entreisst-medien-mogul-richard-branson-teil-des-lebenswerks/

    Hat er alle DAX-Konzerne angefragt, ob sie bald und die hunderttausenden Arbeitplätze amerikanisch bzw. chinesisch werden bzw. wie lange die Firma in der nächsten Rezession ohne Staats-Subventionen durchhalten kann bevor sie den ehrlichen Arbeitern und schlaueren Betriebsräten mit Kurzarbeitergeld wegen nicht gesparter Rücklagen und Rückstellungen auf der Tasche liegt ? Jedes Eichhörnchen spart besser für den Winter.
    Hat die Schule mal ausgerechnet wie Basel3 die Sparkassen belastet, wenn wirklich keiner mehr ein Benzinauto haben will, aber die ganzen KFZ-Briefe als Sicherheiten nichts mehr wert sind und bei der Bank in den Bilanzen hinterlegt sind ? Kredit-Kündigung ? Sparkassen werden von Morgan Stanley übernommen, alle Kredite gekündigt und gigantische Flächen und Privat-Immobilien in Deutschland an die USA zwangsversteigert und mit Chrome6-Wasser und Gen-Bakterien im Namen des TTIP geflutet. In Bayern werden Gebiete ja schon zu Überschwemmungs-Zonen im Namen des Klimawandels (hat Bayern den endlich anerkannt ?) umgewidmet und die Privatgrundstücke sind nichts mehr wert und die Alters-Armut wird immer größer….
    Wirklich jede Generation hat ihre Ersparnisse verloren: Jetzt wieder Schrott-Immobilien2.0, damals Schrott-Immobilien, dann Ost-Immobilien, dann Neuer Markt,…
    Die Wirtschaftspresse hat uns gewarnt ?
    Haussen/Baissen gibts seit der Tulpenkrise, 7fette und 7magere Jahre seit der Bibel und Schweinezyklen seit es Schweine gibt und davor auch schon, da lebten aber noch keine Säugetiere.
    Wer schlau ist, hat Geld und kauft in der Rezession zum Spottpreis halb Florida oder wird wie Warren Buffet größter Aktionär bei Goldmann Sachs oder übernimmt ein Drittel der US-Autohersteller wie Fiat-Chrysler.
    In der Wirtschaftspresse sehe ich davon gar nichts.

    Jeder sollte für Brexit sein, weil die Wirtschaftspresse uns hunderttausende Jobverluste wegen des Mindestlohnes prophezeit hat. Und die Verlagsrettung durch das Leistungs-Schutz-Gesetz. Und die gute Rente dank neuem Markt und vermutlich ein paar Jahre vorher durch Ost-Immobilien und vermutlich vorher durch die Immobilien welche dann später “Schrott-Immobilien” genannt wurden.
    Wenn die Presse also gegen Brexit ist, ist Brexit vermutlich statistisch beweisbar von Faktencheck vermutlich besser fürs Volk.
    Leider kommt so eine Studie leider immer viel zu spät.

    Wenn der Tesla3 kommt, sind Benziner so beliebt und im Überangebot verfügbar wie Tastenhandies oder Trabbies und landen auf dem Schrott.
    Die KFZ-Konzerne kalkulieren den Wiederverkaufswert ein. Dieser wird aber (wie damals bei den Trabbis) dann praktisch kaum noch was. Dieses Volksvermögen schmilzt dahin. Warnt uns die Wirtschaftspresse und interviewed DATEV nach Techniken, auf den Tesla3 vorbereitet zu sein und bis dahin so billig wie möglich über die Runden zu kommen statt den kompletten Bilanzwert der Pizza/Pflegedienst/Lieferwagen-Kraftfahrzeuge zu verlieren und in ewiger Armut zu leben ?
    Die KFZ-Konzerne freuen sich schon. Denn deren Benziner-Leasingflotten werden schnell wertlos (1) und wegen der Verlust-Verrechnung zahlen die und deren Milliardärs-Eigentümer-Familien vermutlich Jahrelang keine Steuern mehr und die Boni-Milliarden fliessen trotzdem. Was sagt der Finanzminister dazu ? “Das war doch schon immer so” ?
    (1): Die brauchen Benzin und ausserdem parken die nicht von selber ein. Autos wo man selber noch Parkplätze suchen muss sind bald aus der vor-digitalen-(Papier-Presse)-Steinzeit und die will kein Boni-Manager und sonst auch niemand mehr. Man steigt aus genau davor wo man hin will und das Auto kümmert sich selber und kommt dann wieder wenn man mit der iWatch am Supermarkt bezahlt hat oder beim Friseur herauskommt. So wie KITT bei Knightrider automatisch vor-fährt. Tesla hat nicht nur die E-Cars sondern sogar die Smart-E-Cars etabliert. Und niemand mehr sucht jemals wieder einen Parkplatz. Man tuned ja auch nicht die Frequenz beim Handy ein wie ein Kurzwellen-Funker. Das geht alles automatisch.

  2. Ein “Faktenzoom”, der die Fakten verfälscht, soll ein gutes Beispiel für Journalistenausbildung sein? Es braucht keinen Faktenzoom, das richtige Wort wäre einfach Fakten, die so beschrieben werden wie sie sind und so, dass die Leser den Text verstehen. Dies ist die wichtigste Aufgabe eines Journalisten, und das müssen die Schüler lernen. Zitate darf man nicht aus dem Zusammenhang reissen und man muss sie so in die Medien bringen, wie der Betreffende es wirklich gesagt hat. Es ist richtig, dass man dazu keine digitalen Spielereien braucht, früher ging das auch mit einem analogen Tonbandgerät. Ein Beweismittel ist für beide Teile immer gut. Bei einem Interview schickt man den Zitierten den Text vor dem Druck zum Lesen, das erfordert schon die Höflichkeit.

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