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“Lösch Dein Konto”: Der erste heftige Twitter-Schlagabtausch zwischen Hillary Clinton und Donald Trump

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Immer für einen Spruch – und Tweet – gut: Der nächste US-Präsident Donald Trump

Der Kampf um das Weiße Haus zwischen den Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump hat fünf Monate vor dem eigentlichen Wahltermin auf Twitter begonnen. Nachdem der streitbare US-Multimilliardär auf dem 140-Zeichen-Dienst wieder einmal über Hillary Clinton gelästert hatte, konterte die 68-Jährige mit dem Social Media-Mem "Lösch Dein Konto". Das Internet johlte, doch der Tweet kommt wegen der Löschung von 33.000 Mails aus der Zeit als US-Außenministerin wie ein Bumerang zu Clinton zurück.

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Es ist angerichtet: Hillary Clinton sicherte sich diese Woche als erste Frau in den USA die Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin. Es dauerte keine 48 Stunden, bis die frühere Außenministerin auch die offizielle Rückendeckung des amtierenden Präsidenten hatte: Barack Obama sicherte Clinton gestern in einem Video seine volle Unterstützung (Endorsement) zu.

“Ich brenne darauf, für Hillary in den Wahlkampf zu ziehen”, erklärte Obama in seinem dreiminütigen Werbevideo für Clinton. Die Antwort des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ließ wenig überraschend nicht lange auf sich warten.

“Obama hat gerade seine Unterstützung für die betrügerische Hillary verkündet. Er will vier weitere Jahre Obama – was sonst niemand will”, twitterte Trump in bekannter Trash-Talk-Manier.

Bislang hatte Hillary Clinton die direkte Auseinandersetzung mit Trump auf Twitter größtenteils vermieden – schließlich war seine Nominierung lange unsicher und ihre bis Dienstag noch nicht offiziell. Nun jedoch rückt der Präsidentschaftswahlkampf in eine neue Phase: Die Kandidaten stehen fest – und der Infight kann beginnen.

Den direkten Schlagabtausch eröffnete Hillary Clinton mit einem echten Wirkungstreffer: “Delete you account”, twitterte die 68-Jährige. “Lösch Dein Konto” ist dabei als nicht unbedingt wörtlich zu nehmendes Social Media-Mem zu verstehen, das ausdrückt, dass jemand zuvor nicht besonders witzig oder gelungen getwittert hat – “das war wohl nichts” könnte eine Übersetzung der geflügelten Social Media-Floskel lauten.

Doch das Mem war natürlich in der Welt – und Twitter johlte:

Donald Trump war davon naturgemäß wenig beeindruckt und twitterte umgehen zurück:

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“Wie lang hat Dein Team aus 823 Leuten daran gesessen, um sich das auszudenken – und wo sind eigentlich Deine 33.000 E-Mails, die Du gelöscht hast”, konterte Trump und setzte dabei mit Verweis auf die Kontroverse um die gelöschten Emails in Clintons Amtszeit als US-Außenministerin seinerseits einen rhetorischen Wirkungstreffer.

Statistisch gesehen ging die erste Runde trotzdem an Hillary Clinton. Nach nur fünf Stunden konnte die demokratische Präsidentschaftskandidatin rund 300.000 Likes und Retweets für ihren Drei-Worte-Tweet und damit einen neuen Bestwert für ihre Kampagne verbuchen. Trump brachte es für seine Antwort auf gut ein Drittel soviele Likes und Retweets.

Nach Followern liegt das 69-jährige Medienphänomen allerdings weiter vor Clinton: Trump bringt es bei Twitter auf 8,8 Millionen Follower, Clinton auf 6,7 Millionen Follower. So oder so: Es dürfte der Auftakt zum wohl kontroversesten Wahlkampf werden, der im Social Media-Zeitalter bislang ausgefochten wurde.

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Alle Kommentare

  1. “Dein Team aus 823 Leuten”. Genau. Die Tweets kommen normalerweise (z.b. bei Icahn) von Social-Media-Managern. Ausnahmen sind z.b. #TigerBlood(?) Charly Sheen der es wohl (mit guter Betreuung) schnell selber gelernt hat.

    So gesehen sollte man das nicht zu ernst nehmen. Aber im Sommerloch muss man wohl wirklich alles berichten. Mal sehen wer dieses Jahr den medialen und tausende deutsche TV-Stunden-Nachfolger und stundenlange Live-Berichte auf mehreren TV-Sendern parallel wie bei der Königs-Hochzeit oder irgendwelchen Partei/Präsidenten-Veranstaltungen von Ella(?) der Kuh, Kalli(?) dem Kaiman oder Bruno dem Bären liefern muss… Als Naturschutz oder Flut-Gebiets-Bauer könnte man sich was ausdenken und Tier der Woche in die Presse bringen und kostenlos (die rufen keine Medien-Anwälte und sind noch billiger als Eigenmaterial-Wiederholungen) zur Verbreitung lizensieren: Emil der Eisvogel, Harry der Haubentaucher, Larry der Luchs,… Manche Tiere brüten auch ! Oder halt B/C/D-Promis laufen durch ein Einkaufs-Zentrum (welcher das Event sponsored) oder Einkaufs-Straße (deren Werbegemeinschaft das Event sponsored). Weil die kein Eis und Döner essen, entfallen dafür aber die meisten Kandidatinnen und besser aussehenden Kandidaten. Bei den kleinen Regionalsendern würde das aber passen wenn die jeweils eine Einkaufsmeile durchchecken.

    Bei dieser Qualität und Verbesserungs-Wirkung für Deutschland dank der deutschen Super-Journalisten sollte man die Linksteuer verdoppeln und den Leistungs-Schutz vervierfachen und alle Verlage und Medien Steuerfrei stellen und den Mindestlohn auf 5 Euro absenken…

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