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15,47 Mio. Zuschauer im ZDF: Fußball-EM startet direkt mit Rekord-Quoten

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Die Fußball-EM ist am Freitag äußerst erfolgreich gestartet. 15,47 Mio. Fans sahen das Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Rumänien im ZDF. Nur einmal in der EM-Historie gab es für ein Eröffnungsspiel noch mehr Zuschauer: 1988 als das deutsche Team im eigenen Land antrat. Stärkste Alternative war der ARD-Film "Unterwegs mit Elsa" - mit erstaunlich guten 3,50 Mio. Zuschauern und 11,8%.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. Fußball-EM startet mit über 15 Mio. Fans im ZDF

15,47 Mio. Zuschauer für das erste EM-Spiel. Ohne deutsche Beteiligung hat es das noch nie gegeben, mit deutscher Beteiligung nur bei der Heim-EM 1988. Zum Vergleich: Vor vier Jahren sahen die Auftakt-Partie zwischen Polen und Griechenland nur 9,99 Mio., vor acht Jahren kamen die Schweiz und Tschechien auf 10,13 Mio. Die 15,47 Mio., die den französischen Sieg gegen Rumänien im ZDF sahen, reichten für einen Traum-Marktanteil von genau 50,0%. Bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 6,18 Mio. sogar 54,1%. Die besten Werte erreichte das Match bei den 30- bis 39-Jährigen: mit unfassbaren 60,5%. Am Sonntag dürfte das erste Match des deutschen Teams locker weit über die 20-Mio.-Marke springen.

2. ARD-Film “Unterwegs mit Elsa” war die stärkste Alternative

Die erfolgreichste Gegenprogrammierung gelang der ARD: 3,50 Mio. Menschen entschieden sich gegen den Fußball und für den Film “Unterwegs mit Elsa”. Der Marktanteil lag bei sehr ordentlichen 11,8%. Vor allem bei Über-50-jährigen Frauen kam der Film gut an. Vor allem die weibliche Zielgruppe werden die Sender in den kommenden vier Wochen erreichen müssen, wenn sie eine Chance gegen den Fußball haben wollen. Doch auch dann wird’s schwer, denn bei den Zuschauerinnen ab 14 Jahren erreichte der Fußball am Freitagabend auch noch 40,1%. Der ARD-Film kam hier immerhin auf 16,3%.

3. Privatsender völlig chancenlos, keine zweistelligen Marktanteile weit und breit

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RTL, Sat.1, ProSIeben & Co. gaben sich am Freitagabend weitgehend kampflos geschlagen. Mit einer alten “ultimativen Chart Show”, dem oft wiederholten “Ab durch die Hecke” und “Rush Hour 3” war von vornherein klar, dass keine guten Quoten drin sind. So blieb die “Chart Show” bei RTL auch mit 1,90 Mio. Sehern bei unschönen 7,1% hängen, bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 920.000 wenigstens 9,2%. “Ab durch die Hecke” bescherte Sat.1 um 20.15 Uhr mit 620.000 14- bis 49-Jährigen 6,1%, “Rush Hour 3” ProSieben mit 490.000 sogar nur 4,8%.

4. Vox, RTL II und kabel eins kämpfen gegen den Fußball unterhalb der 5%-Marke

Für die drei Sender der zweiten Privat-TV-Liga lief es ebenfalls überschaubar. So startete “Law & Order: SVU” um 20.15 Uhr bei Vox mit 450.000 14- bis 49-Jährigen und 4,8% in den Abend, um 21.10 Uhr gab es nur 3,6%, um 22.10 Uhr gar nur 2,9%. Nach Ende des Fußballs kamen weitere Episoden um 23.05 Uhr auf 5,4% und nach Mitternacht auf endlich strake 9,6%. Bei kabel eins sah es für “The Mentalist” ähnlich aus: 4,2% um 20.15 Uhr, 4,4% um 21.15 Uhr, 3,9% um 22.10 Uhr, 5,8% um 23.05 Uhr und 8,5% um 0.05 Uhr. RTL II kam mit dem extralangen “Lebe und denke nicht an morgen” auf 470.000 14- bis 49-Jährige und 4,7%.

5. mdr punktet mit “Meine Schlagerwelt”

Dass trotz Fußball überdurchschnittliche Zahlen möglich waren, zeigte in der Prime Time u.a. das mdr Fernsehen. Immerhin 920.000 Leute schalteten dort “Meine Schlagerwelt” ein – starke 3,1%. Um 22 Uhr erreichte “Happy Birthday, NDR Talk Show” im NDR Fernsehen mit 730.000 Sehern noch 2,7%. Die stärksten Programme der kleineren Sender liefen aber bereits um 19.30 Uhr: “NDR regional” und die WDR-“Lokalzeit” mit je 1,07 Mio. und 5,2%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Ja, der Fußball bringt – erwartungsgemäß – halt mal wieder Quote, das hat eine EM nun mal so an sich und mit dem Sender, der die Spiele zeigt eigentlich nicht wirklich viel zu tun.

    Eine Schlagzeile wäre es eher wert gewesen, wenn die Fußball-EM mal keine Quote gebracht hätte, das wäre dann die berühmte “Mann beißt Hund”-Geschichte gewesen. – Aber nein, auch bei dieser EM bleibt es bei ” Hund beißt Mann”, na ja.

    Noch was anderes:

    “MEEDIA macht mobil”

    Als ich das las, dachte ich im ersten Moment es wäre Krieg und als ich mir die Gesichter der Redakteure und Mitarbeiter (die hier ja auf den Fotos unter den Artikel immer präsent sind) – als ich mir die also mit Stahlhelm und MPi vorstellte, da wusste ich: Das wird nix, diesen Krieg werden die verlieren, vollkommen egal, gegen wen es auch geht.

    Nun ja, die Mobilmachung entpuppte sich dann aber doch nur als Werbung für die neue Meedia-App fùr mobile Geräte.

    Außerdem – und das ist der Grund, warum ich das Thema hier auch mal ansprechen möchte – war es bestenfalls eine Teilmobilmachung, denn die Meedia-App gibt es nur für Apple-Geräte – und für sonst nix. Nicht für Windows Phone, nicht für Android.

    Ich finde es nicht gut und vor allem verbesserungswürdig, wenn hier eine App für nur ca. 20 Prozent aller Smartphone Nutzer beworben wird, während die anderen 80 Prozent in die Röhre schauen. 🙁

    Man erinnert sich (als Nicht-iPhone-Besitzer) hier unwillkürlich an Rudi Carells legänderen Ausspruch: “Das wäre ihr Preis gewesen!”

    Oder an die abartige Apple-Werbung jüngeren Datums: “Hast du kein iPhone, dann hast du kein iPhone.”

    So ähnlich aber scheinen die Entwickler der Meedia-App leider auch gedacht zu haben.

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